Statistiken zu Esprit

Die Bekleidungsmarke Esprit entstand aus einer zufälligen Begegnung im Kalifornien der 1960er, als die 21-jährige Susie Buell den gleichaltrigen Anhalter Douglas Tompkins in ihrem Auto mitnahm. Die beiden wurden Geschäfts- und Lebenspartner und versorgten aus dem Heck ihres VW-Busses die Gegenkultur mit modischen Textilien. 1968 entstanden aus diesen Unternehmungen die Marken Esprit und North Face (gehört heute zur VF Corporation).


Über einen Kompagnon wurde schon früh der Weg nach Asien eingeschlagen. Heute steht das weltweite Hauptquartier in Hong Kong, wo das Unternehmen auch an der Börse gelistet ist und der Großteil der Fertigung findet in China und Südostasien statt.

In den 70ern expandierte die junge Firma nach Europa, wo die Marke besonders erfolgreich werden sollte. Hier findet sich Esprit heute unter den größten zehn Textilfilialisten nach Marktanteil. Allein der deutsche Markt ist für rund die Hälfte des Umsatzes verantwortlich. Hierzulande besitzt mehr als ein Drittel der Bevölkerung Bekleidung der Marke Esprit, schätzungsweise zehn Prozent hatten im Jahr 2016 in Läden der Kette eingekauft.

Esprit vertreibt seine Produkte sowohl im Großhandel, wo es Franchise-Stores und Konzessionsflächen (Shop-in-Stores und Identity Corners) bei Partnerunternehmen bespielt, als auch in konzerneigenen Einzelhandelsgeschäften. Die Retailsparte ist dabei umsatzmäßig das wichtigere Standbein.

Als seit jeher vertikal aufgestellter Anbieter scheint es Esprit relativ leichter als der rein intermediären Konkurrenz zu fallen, sich auf die Realitäten des durch Internet und E-Commerce veränderten Einkaufsverhaltens einzustellen. Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2017 war der Online-Shop 92 Prozent der Befragten bekannt, 19 Prozent hatten hier bereits eingekauft.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte ist die jüngere Vergangenheit des Konzerns von einer Krise überschattet, die in Teilen die allgemeine Travail des stationären Bekleidungseinzelhandels widerspiegelt. Durch die Fokussierung auf den europäischen Raum – in Asien hinkt man der Konkurrenz hinterher, das Nordamerikageschäft wurde bis 2011 vollständig abgewickelt – wurde das Unternehmen besonders hart durch die Finanzkrise und anhaltende Konjunkturschwäche in Europa getroffen. Das Wachstumspotential im reifen Textilmarkt Deutschland ist weitgehend ausgeschöpft.

Der operative Gewinn von Esprit erreichte im Juni 2008 seinen Höhepunkt und ist seitdem eingebrochen. Im Ergebnis schrieb Esprit in den vergangenen zwei Geschäftsjahren wieder schwarze Zahlen. Die Dividende sank bis auf umgerechnet rund 1 Euro-Cent je Aktie im Geschäftsjahr 2013/14 und wurde zuletzt ganz ausgesetzt. Die Aktie schwankt nach starken Verlusten in den letzten Jahren um die fünf Hong-Kong-Dollar (umgerechnet circa 0,5 Euro).

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