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Statistiken zu Inflation und Preisentwicklung in Österreich

Der Begriff Inflation bezeichnet die ansteigende Entwicklung der Preise. Bei fallenden Preisen spricht man dagegen von Deflation. In Österreich wird die Inflationsrate über den Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen. Der Index misst die Preisentwicklung der für die privaten Haushalte bedeutsamen Waren und Dienstleistungen anhand des sogenannten Warenkorbs. Dem sich im Zeitablauf verändernden Konsumverhalten der Haushalte wird durch eine jährliche Anpassung und Neugewichtung des Warenkorbs Rechnung getragen. Die wichtigsten Posten im Warenkorb sind mit Stand 2020 Wohnen und Energie mit 19,3 Prozent, Verkehr mit 13,1 Prozent sowie Restaurants und Hotels mit 12,3 Prozent. Preisveränderungen in diesen Kategorien haben daher tendenziell einen großen Einfluss auf die Inflationsrate.

Im Jahr 2019 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich um 1,5 Prozent und damit schwächer als 2018 mit 2 Prozent. Für 2020 sagen Prognosen eine Inflationsrate zwischen 1,2 und 1,5 Prozent voraus. Generell kann die von den Verbrauchern gefühlte Preisentwicklung z.T. deutlich von den offiziellen amtlichen Zahlen abweichen; in der Regel wird dabei eine stärkere Teuerung empfunden.

Zu dieser Einschätzung tragen sicherlich die recht hohen Lebenshaltungskosten bei, die insbesondere im internationalen Vergleich hervorstechen. So lag das Preisniveau in Österreich 2019 rund 14,2 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei im Bildungswesen mit einem Aufschlag von 68 Prozent, gefolgt von Gesundheitspflege mit 27,2 Prozent sowie Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit 24,6 Prozent. Billiger als im EU-Durchschnitt waren hingegen die Nachrichtenübermittlung mit -16,6 Prozent sowie Alkohol, Tabakwaren und Drogen mit -6,5 Prozent.

Neben den Verbraucherpreisen werden in Österreich noch weitere Preisindizes erhoben, deren Entwicklung meist die der Verbraucherpreise vorwegnimmt: Der Erzeugerpreisindex misst die Preisentwicklung von verkauften Produkten ab Hersteller. Er stieg 2019 nur minimal um 0,1 Prozent. Die Importpreise fielen sogar um -0,3 Prozent - der Importpreisindex misst den Preis, zu dem die eingeführten Güter an der Einfuhrgrenze nachgewiesen werden. Im Einzelhandel stiegen die Preise um 1,1 Prozent und damit schwächer als die Verbraucherpreise insgesamt; im Großhandel stagnierten sie mit 0 Prozent.

Interessante Statistiken

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Inflation und Preisentwicklung in Österreich

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