Spar Österreich

Spar Österreich ist ein Verbund rechtlich selbständiger Kaufleute zu einer Handelskette, der zu den führenden Unternehmen im österreichischen Einzelhandel gehört. Das zugrunde liegende Konzept stammt aus den Niederlanden da und wurde schnell weltweit adaptiert. Der Name war ursprünglich nicht etwas als Hinweis auf günstige Preise gedacht, sondern als Akronym des niederländischen Ausspruchs „Door Eendrachtig Samenwerken Profiteren Allen Regelmatig“ („Von einträchtiger Zusammenarbeit profitieren alle gleichermaßen“, De Spar). Nachdem die deutsche Spar in der Edeka-Gruppe aufgegangen ist, ist Spar Österreich heute die größte Spar-Gesellschaft der Welt.


Der gesamte Gruppenumsatz beläuft sich auf knapp dreizehn Milliarden Euro, wovon das Kerngeschäft des Lebensmitteleinzelhandels in Österreich etwas weniger als die Hälfte ausmacht. Der Rest entfällt auf die Auslandsgesellschaft Austria Spar International (ASPIAG) sowie die Tochterunternehmen Hervis (Sportfachhandel) und SES (Shopping-Center-Betreiber).

Im Lebensmittelhandel in Österreich ist Spar nach Umsatz und Filialzahl die Nummer zwei nach der Rewe Group (Billa, Bipa und Penny). Der Marktanteil von Spar wird auf fast 30 Prozent geschätzt. Der Umsatz von Spar im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel ist in den letzten Jahren moderat gewachsen – um insgesamt rund 17,6 Prozent seit dem Jahr 2009. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Filialen um rund 7,6 und die gesamte Verkaufsfläche um etwa dreizehn Prozent, so dass sich die Flächenproduktivität des Unternehmens leicht verbessert hat.

Die Auslandsgesellschaft ASPIAG ist in den benachbarten Ländern Italien, Slowenien, Kroatien und Tschechien aktiv und setzte 2013 knapp fünf Milliarden Euro um. Die Filialzahl ist seit 2006 durch einige Bereinigungen etwas gesunken, die Verkaufsfläche aber weiter gestiegen.

Die Sportfachhandelskette Hervis hat wie die gesamte Branche in besonderem Maße unter dem Vormarsch des E-Commerce zu kämpfen. Während das Unternehmen in den letzten Jahren weiter neue Geschäfte eröffnet hat, sind die Umsätze tendenziell rückläufig.

Der Shopping-Center-Betreiber SES kann dagegen vom Bedeutungsgewinn von Einkaufszentren auf Kosten von Kauf- und Warenhäusern profitieren und seit 2009 europaweit vier neue Standorte eröffnen und verfügt nun in Österreich, Italien, Ungarn und Tschechien über eine gesamte Mietfläche von über 700.000 Quadratmetern.



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