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Statistiken zu ESPRIT

Die Bekleidungsmarke ESPRIT entstand aus einer zufälligen Begegnung im Kalifornien der 1960er, als die 21-jährige Susie Buell den gleichaltrigen Douglas Tompkins per Anhalter in ihrem Auto mitnahm. Die beiden wurden Geschäfts- und Lebenspartner und versorgten aus dem Heck ihres VW-Busses die Gegenkultur mit selbstgenähten Textilien. 1968 entstanden aus diesen Unternehmungen die Marken ESPRIT und North Face, das heute zur VF Corporation gehört. Über einen Geschäftsteilhaber wurde schon früh der Weg nach Asien eingeschlagen. Heute steht das weltweite Hauptquartier in Hong Kong, wo das Unternehmen auch an der Börse gelistet ist. Der Großteil der Fertigung findet in Asien statt. In den 70ern expandierte die junge Firma nach Europa und etablierte sich vor allem auf dem deutschen Markt: dieser ist für rund die Hälfte des Umsatzes verantwortlich.

Vertriebs- und Verkaufskonzept von ESPRIT

ESPRIT vertreibt seine Produkte sowohl im Großhandel, wo es Franchise-Stores und Konzessionsflächen (Shop-in-Stores und Identity Corners) bei Partnerunternehmen unterhält, als auch in konzerneigenen Einzelhandelsgeschäften. Bei ESPRIT waren Kundenbindung, Werbung und Verkauf traditionell immer Teil des Herstellungsprozesses. Als eher vertikaler Anbieter konnte sich das Unternehmen so leichter auf das durch Internet und E-Commerce veränderte Einkaufsverhalten einstellen. Der Online-Shop wurde für das Unternehmen in den letzten Jahren immer wichtiger und war im Jahr 2021 bereits für 44 Prozent der weltweiten Umsätze verantwortlich. In Deutschland wuchs der E-Commerce-Anteil am Umsatz im letzten Geschäftsjahr sogar auf rund 48 Prozent.

Geschäftslage der letzten Jahre bis heute

Trotz der hohen Bekanntheit unterliegt der Konzern denselben Problemen des gesamten Bekleidungseinzelhandels. Durch die Fokussierung auf den europäischen Raum wurde das Unternehmen besonders hart durch die Finanzkrise und die darauffolgende Konjunkturschwäche in Europa getroffen. Auch das mögliche Wachstum im deutschen Textilmarkt ist weitgehend ausgeschöpft. Der Konzerngewinn von ESPRIT erreichte im Juni 2008 seinen Höhepunkt und ist seitdem eingebrochen. Die Dividende sank bis auf umgerechnet rund 1 Euro-Cent je Aktie im Geschäftsjahr 2013/14 und wurde zuletzt ganz ausgesetzt. Anfang 2020 traf die Corona-Pandemie ESPRIT zusätzlich, sodass in Deutschland ein Schutzschirmverfahren beantragt werden musste. Das Unternehmen leitete mit einer konzernweiten Umstrukturierung Lohnkürzungen, Filialschließungen und Veränderungen der Produktion und der Logistik ein. Am 03. November 2020 stimmten die Gläubiger außerdem einem Schuldenerlass zu. Nachdem das Unternehmen jahrelang rote Zahlen schrieb, war es im Geschäftsjahr 2021 erstmals seit 2016/17 wieder profitabel. Nach einigen Umstrukturierungen plant ESPRIT nun ein „internationales Comeback“.

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