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Statistiken zu Inflation und Preisentwicklung in der Schweiz

Der Begriff Inflation bezeichnet die ansteigende Entwicklung der Preise. Bei fallenden Preisen spricht man dagegen von Deflation. In der Schweiz wird die Inflationsrate über den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) gemessen. Der Index misst die Preisentwicklung der für die privaten Haushalte bedeutsamen Waren und Dienstleistungen anhand des sogenannten Warenkorbs. Dem sich im Zeitablauf verändernden Konsumverhalten der Haushalte wird durch eine jährliche Anpassung und Neugewichtung des Warenkorbs Rechnung getragen. Die wichtigsten Posten im Warenkorb sind mit Stand 2021 Wohnen und Energie mit 27,2 Prozent, Gesundheitspflege mit 17,6 Prozent sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 11,9 Prozent. Preisveränderungen in diesen Kategorien haben daher tendenziell einen großen Einfluss auf die Inflationsrate.

Im Jahr 2020 sanken die Konsumentenpreise in der Schweiz um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den drei vorangegangenen Jahr kam es noch zu jährlichen Preissteigerungen. Für 2021 sagen Prognosen aus dem Juni 2020 eine Inflationsrate zwischen 0,4 und 0,5 Prozent voraus. Allerdings kann die von den Konsumenten gefühlte Preisentwicklung z.T. deutlich von den offiziellen amtlichen Zahlen abweichen; in der Regel wird dabei eine stärkere Teuerung empfunden.

Zu dieser Einschätzung tragen sicherlich die nach wie vor sehr hohen Lebenshaltungskosten bei, die insbesondere im internationalen Vergleich hervorstechen. So lag das Preisniveau in der Schweiz 2020 um 79,9 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied im Jahr 2019 (Werte für 2020 liegen noch nicht vor) dabei in den Bereichen Bildung (153,3 Prozent teurer), Gesundheitspflege (109,4 Prozent) und Wohnung/Energie (78,9 Prozent); am geringsten hingegen bei Alkoholischen Getränken/Tabakwaren/Drogen (20 Prozent), Verkehr (20,3 Prozent) sowie bei Bekleidung und Schuhen (28,3 Prozent). Auch im Big-Mac-Index belegt die Schweiz die Spitzenposition weltweit. Bei einer Umfrage im Jahr 2018 sahen 65 Prozent der befragten Schweizer hinsichtlich der großen Preisunterschiede zu den Nachbarländern großen politischen Handlungsbedarf.

Neben den Konsumentenpreisen werden in der Schweiz noch weitere Preisindizes erhoben, deren Entwicklung meist die der Verbraucherpreise vorwegnimmt. Der Produzentenpreisindex misst die Preisentwicklung der Inlandproduktion für die erste Vermarktungsstufe eines Gutes, also beim Verkauf ab Produzent (Ab-Werk-Preise). Er sank 2020 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Importpreise fielen sogar um 5,6 Prozent. Der Importpreisindex misst die Preisentwicklung der Importprodukte (Ab-Zoll-Preise). In Kombination beider Indizes sanken die Gesamtangebotspreise um 3 Prozent; die Inlandspreise verringerten sich um 3,3 Prozent.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Inflation in der Schweiz" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Konsumentenpreise nach Hauptgruppen

Preisniveau

Weitere Preisindizes

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 44 Statistiken aus dem Thema "Inflation in der Schweiz".

Inflation und Preisentwicklung in der Schweiz

Dossier zum Thema

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Statistiken zu Inflation und Preisentwicklung in der Schweiz

Der Begriff Inflation bezeichnet die ansteigende Entwicklung der Preise. Bei fallenden Preisen spricht man dagegen von Deflation. In der Schweiz wird die Inflationsrate über den Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) gemessen. Der Index misst die Preisentwicklung der für die privaten Haushalte bedeutsamen Waren und Dienstleistungen anhand des sogenannten Warenkorbs. Dem sich im Zeitablauf verändernden Konsumverhalten der Haushalte wird durch eine jährliche Anpassung und Neugewichtung des Warenkorbs Rechnung getragen. Die wichtigsten Posten im Warenkorb sind mit Stand 2021 Wohnen und Energie mit 27,2 Prozent, Gesundheitspflege mit 17,6 Prozent sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 11,9 Prozent. Preisveränderungen in diesen Kategorien haben daher tendenziell einen großen Einfluss auf die Inflationsrate.

Im Jahr 2020 sanken die Konsumentenpreise in der Schweiz um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den drei vorangegangenen Jahr kam es noch zu jährlichen Preissteigerungen. Für 2021 sagen Prognosen aus dem Juni 2020 eine Inflationsrate zwischen 0,4 und 0,5 Prozent voraus. Allerdings kann die von den Konsumenten gefühlte Preisentwicklung z.T. deutlich von den offiziellen amtlichen Zahlen abweichen; in der Regel wird dabei eine stärkere Teuerung empfunden.

Zu dieser Einschätzung tragen sicherlich die nach wie vor sehr hohen Lebenshaltungskosten bei, die insbesondere im internationalen Vergleich hervorstechen. So lag das Preisniveau in der Schweiz 2020 um 79,9 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied im Jahr 2019 (Werte für 2020 liegen noch nicht vor) dabei in den Bereichen Bildung (153,3 Prozent teurer), Gesundheitspflege (109,4 Prozent) und Wohnung/Energie (78,9 Prozent); am geringsten hingegen bei Alkoholischen Getränken/Tabakwaren/Drogen (20 Prozent), Verkehr (20,3 Prozent) sowie bei Bekleidung und Schuhen (28,3 Prozent). Auch im Big-Mac-Index belegt die Schweiz die Spitzenposition weltweit. Bei einer Umfrage im Jahr 2018 sahen 65 Prozent der befragten Schweizer hinsichtlich der großen Preisunterschiede zu den Nachbarländern großen politischen Handlungsbedarf.

Neben den Konsumentenpreisen werden in der Schweiz noch weitere Preisindizes erhoben, deren Entwicklung meist die der Verbraucherpreise vorwegnimmt. Der Produzentenpreisindex misst die Preisentwicklung der Inlandproduktion für die erste Vermarktungsstufe eines Gutes, also beim Verkauf ab Produzent (Ab-Werk-Preise). Er sank 2020 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Importpreise fielen sogar um 5,6 Prozent. Der Importpreisindex misst die Preisentwicklung der Importprodukte (Ab-Zoll-Preise). In Kombination beider Indizes sanken die Gesamtangebotspreise um 3 Prozent; die Inlandspreise verringerten sich um 3,3 Prozent.

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