Statistiken zu Nike

Der nach der griechischen Göttin des Sieges benannte Nike-Konzern ist mit einem Umsatz von mehr als 32 Milliarden und einem Gewinn von mehr als drei Milliarden US-Dollar vor Adidas der größte Sportartikelhersteller der Welt. Der globale Marktanteil im Kerngeschäft mit Sportschuhen liegt bei rund 25 Prozent.


Dabei stellte das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Oregon zunächst überhaupt keine eigenen Produkte her, sondern fungierte ursprünglich als reiner Vertriebspartner der japanischen Marke Asics. Der Aufstieg zum Weltkonzern begann spätestens mit der Verpflichtung des Basketballstars Michael Jordan im Jahr 1984. Turnschuhe aus dem „Air Jordan“-Franchise hatten maßgeblichen Anteil am kommerziellen Erfolg von Nike in dieser Zeit und stellen bis heute eine der bekanntesten Produktlinien des Konzerns dar. Als sich Joschka Fischer 1985 in Turnschuhen zum hessischen Umweltminister vereidigen ließ, waren Sneakers von Nike das Schuhwerk seiner Wahl.

Das Markenzeichen – der „Swoosh“ – wurde 1971 von einer Studentin für 35 Dollar entworfen. Heute gilt die Firma mit dem Haken als wertvollste Bekleidungsmarke weltweit. Um dieses symbolische Kapital, die Aura der Marke, zu pflegen, setzte Nike als erster Sportartikelhersteller auf eine eigene Retailsparte und eröffnete ab 1990 Flagship-Stores an zuletzt 1.045 Standorten weltweit. Damit begründete Nike einen Trend für die gesamte Branche. Auch Adidas und Puma adaptierten das Konzept, um ihre Produkte in einem hermetischen Umfeld inszenieren zu können und ein direkteres Feedback von ihren Kunden zu erhalten.

Nachdem das Unternehmen einige Zeit die Strategie verfolgt hatte, seine globale Dominanz durch Zukäufe weiter auszubauen, will sich die Konzernführung nun wieder auf die Kernmarke Nike konzentrieren. Mehrheitsbeteiligungen an der britischen Traditionsmarke Umbro und dem Bekleidungshersteller Cole Haan wurden 2012 verkauft, so dass die Amerikaner jetzt nur noch die besonders umsatz- und imageträchtigen Lifestylemarken Converse und Nike Golf als Fremdmarken weiterführen.

Von der Herstellung bis zum Handel ist Nike heute eine vollständig globalisierte Marke. Zwei von fünf Fertigungsstätten liegen in Vietnam, ein weiteres Drittel in China. Wachstumstreiber des Umsatzes waren in den letzten Jahren neben dem Stammmarkt Nordamerika, China und die übrigen Schwellenländer sowie Europa. Auf dem deutschsprachigen Markt muss sich Nike dem Platzhirsch Adidas geschlagen geben. Hier kommt Nike hochgerechnet auf rund acht Millionen Kunden gegenüber elf Millionen für Adidas. Auch in Österreich rangiert die US-Marke in der Beliebtheit hinter den Herzogenaurachern. Ähnlich wie bei Technologieunternehmen wie Apple und Samsung droht der Wettbewerb zwischen Nike und adidas in Zukunft auch weiterhin mit den Waffen des Patentrechts geführt zu werden. So zeichnete Nike laut einer Studie im Bereich der Sportartikelfertigung bereits in den Jahren 2000 bis 2010 für 77 Prozent der Patentanträge beim Europäischen Patentamt verantwortlich.

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