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Statistiken zum Thema Speisepilze

Pilze sind kein Gemüse, sondern bilden ein eigenes Reich neben Pflanzen und Tieren. Genauso wie Pflanzen sind diese zwar sesshaft, sie betreiben aber keine Fotosynthese und ernähren sich über die Aufnahme organischer Substanzen aus der Umwelt. Eine Reihe von Pilzen ist für den Menschen dabei essbar. Dabei handelt es sich größtenteils um Ständerpilze (z. B. Champignons oder Steinpilze), aber auch um Schlauchpilze (z. B. Trüffel, Morchel). Viele Speisepilze – die sogenannten Wildpilze – lassen sich nur schwer züchten, da diese als Symbionten von bestimmten Pflanzen (z. B. Bäumen) abhängen. Kultivierbare Pilze wiederum ernähren sich von abgestorbener organischer Substanz. Zu den Pilzarten, die sich gewerblich züchten lassen, gehören beispielsweise Champignons, Kräuter- und Austernseitlinge sowie Shiitake-Pilze (Eichenpilz). Derartige Zuchtpilze bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit und benötigen wenig Licht. Folglich lassen sich Zuchtpilze am besten in feuchten und kühleren Räumen, Hallen, Tunneln und Gewölben anbauen.

Der weltweite und der deutsche Anbau von Speisepilzen

Weltweit betrachtet ist China das mit Abstand führende Erzeugerland von Pilzen und Trüffeln. An zweiter und dritter Stelle folgen Japan und die USA. Innerhalb der Europäischen Union gehören die Niederlande, Polen und Spanien zu den wichtigsten Produktionsländern der beliebten Champignons. Deutschland rangiert EU-weit auf dem fünften Platz. Insgesamt belief sich die Erntemenge von Speisepilzen in Deutschland auf knapp 84.000 Tonnen – darunter mehrheitlich Champignons. Aber auch Edelpilze, wie Shiitake sowie Kräuter- und Austernseitlinge, werden in Deutschland angebaut, spielen aber eine untergeordnete Rolle auf dem deutschen Markt.
Über 9.000 Tonnen Speisepilze stammen in Deutschland aus (vollständig) ökologischer Erzeugung. Während der Bio-Anteil bei Champignons zuletzt bei etwas über 15 Prozent lag, betrug der Bio-Anteil bei Edelpilzen 95 Prozent. Die Unterschiede zwischen herkömmlichem und ökologischem Anbau sind dabei eher gering. Generell werden im Pilzanbau keine chemischen Pflanzenschutzmittel (nicht zulässig) oder mineralische Düngemittel genutzt. Ob der Speisepilzanbau nun als "Bio" oder "konventionell" etikettiert wird, hängt stattdessen von der Herkunft der verwendeten Substratbestandteile ab.
Auch wenn die Erntemenge von Pilzen in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen ist, kann Deutschland mit einem Selbstversorgungsgrad von 44 Prozent seinen Eigenbedarf an Champignons mit der eigenen Produktion nicht decken. Somit muss die Bundesrepublik Pilze aus dem Ausland importieren. Die wichtigsten Lieferländer sind dabei die Niederlande und Polen. Auch China gehört zu den wichtigsten Herkunftsländern von Speisepilzen.

Zwei Kilogramm Champignons isst ein Deutscher durchschnittlich pro Jahr

Insgesamt ist der Konsum von Pilzen, wie Champignons, in den vergangenen Jahren eher konstant geblieben. Rund zwei Kilogramm Champignons isst ein durchschnittlicher Verbraucher in Deutschland. Insgesamt gaben 70 Prozent der Verbraucher in einer Umfrage aus dem Jahr 2020 an, dass sie gerne Pilze essen würden. Dabei zeigt sich, dass sich Speisepilze vor allem bei Frauen und bei älteren Personengruppen einer großen Beliebtheit erfreuen. Neben der Verwendung als Zutat für die verschiedensten Speisen (z .B. als Pizzabelag), spielen Pilze in der jüngeren Vergangenheit auch zunehmend eine Rolle als Basis für Fleischersatzprodukte.
Pilze gelten als gesund und ergänzen auch häufiger den Diätplan von Verbrauchern. Sie enthalten wertvolle Vitamine sowie Mineralstoffe und sind kalorienarm. Jedoch gilt der Verzehr einiger bestimmter Wildpilzarten gerade in Süddeutschland aufgrund erhöhter Radiocäsium-Werte, infolge der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986, als bedenklich. Zudem setzt das Pilzsammeln stets ausreichende Pilzkenntnisse voraus, zumal bei vielen Wildpilzarten Verwechslungsgefahr mit giftigen Pilzen besteht.
Im Vergleich zu Wildpilzen sind Zuchtpilze, wie Champignons, vergleichsweise günstig im Handel zu haben. Grund ist, dass Wildpilze nicht kommerziell gezüchtet werden können, sondern beispielsweise im Wald gesammelt werden müssen. Zuletzt lag der Verkaufspreis von Zuchtchampignons in Deutschland bei rund 282,1 Euro pro 100 Kilogramm. Nur in Malta und Griechenland sind die Pilze in der EU teurer. Insbesondere seit dem Jahr 2018 sind die Verbraucherpreise für Champignons in Deutschland gestiegen. Grund sind u. a. erhöhte Energiekosten in der energieintensiven Pilzbranche sowie steigende Personalkosten.

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