Statistiken zu Inflation und Preisentwicklung in Österreich

Der Begriff Inflation bezeichnet die ansteigende Entwicklung der Preise. Bei fallenden Preisen spricht man dagegen von Deflation. In Österreich wird die Inflationsrate über den Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen. Der Index misst die Preisentwicklung der für die privaten Haushalte bedeutsamen Waren und Dienstleistungen anhand des sogenannten Warenkorbs. Dem sich im Zeitablauf verändernden Konsumverhalten der Haushalte wird durch eine jährliche Anpassung und Neugewichtung des Warenkorbs Rechnung getragen. Die wichtigsten Posten im Warenkorb sind mit Stand 2017 Wohnen und Energie mit 20 Prozent, Verkehr mit 12,9 Prozent sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit 11,5 Prozent. Preisveränderungen in diesen Kategorien haben daher tendenziell einen großen Einfluss auf die Inflationsrate.


Im Jahr 2016 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich wie schon 2015 um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit recht gering. Für 2017 sagen Prognosen zur Jahresmitte eine merklich höhere Inflationsrate von circa 2 Prozent voraus. Generell kann die von den Verbrauchern gefühlte Preisentwicklung z.T. deutlich von den offiziellen amtlichen Zahlen abweichen; in der Regel wird dabei eine stärkere Teuerung empfunden.

Zu dieser Einschätzung tragen sicherlich die trotz relativ geringer Preissteigerungen in den letzten Jahren nach wie vor sehr hohen Lebenshaltungskosten bei, die insbesondere im internationalen Vergleich hervorstechen. So lag das Preisniveau in Österreich 2016 rund 10,8 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei in den Bereichen Bildung (59,5 Prozent teurer), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (23,3 Prozent) sowie Gesundheitspflege (20,9 Prozent). Billiger als im EU-Durchschnitt waren hingegen die Nachrichtenübermittlung (-9,7 Prozent), Alkohol und Tabakwaren (-9 Prozent) sowie das Wohnen (-2 Prozent).

Neben den Verbraucherpreisen werden in Österreich noch weitere Preisindizes erhoben, deren Entwicklung meist die der Verbraucherpreise vorwegnimmt. Der Erzeugerpreisindex misst die Preisentwicklung von verkauften Produkten ab Hersteller. Er sank 2016 um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ebenso stark war der Rückgang bei den Importpreisen. Der Importpreisindex misst den Preis, zu dem die eingeführten Güter an der Einfuhrgrenze nachgewiesen werden. Beide Indizes fielen damit im vierten Jahr in Folge. Im Einzelhandel stiegen die Preise um 0,3 Prozent und damit schwächer als die Verbraucherpreise insgesamt; im Großhandel fielen sie sogar um 2,3 Prozent - auch hier ein Rückgang im vierten Jahr hintereinander.

Mehr erfahren

Inflation und Preisentwicklung in Österreich - Wichtige Statistiken

Das ganze Thema in einem Dokument

Inflation und Preisentwicklung in Österreich
  • Redaktionell aufbereitet
  • Download als PPT/PDF
  • Sofortiger Zugriff
  • Nur 250 €

Das ganze Thema in einem Dokument

Inflation und Preisentwicklung in Österreich
  • Redaktionell aufbereitet
  • Download als PPT/PDF
  • Sofortiger Zugriff
  • Nur 250 €

Empfehlungen der Redaktion

Weitere interessante Themen aus der Branche "Konjunktur & Wirtschaft"

Weitere interessante Themen aus der Branche "Konjunktur & Wirtschaft"

Über Statista

Erfahren Sie, wie Statista Ihrem Unternehmen helfen kann.

Webinar vereinbaren

Sie haben noch Fragen?

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach. Wir helfen Ihnen gern!

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach. Wir helfen Ihnen gern!

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

Nutzen Sie gern unser Kontaktformular oder unsere FAQ.
Alternativ können Sie sich auch direkt an unseren Kundenservice wenden.