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Statistiken zu Fairtrade in der Schweiz

Fairtrade bezeichnet eine Handelspartnerschaft, die mit ihrem Gütesiegel gerechtere Handelsbedingungen wie faire Mindestlöhne für die Produzenten, sowie Sozial- und auch Umweltstandards bei der Herstellung der Produkte garantiert. Die Einhaltung der Fairtrade-Standards für nachhaltig angebaute und fair gehandelte Produkte wird durch ein internationales Kontrollsystem sichergestellt, welches in der Schweiz von der Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) vergeben wird. Anfangs waren es Weltläden, die für den Verkauf fair gehandelter Produkte sorgten; den ersten Weltladen der Schweiz gab es 1974. Inzwischen findet man Produkte aus fairem Handel aber auch im Naturkostfachhandel und in den meisten Supermärkten. Mehr als jede zweite in der Schweiz verkaufte Banane stammt bereits aus fairem Handel. Insgesamt sind in der Schweiz über 3.000 Produkte mit dem Fairtrade Max Havelaar-Label erhältlich.

Rekord bei Fairtrade-Produkten

Statistik: Umsatz mit Fairtrade-Produkten in der Schweiz | Statista Die Max Havelaar-Stiftung hat im Jahr 2021 trotz der anhaltenden Corona-Krise erneut einen Verkaufsrekord mit Fairtrade-Produkten in der Schweiz erzielt. Der Umsatz kletterte um 7,5 Prozent auf 925 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte das Wachstum noch rund 5 Prozent betragen. Gestiegen ist auch der Umsatzbetrag pro Kopf. Durchschnittlich gab jeder Konsument 107 Franken für fair gehandelte Produkte aus, im Vorjahr waren es 99 Franken gewesen. Die wichtigste Warengruppe sind Kakaoprodukte und Schokolade sowie frische Früchte, die jeweils mit 21,9 Prozent die größten Anteile am Fairtrade-Umsatz ausmachen. 20,5 Prozent des Umsatzes gehen auf Getränke zurück.

Die Pandemie hat das Einkaufsverhalten der Konsumenten verändert

Statistik: Fairtrade-Produkte mit Umsatzwachstum in der Schweiz während der Corona-Krise | Statista Seit der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Snacks gestiegen. Trockenfrüchte und Nüsse sowie Produkte für Vorräte wie Brotaufstriche, Reis und Quinoa, aber auch Genussprodukte wie Biskuits verzeichneten Zuwächse. Die Krise hat einerseits den Wunsch nach Nachhaltigkeit noch einmal gestärkt, wodurch die Nachfrage nach Produkten mit Fairtrade-Gütesiegel einen weiteren Schub erhielt. Andererseits haben die Blumen- und Pflanzenverkäufe wegen der Schließung der Blumenläden während der Lockdowns gelitten. Der Umsatz mit entsprechend gekennzeichneten Blumen und Pflanzen erholte sich jedoch bereits wieder.

Die Schweizer sind Weltmeister beim Kauf von Fairtrade-Produkten

Absoluter Spitzenreiter, was die Pro-Kopf-Ausgaben für Fairtrade-Produkte in den einzelnen Ländern betrifft, ist die Schweiz. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Fairtrade-Umsatz 2021 bei rund 2,1 Milliarden Euro (dies entspricht gerade einmal knapp 40 Euro pro Person), in Österreich bei circa 485 Millionen Euro (auchrund 40 Euro pro Person).
Insgesamt ist der Fair-Trade-Anteil am Handel jedoch nach wie vor sehr gering. Der Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel sorgt dafür, dass nachhaltige Produkte es es nicht leicht haben.

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