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Luxusgüter: Welche Produkte sind luxuriös?

Luxusgüter sind nicht trennscharf zu definieren. Luxusartikel gelten gemeinhin als teuer und qualitativ hochwertig. Darüber hinaus zeugt ihr Besitz von einem bestimmten gesellschaftlichen Stand. In der Volkswirtschaftslehre werden Luxusgüter in der Regel als superiore Güter definiert, deren Nachfrage im Gegensatz zu notwendigen Gütern mit zunehmendem Einkommen überproportional steigt. Notwendige Bestandteile von Luxusmarken aus Sicht des Marketing sind Exklusivität und Aura: Sie müssen der Käuferin oder dem Käufer ein Gefühl der Besonderheit vermitteln. Entscheidend ist hier die soziale Bezogenheit. Oft ist die Wirkung einer Luxusmarke auf andere mindestens genauso wichtig wie die Erfahrung des Produkts an sich.

Kein einheitliches Segment der Luxusgüter

Letztendlich stellen Luxusgüter kein distinktes Produkt-, sondern ein Preissegment dar. Dies erschwert die statistische Erfassung der Luxusgüterbranche, da zum Beispiel in den Außenhandelsstatistiken Handtaschen von Louis Vuitton ebenso wie No-Name-Produkte in einer Warenklasse aggregiert werden und Autohersteller wie die Daimler AG sowohl Fahrzeuge der Luxus- als auch der Mittelklasse fertigen.

Erfassung der Luxusbranche

Diese statistische Unbestimmtheit hat zur Folge, dass Unternehmen, Verbände und Institutionen den Markt unterschiedlich abgrenzen und Werte sich widersprechen können. Die maßgebliche Studie zum Stand der Luxusgüterbranche weltweit ist der gemeinsam von der Unternehmensberatung Bain & Co. und dem italienischen Luxusgüterverband Altagamma herausgegebene Branchenbericht, der einen Schwerpunkt auf die Luxussegmente Uhren und Schmuck, Kosmetik sowie Bekleidung und Lederwaren legt. Die Marktvolumina für Luxusgüter nach Produktgruppen erfassen zwar auch Luxusautos und Jachten, diese werden aber nicht in die Schätzung zum Marktumfang für private Luxusgüter weltweit eingerechnet. Für das Jahr 2021 wird ein Umsatz mit Luxusgütern weltweit von mehr als 270 Milliarden Euro prognostiziert.

Weltweite Marktführer im Luxusbereich

Der französische Luxusgütergigant LVMH (Louis Vuitton – Moet Hennessey), zu dem unter anderem auch Bulgari gehört, ist der mit Abstand größte genuine Luxusgüterkonzern der Welt. Danach folgen Kering (bis zum Jahr 2013: PPR; u.a. Gucci, Yves Saint Laurent und Brioni) und Richemont (u.a. A. Lange & Söhne, Montblanc und Cartier). Louis Vuitton, Chanel, Hermès und Gucci gelten als wertvollste Luxusmarken der Welt.

Die wichtigsten Märkte der Branche

Europa und die Amerikas gehören weiterhin zu den wichtigsten Märkten für Luxusgüter, aber die Bedeutung der asiatischen Schwellenmärkte nimmt rasant zu. Schon heute stellen Chinesen die meisten Käufer von Luxuswaren und die führenden Luxusgüterhersteller erwirtschaften erhebliche Umsatzanteile in Asien.

Prognose des Statista Consumer Market Outlook

Statista taxiert den Markt für Luxusgüter in Deutschland auf mehr als zwölf Milliarden Euro (2021). Nach einer Statista-Umfrage aus dem September 2019, nannten die Befragten dabei am häufigsten Versace als Luxusmarke aus dem Bereich Accessoires und Mode.

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