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Statistiken zum Thema Zucker in Österreich

Zucker wird in Österreich aus heimischen Zuckerrüben gewonnen. Im Jahr 2020 wurden von rund 4.100 Rübenbauern auf einer Fläche von etwa 26.000 Hektar Zuckerrüben angebaut. Österreichs Bauern und Zuckerfabriken erzeugen jährlich um die 300.000 Tonnen Zucker aus zwei Millionen Tonnen Rüben. Hauptanbaugebiete in Österreich sind Niederösterreich, das Burgenland und Oberösterreich. Die geernteten Rüben werden ausschließlich in einer der beiden Zuckerfabriken von Agrana, dem einzigen Zuckerhersteller Österreichs, in Tulln und Leopoldsdorf verarbeitet. Der dort erzeugte Zucker wird unter dem Markennamen "Wiener Zucker" verkauft. Der Großteil des Zuckers in Österreich geht nicht als Kristall- oder Würfelzucker in den Handel, sondern zur Weiterverarbeitung in die Lebensmittelindustrie z.B. als Limonaden, Schokoladen oder Marmeladen. Großabnehmer in Österreich sind beispielsweise der Salzburger Energy-Drink-Hersteller Red Bull und der Fruchtsafterzeuger Rauch in Vorarlberg. Nebenprodukte aus der Zuckerproduktion werden zu Düngemittel und Viehfutter weiterverarbeitet.

Markt für Zucker

Der Zuckermarkt war nach Abschaffung der Milchquote in 2015 der letzte Agrarmarkt innerhalb der EU, der durch eine Quote geschützt wurde. Auf Druck der Welthandelsorganisation (WTO) ließ die EU im September 2017 auch die Zuckerquote fallen. Bisher verfügte jedes Land über ein Kontingent, für das ein Mindestpreis gelten musste. Das Ende der Zuckerquote bedeutete den Wegfall der Obergrenzen für die Erzeugung und die Ausfuhrmengen. Als Reaktion auf das Ende der Anbaulimitierung wurde mehr Zucker produziert, was zu einem Überangebot an Zucker und, in dessen Folge, zu fallenden Preisen führte. Seit dem Höchststand im Jahr 2011 hat sich der Weltmarkt-Zuckerpreis mehr als halbiert. Aufgrund ihrer hohen gesellschafts-, umwelt- und sozialpolitischen Standards können die Rübenbauern hierzulande nicht mit den billigen Anbietern aus dem Ausland konkurrieren. Nachdem die Umsätze der Agrana-Zuckersparte im Geschäftsjahr 18/19 um 30 Prozent eingebrochen sind, stieg der Zucker-Umsatz im Geschäftsjahr 20/21 aufgrund höhere Zuckererlöse und -mengen. Das Segment Zucker erwirtschaftete dennoch ein negatives Ergebnis.

Konsum

In Österreich werden rund 33 kg Zucker pro Jahr konsumiert, 6,7 Kilogramm weniger als im Jahr 2000. Umgerechnet entspricht dies einer Menge von 90 g pro Tag. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Zuckermenge für Erwachsene liegt bei 45 g für Frauen, bzw. für Männer bei 60 g pro Tag. Im Vergleich liegt Österreich damit zwar deutlich über dem weltweiten Zuckerkonsum von 22 kg pro Kopf aber noch knapp unter dem EU-Durchschnitt (34,5 kg). Mit dem Alter nimmt der Pro-Kopf-Konsum von Zucker, Schokolade und Süßwaren eher zu.

Außenhandel

Im Jahr 2019 importierte Österreich Zucker im Wert von rund 278,5 Millionen Euro aus dem Ausland. Den Einfuhren standen jedoch Ausfuhren im Wert von 279,7 Millionen Euro gegenüber. 84 Prozent der Exportmenge entfällt auf Zucker, der in zuckerhaltigen Verarbeitungsprodukten wie Erfrischungsgetränken und Süßwaren enthalten ist. Österreichs Zuckerfabriken erzeugen mehr Zucker als die Bevölkerung verbraucht. Damit ist Österreich im Zuckerbereich ein Nettoexporteur.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Zucker in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Zuckerproduktion und Handel

Zuckerkonsum

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 30 Statistiken aus dem Thema "Zucker in Österreich".

Zucker in Österreich

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Statistiken zum Thema Zucker in Österreich

Zucker wird in Österreich aus heimischen Zuckerrüben gewonnen. Im Jahr 2020 wurden von rund 4.100 Rübenbauern auf einer Fläche von etwa 26.000 Hektar Zuckerrüben angebaut. Österreichs Bauern und Zuckerfabriken erzeugen jährlich um die 300.000 Tonnen Zucker aus zwei Millionen Tonnen Rüben. Hauptanbaugebiete in Österreich sind Niederösterreich, das Burgenland und Oberösterreich. Die geernteten Rüben werden ausschließlich in einer der beiden Zuckerfabriken von Agrana, dem einzigen Zuckerhersteller Österreichs, in Tulln und Leopoldsdorf verarbeitet. Der dort erzeugte Zucker wird unter dem Markennamen "Wiener Zucker" verkauft. Der Großteil des Zuckers in Österreich geht nicht als Kristall- oder Würfelzucker in den Handel, sondern zur Weiterverarbeitung in die Lebensmittelindustrie z.B. als Limonaden, Schokoladen oder Marmeladen. Großabnehmer in Österreich sind beispielsweise der Salzburger Energy-Drink-Hersteller Red Bull und der Fruchtsafterzeuger Rauch in Vorarlberg. Nebenprodukte aus der Zuckerproduktion werden zu Düngemittel und Viehfutter weiterverarbeitet.

Markt für Zucker

Der Zuckermarkt war nach Abschaffung der Milchquote in 2015 der letzte Agrarmarkt innerhalb der EU, der durch eine Quote geschützt wurde. Auf Druck der Welthandelsorganisation (WTO) ließ die EU im September 2017 auch die Zuckerquote fallen. Bisher verfügte jedes Land über ein Kontingent, für das ein Mindestpreis gelten musste. Das Ende der Zuckerquote bedeutete den Wegfall der Obergrenzen für die Erzeugung und die Ausfuhrmengen. Als Reaktion auf das Ende der Anbaulimitierung wurde mehr Zucker produziert, was zu einem Überangebot an Zucker und, in dessen Folge, zu fallenden Preisen führte. Seit dem Höchststand im Jahr 2011 hat sich der Weltmarkt-Zuckerpreis mehr als halbiert. Aufgrund ihrer hohen gesellschafts-, umwelt- und sozialpolitischen Standards können die Rübenbauern hierzulande nicht mit den billigen Anbietern aus dem Ausland konkurrieren. Nachdem die Umsätze der Agrana-Zuckersparte im Geschäftsjahr 18/19 um 30 Prozent eingebrochen sind, stieg der Zucker-Umsatz im Geschäftsjahr 20/21 aufgrund höhere Zuckererlöse und -mengen. Das Segment Zucker erwirtschaftete dennoch ein negatives Ergebnis.

Konsum

In Österreich werden rund 33 kg Zucker pro Jahr konsumiert, 6,7 Kilogramm weniger als im Jahr 2000. Umgerechnet entspricht dies einer Menge von 90 g pro Tag. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Zuckermenge für Erwachsene liegt bei 45 g für Frauen, bzw. für Männer bei 60 g pro Tag. Im Vergleich liegt Österreich damit zwar deutlich über dem weltweiten Zuckerkonsum von 22 kg pro Kopf aber noch knapp unter dem EU-Durchschnitt (34,5 kg). Mit dem Alter nimmt der Pro-Kopf-Konsum von Zucker, Schokolade und Süßwaren eher zu.

Außenhandel

Im Jahr 2019 importierte Österreich Zucker im Wert von rund 278,5 Millionen Euro aus dem Ausland. Den Einfuhren standen jedoch Ausfuhren im Wert von 279,7 Millionen Euro gegenüber. 84 Prozent der Exportmenge entfällt auf Zucker, der in zuckerhaltigen Verarbeitungsprodukten wie Erfrischungsgetränken und Süßwaren enthalten ist. Österreichs Zuckerfabriken erzeugen mehr Zucker als die Bevölkerung verbraucht. Damit ist Österreich im Zuckerbereich ein Nettoexporteur.

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