Spar Österreich

Spar Österreich ist ein Verbund rechtlich selbständiger Kaufleute zu einer Handelskette, der neben der REWE-Gruppe zu den führenden Unternehmen im österreichischen Einzelhandel gehört. Das zugrunde liegende Konzept stammt aus den Niederlanden, wurde aber schnell weltweit adaptiert. Der Name war ursprünglich nicht als Hinweis auf günstige Preise gedacht, sondern als Akronym des niederländischen Ausspruchs „Door Eendrachtig Samenwerken Profiteren Allen Regelmatig“ („Von einträchtiger Zusammenarbeit profitieren alle gleichermaßen“, De Spar). Nachdem die deutschen Spar-Märkte in Edeka-Filialen umgewandelt wurden, ist Spar Österreich heute die größte Spar-Gesellschaft der Welt.


Der gesamte Verkaufsumsatz der insgesamt 3.207 Standorte belief sich 2019 auf über 15,7 Milliarden Euro (Plus 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr), wovon das Kerngeschäft, der Lebensmitteleinzelhandel in Österreich, etwa 7,2 Milliarden Euro ausmachte. Der Rest entfiel auf die Auslandsgesellschaft Austria Spar International (ASPIAG) sowie die Tochterunternehmen Hervis (Sportfachhandel) und SES (Shopping-Center-Betreiber).

Im Lebensmittelhandel in Österreich ist Spar nach Umsatz und Filialzahl die Nummer zwei nach der Rewe Group (Billa, Bipa und Penny). Der Marktanteil von Spar wird auf über 30 Prozent geschätzt. Seit dem Jahr 2009 ist der Umsatz von Spar im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel um insgesamt rund 46 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro gewachsen. Im gleichen Zeitraum stieg die Verkaufsfläche um etwa 17 Prozent, so dass sich die Flächenproduktivität des Unternehmens kontinuierlich verbessert hat.

Die Auslandsgesellschaft ASPIAG ist in den benachbarten Ländern Italien, Ungarn, Slowenien und Kroatien aktiv und setzte im Jahr 2019 knapp 6 Milliarden Euro um. Dies bedeutet ein Umsatzwachstum von 5,2 Prozent zum Vorjahr. Die Filialzahl ist gerade seit dem Verkauf der 50 Spar- und Interspar-Standorte in Tschechien an die niederländische Ahold-Gruppe im Jahr 2014 konstant gewachsen, ebenso wie die Verkaufsfläche.

Der zur Spar-Gruppe gehörende Sportartikelhändler Hervis konnte seine Umsätze im Jahr 2019 um 2,8 Prozent auf rund 510 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig erhöhte sich die Filialzahl um 12 auf 237, davon befinden sich 106 Geschäfte in Österreich. Gegenüber den Vorjahren bedeutet das eine klare Verbesserung. Hatte die größte österreichische Sportfachhandelskette Hervis bislang noch, wie die gesamte Branche, in besonderem Maße unter dem Vormarsch des E-Commerce zu kämpfen, hat sich das Unternehmen mittlerweile erholt. Der Online-Shop hervis.at ist sogar, hinter Amazon und bergzeit.at, auf Rang 3 im Ranking der umsatzstärksten Online-Shops im Sport- und Outdoor-Segment in Österreich.

An 29 Standorten in Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn, Tschechien und Kroatien gibt es bereits Einkaufszentren der Marke SES Spar European Shopping Centers mit einer verpachteten Gesamtfläche von 790.000 Quadratmetern. SES Spar European Shopping Centers ist eine eigenständige Konzerngesellschaft innerhalb der SPAR-Österreich-Gruppe. Im Jahr 2019 setzte das Unternehmen europaweit rund 2,83 Milliarden Euro um.

Die Spar Österreich-Gruppe beschäftigt derzeit in acht Ländern 85.006 Mitarbeiter und bildet 3.200 Lehrlinge aus. Im Gesamtkonzern kamen im Jahr 2019 allein 2.200 Jobs dazu, davon rund 1.000 in Österreich. Hier beschäftigt Spar über 45.7000 Mitarbeiter und ist damit laut eigenen Angaben der größte private österreichische Arbeitgeber.

Interessante Statistiken

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