Konsum & FMCG Statistiken
Marktdaten zu Konsum & FMCG

Die Konsumgüterindustrie stellt Produkte für den privaten Endverbrauch her. Systematisch lassen sich langlebige Gebrauchs- und schnelllebige, oft nachgekaufte Verbrauchsgüter unterscheiden, die auch FMCG (Fast Moving Consumer Goods) genannt werden. Zu Gebrauchsgütern wären z.B. Möbel, Mode und Geräte der Unterhaltungselektronik zu zählen, zu Verbrauchsgütern etwa Lebensmittel oder Körperpflegeprodukte.

Der Erwerb von Gebrauchsgütern ist oft das Ergebnis eines längeren Kaufentscheidungsprozesses, bei dem Faktoren wie Preis, Qualität und Leistungsspektrum gegeneinander abgewogen werden. FMCG werden dagegen als Dinge des täglichen Bedarfs meist spontan und ohne größere Planung besorgt. Der Fachhandel (ergänzt in den letzten Jahren verstärkt durch den Versandhandel) stellt die wichtigste Distributionsform für die meisten Gebrauchsgüter dar, während FMCG vor allem über den wenig spezialisierten Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Drogerien) vertrieben werden.

Die Hersteller von Konsumgütern finden sich in der amtlichen Statistik aufgrund der sehr heterogenen Produktionsweisen an unterschiedlichen Stellen als Branchen und Subbranchen des Verarbeitenden Gewerbes. So gehören die Hersteller von Kosmetik- und Körperpflegeprodukten als Teilsegment zur Chemischen Industrie, die Möbelindustrie zum Beispiel bildet aber einen eigenen Wirtschaftszweig. Zu den größten Konsumgüterherstellern der Welt zählen Nestlé, Procter & Gamble und Unilever. Die größten deutschen Konsumgüterhersteller sind Henkel und Beiersdorf.

Die Sättigung der Konsumgütermärkte in Europa, den USA und Japan stellt das Konsumgütermarketing vor besondere Aufgaben. Die Produktzyklen werden kürzer, ein substantielles Wachstum lässt sich oft nur noch in Schwellenländern realisieren oder durch die vertikale Diversifikation über mehrere Wertschöpfungsstufen hinweg. Im gleichen Maße allerdings, wie die Industrie in einigen Bereichen wie z.B. der Mode mit eigenen Flagship-Stores zunehmend in den Einzelhandel expandiert, drängen Händler vor allem im Lebensmittelbereich mit eigenen Handelsmarken, die längst nicht mehr nur das Billigsegment besetzen, in die Fertigungsstufe vor. Charakteristisch für die Vermarktung schnelllebiger Konsumgüter ist meist das Zurücktreten der Herstellermarke hinter einzelne Produktmarken. Bleiben Konzerne wie Unilever oder Beiersdorf eher abstrakte Größen in der Erfahrungswelt der meisten Konsumenten, genießen viele ihrer Produktmarken wie Langnese (bzw. Eskimo in Österreich und Lusso in der Schweiz) oder Nivea einen hohen Bekanntheitsgrad.

Auf Statista werden alle relevanten Daten und Fakten zur Konsumgüterindustrie abgebildet. Es finden sich detaillierte Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Sourcing über die Herstellung bis zum Vertrieb aufgeschlüsselt nach einzelnen Branchen. Dargestellt werden z.B. Marktvolumina, Distributionsformen sowie umfangreiche Informationen zu Unternehmen und Marken in den wichtigsten Konsumgütersegmenten.


Bild: istockphoto.com / monticello

 
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