Statistiken zu Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln

Die Wasch- und Reinigungsmittelindustrie beliefert als Subbranche der chemischen Industrie einen sehr reifen Markt, der von den Konsumgütergiganten Procter & Gamble (Ariel, Febreze, Meister Proper u.a.), Unilever (Coral, Domestos, Viss) und Henkel (Persil, Pril, Weißer Riese, Spee, Somat u.a.) geprägt ist. Der US-Konzern Procter & Gamble ist der Branchenprimus mit einem Umsatz von mehr als 22 Milliarden US-Dollar in diesem Segment, gefolgt vom britisch-niederländischen Unilever-Konzern, der auf neun Milliarden Euro kommt und Henkel mit etwa halb so viel.


In der Herstellung von Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln arbeiten in Deutschland über 21.000 Beschäftigte in 131 Betrieben und erwirtschaften einen Branchenumsatz von rund 7,5 Milliarden Euro. Zwei Fünftel der Umsätze werden im Ausland erzielt. In der deutschen Chemiebranche insgesamt liegt die Exportquote deutlich höher bei um die 60 Prozent. Die wichtigsten Abnehmerländer für Wasch- und Reinigungsmittel aus Deutschland stellen Frankreich, Belgien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich dar. Die meisten Importe bezieht Deutschland aus den Niederlanden.

Der Markt für Wasch- und Reinigungsmittel umfasst in Deutschland ein Volumen von rund 4,3 Milliarden Euro. Sowohl bei Waschmitteln als auch bei Reinigungsprodukten ist für die Mehrzahl der deutschen Verbraucher der Preis für den Kauf entscheidend, nicht die Marke. Dennoch halten die großen Marken nach wie vor beeindruckende Marktanteile. Mehr als ein Viertel aller Deutschen hatte laut einer Verbraucherumfrage im Jahr 2014 innerhalb der letzten drei Monate Persil verwendet, was es zur beliebtesten Waschmittelmarke macht. Bei Maschinengeschirrspülmitteln setzt eine Mehrheit auf Somat, während bei Haushaltsreinigern die Handelsmarke von Aldi die Nase vorn hat. Eine knappe Mehrzahl der Konsumenten legt Wert auf umweltschonende Haushaltsreiniger und Waschmittel. Die Branche war wegen der Einspeisung schädlicher Chemikalien in den Wasserkreislauf in der Vergangenheit in die öffentliche Kritik geraten. Eine deutlichere Mehrheit bevorzugt dagegen milde, schonende Produkte.

Die Produktentwicklung scheint weitgehend ausgereizt. Jedenfalls übersteigen die Werbeausgaben sowohl für Wasch- als auch Putzmittel die Investitionen in Forschung und Entwicklung um ein vielfaches. Procter & Gamble investiert beispielsweise jährlich rund 8,3 Milliarden US-Dollar in Werbung, aber nur rund zwei Milliarden in Forschung und Entwicklung. Bei Henkel fällt dieses Verhältnis noch deutlicher aus: Der Konzern steckt etwa zehnmal so viel in Marketing und Vertrieb seiner Produkte wie er für die Entwicklungsarbeit aufwendet.

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