Statistiken zum Thema Luxusgüter

Eine präzise Definition von Luxusgütern ist nicht leicht zu geben. Luxusartikel gelten gemeinhin als teuer, sollten von bester Qualität sein und die Zugehörigkeit zu einer gewissen Schicht repräsentieren. In der Volkswirtschaftslehre werden Luxusgüter in der Regel als superiore Güter definiert, deren Nachfrage im Gegensatz zu notwendigen Gütern mit zunehmendem Einkommen überproportional steigt. Notwendige Bestandteile einer Luxusmarke aus Sicht des Marketing sind Exklusivität und Aura: Sie müssen dem Käufer oder der Käuferin ein Gefühl der Besonderheit vermitteln. Entscheidend ist hier die soziale Bezogenheit. Oft ist die Wirkung einer Luxusmarke auf andere mindestens genau so wichtig wie die Erfahrung des Produkts an sich.


Letztendlich stellen Luxusgüter kein distinktes Produkt-, sondern ein Preissegment dar. Dies erschwert die statistische Erfassung der Luxusgüterbranche, da zum Beispiel in den Außenhandelsstatistiken Handtaschen von Louis Vuitton ebenso wie No-Name-Produkte in einer Warenklasse aggregiert werden und Autohersteller wie die Daimler AG sowohl Fahrzeuge der Luxus- als auch der Mittelklasse fertigen.

Diese statistische Unbestimmtheit hat zur Folge, dass viele Firmen und Institutionen den Markt unterschiedlich abgrenzen und Zahlen sich widersprechen können. Die maßgebliche Studie zum Stand der Luxusgüterbranche weltweit ist der gemeinsam von der Unternehmensberatung Bain & Co. und dem italienischen Luxusgüterverband Altagamma herausgegebene Branchenbericht, der einen Schwerpunkt auf die Luxussegmente im Uhren & Schmuck-, Kosmetik-, sowie Bekleidungs- und Lederwarenbereich legt. Die Marktvolumina für Luxusautos oder Jachten werden zwar auch erfasst, werden aber nicht in die Schätzung zum Marktumfang für Luxusgüter weltweit eingerechnet. Diesen Umsatz mit Luxusgütern schätzt Bain auf rund 249 Milliarden Euro weltweit.

Der französische Luxusgütergigant LVMH (Louis Vuitton – Moet Hennessey), zu dem unter anderem auch Bulgari gehört, ist der mit Abstand größte genuine Luxusgüterkonzern der Welt. Danach folgen Richemont (u.a. A. Lange & Söhne, Montblanc und Cartier) und Kering (bis 2013: PPR; u.a. Gucci, Yves Saint Laurent und Brioni, aber auch Puma). Louis Vuitton, Hermès und Gucci gelten als wertvollste Luxusmarken der Welt.

Europa und die Amerikas sind weiterhin die wichtigsten Märkte, aber die Bedeutung der asiatischen Schwellenmärkte nimmt rasant zu. Schon heute stellen Chinesen die meisten Käufer von Luxuswaren und erwirtschaften die führenden Luxusgüterhersteller steigende Anteile ihres Umsatzes im Land der Mitte.

Euromonitor taxiert den Markt für Luxusgüter in Deutschland auf rund 12,2 Milliarden Euro (2017). Nach einer Statista-Umfrage aus dem Oktober 2016, nannten die Befragten dabei neben Urlauben und Reisen am häufigsten Luxusartikel der Kategorien Uhren, Schmuck, Kleidung, Accessoires und Kosmetik als zuletzt nachgefragte Luxusgüter. Die Erhebung kommt zu dem Ergebnis, dass auch vorranging in den genannten Kategorien nicht auf Luxusartikel verzichtet wird.

Mehr erfahren

Luxusgüter - Wichtige Statistiken

Das ganze Thema in einem Dokument

Luxusgüter
  • Redaktionell aufbereitet
  • Download als PPT/PDF
  • Sofortiger Zugriff
  • Nur 250 €

Weitere interessante Themen aus der Branche "Weltweit"

Sie haben noch Fragen?

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach. Wir helfen Ihnen gern!

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach. Wir helfen Ihnen gern!

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

Nutzen Sie gern unser Kontaktformular oder unsere FAQ.
Alternativ können Sie sich auch direkt an unseren Kundenservice wenden.