Statistiken zu Kosmetika

Statistiken zu Kosmetika

Studien und Statistiken zum Markt für Kosmetik

Unter die auf das altgriechische kosméein („schmücken“) zurückgehende Kosmetik fallen Produkte, die in erster Linie der Schönheitspflege dienen (dekorative Kosmetik wie z.B. Make-Up), die aber auch pflegende Wirkung haben können (pflegende Kosmetik wie z.B. Cremes). Die Grenze zum Körperpflegebereich ist hier fließend.


Das Marktumfeld wird von den großen Konsumgüterkonzernen bestimmt. Das französische L’Oréal (u.a. Lancôme, Garnier, Maybelline, Vichy) ist mit einem Umsatz von mehr als 22 Milliarden Euro Branchenprimus. Auch die Schönheitspflegesparte von Procter & Gamble (Oil of Olaz, Olay, SK-II) operiert mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar in ähnlichen Dimensionen.

Im europäischen Vergleich ist Frankreich nicht zuletzt dank L’Oréal der wichtigste Standort der Kosmetik- und Körperpflegeindustrie. Der Umsatz der Hersteller in Frankreich lag im Jahr 2012 etwa doppelt so hoch wie der der deutschen. In der Bundesrepublik ist die zum Maxingvest-Konzern gehörende Beiersdorf AG aus Hamburg mit seiner Marke Nivea führend. Nivea und L’Oréal gehören auch zu den wertvollsten Hygiene- und Kosmetikmarken weltweit.

In der Branche zur Herstellung von Kosmetik, Körperpflegemitteln und Parfum, die als Subbranche zur chemischen Industrie gehört, arbeiten in Deutschland über 23.000 Beschäftigte, die in 128 Betrieben einen Branchenumsatz von mehr als sechs Milliarden Euro erwirtschaften. Über zwei Fünftel der Umsätze werden im Ausland erzielt, was im Vergleich zur chemischen Industrie insgesamt ein vergleichsweise niedriger Wert ist. Die wichtigsten Exportländer stellen das Vereinigte Königreich, Frankreich und Russland dar.

Nach jahrelanger Kritik sind Tierversuche bei der Erprobung von Kosmetika seit 2004 EU-weit verboten. Seit 2013 ist außerdem der Vertrieb jeglicher Kosmetik, die mittels Tierversuchen hergestellt worden ist, in der Europäischen Union nicht mehr erlaubt.

Das Marktvolumen für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte beläuft sich in Deutschland auf mehr als 13 Milliarden Euro. Die dekorative Kosmetik sowie Parfum für Damen und Herren machen davon knapp ein Viertel aus.

Bei der traditionellen Zielgruppe Frauen ist Kosmetik ubiquitär. Fast die Hälfte verwendet regelmäßig Lippenstift, zwei Fünftel Make-Up. Am öftesten kommen dabei laut einer Verbraucherumfrage unter Frauen zwischen 14 und 70 Jahren Produkte von Maybelline Jade, Manhattan und Astor zum Einsatz. Bei pflegender Kosmetik sind Nivea und Dove die meistverwandten Marken.

Im Bereich der Männerkosmetik dominiert das klassische After Shave, das von einer deutlichen Mehrheit verwendet wird. Aber auch gerade in Sachen pflegender Kosmetik gleichen sich die Geschlechter zunehmend an. Knapp mehr als die Hälfte benutzt bereits Handcreme (im Vergleich zu über 80 Prozent bei den Frauen) und auch Hautcreme wird von mehr als einem Drittel der Herren angewendet.

Einem allgemeinen Trend im Einzelhandel folgend wächst die Bedeutung von Bio-Kosmetik. Ein Drittel der Konsumenten legt demnach Wert auf naturreine Inhaltsstoffe und der Umsatz mit Naturkosmetik steigt seit Jahren an.



Bild: freeimages.com / egahen

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