Statistiken zu Inflation und Preisentwicklung in Österreich

Der Begriff Inflation bezeichnet die ansteigende Entwicklung der Preise. Bei fallenden Preisen spricht man dagegen von Deflation. In Österreich wird die Inflationsrate über den Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen. Der Index misst die Preisentwicklung der für die privaten Haushalte bedeutsamen Waren und Dienstleistungen anhand des sogenannten Warenkorbs. Dem sich im Zeitablauf verändernden Konsumverhalten der Haushalte wird durch eine jährliche Anpassung und Neugewichtung des Warenkorbs Rechnung getragen. Die wichtigsten Posten im nationalen Warenkorb sind mit Stand 2022 Wohnen und Energie mit 18,9 Prozent, Verkehr mit 13,7 Prozent sowie Restaurants und Hotels mit 12,7 Prozent. Preisveränderungen in diesen Kategorien haben daher tendenziell einen großen Einfluss auf die Inflationsrate.

Inflationsrate

Statistik: Inflationsrate in Österreich nach Monaten | Statista Im Jahr 2021 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich vor dem Hintergrund von Corona-bedingten Nachholeffekten und Lieferkettenproblemen um 2,8 Prozent und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr. Für 2022 sagen Prognosen vor allem aufgrund des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Preiszuwächse für Energie und Nahrungsmittel eine massiv höhere Inflationsrate zwischen 5,5 und 6,5 Prozent voraus (Stand April). Generell kann die von den Verbrauchern gefühlte Preisentwicklung noch deutlich von den offiziellen amtlichen Zahlen abweichen; in der Regel wird dabei eine stärkere Teuerung empfunden.

Preisniveau

Zu dieser Einschätzung tragen sicherlich die recht hohen Lebenshaltungskosten bei, die insbesondere im internationalen Vergleich hervorstechen. So lag das Preisniveau in Österreich 2020 immerhin 20 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei im Bildungswesen mit einem Aufschlag von 74 Prozent, gefolgt von Gesundheitspflege mit 32,6 Prozent sowie Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit 24,9 Prozent. Billiger als im EU-Durchschnitt waren hingegen nur Alkohol, Tabakwaren und Drogen mit -2,5 Prozent. Laut einer im Mai 2022 erhobenen Umfrage stellen die hohen Preise insbesondere für Energie und Lebensmittel für 70 Prozent der Österreicher ein finanzielles Problem dar.

Weitere Preisindizes

Neben den Verbraucherpreisen werden in Österreich noch weitere Preisindizes erhoben, deren Entwicklung meist die der Verbraucherpreise vorwegnimmt: Der Erzeugerpreisindex der Industrie misst die Preisentwicklung von verkauften Produkten ab Hersteller. Er stieg 2021 um 7,9 Prozent. Die Importpreise kletterten aufgrund der Energieeinfuhren noch deutlicher um 9,6 Prozent - der Importpreisindex misst den Preis, zu dem die eingeführten Güter an der Einfuhrgrenze nachgewiesen werden. Im Großhandel schließlich betrug der Preiszuwachs sogar 10,4 Prozent. Schwächer als die allgemeine Inflationsrate entwickelten sich allein die Einzelhandelspreise mit 2,1 Prozent.

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