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Aktuelle Zahlen zum Impfgeschehen gegen COVID-19 in Deutschland und weltweit

Seit über einem Jahr läuft inzwischen die größte Impfkampagne der Welt. Bis zum 11. September 2022 haben in Deutschland rund 63,4 Millionen Menschen und damit 76,3 Prozent der Gesamtbevölkerung eine vollständige Impfung gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 erhalten. Bei der ersten Auffrischungsimpfung liegt die Impfquote derzeit bei rund 60 Prozent. Besonders vulnerablen Gruppen empfiehlt die Ständige Impfkommission inzwischen eine zweite Boosterimpfung. Bisher ließen sich etwa 8,7 Prozent der Gesamtbevölkerung ein viertes Mal impfen. Grundsätzlich geht das RKI von einer Untererfassung der Impfzahlen aus. Der tatsächliche Anteil der geimpften Bevölkerung dürfte also leicht über den offiziell gemeldeten Zahlen liegen. Nachdem die Impfkampagne im Spätsommer 2021 deutlich an Fahrt verloren hatte, stieg die Anzahl der täglichen Impfungen zum Jahreswechsel wieder stark an. Der Tag mit den meisten gemeldeten Impfungen war der 15. Dezember 2021, an dem über 1,6 Millionen Menschen eine Impfstoffdosis verabreicht wurde. Im Zuge dieser hohen Impfrate gab die Bundesregierung das Ziel einer Impfquote von 80 Prozent bis Ende Januar 2022 aus. Zu diesem Zeitpunkt hatten allerdings nur rund 77 Prozent der Bevölkerung ihre Erstimpfung und 74 Prozent der Bevölkerung ihre Zweitimpfung erhalten.
Insgesamt wurden bis zum Ende der 36. Kalenderwoche 2022 circa 209 Millionen Impfstoffdosen an die Bundesländer geliefert und zu einem Anteil von etwa 88 Prozent bereits eingesetzt. Die Impfquoten unterscheiden sich nach wie vor deutlich je nach Altersgruppe sowie zwischen den Bundesländern. Entdecke unseren Statista COVID-19 Tracker:

Weltweites Impfgeschehen

Weltweit wurden seit Beginn der internationalen Impfkampagne bereits mehr als 12 Milliarden Impfungen verabreicht. Der größte Anteil dieser Immunisierungen entfällt dabei auf China, die USA, Indien und die EU. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gab es die weltweit meisten Impfungen zuletzt in Chile und Portugal. Das fortschreitende Impfgeschehen stellt einen vielversprechenden Weg dar, die Verbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Zudem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen milden Krankheitsverlauf bei erkrankten Personen, was zur Entlastung des Gesundheitssystems beiträgt. Impfungen begünstigen das Ende einer Pandemielage und damit einhergehenden Maßnahmen, wie Kontaktbeschränkungen oder Ladenschließungen. Im Hinblick auf durch Mutationen auftretende neue Virusvarianten muss allerdings von einem womöglich schwächeren Impfschutz der bisherigen Vakzine ausgegangen werden.


Das Rennen um die Impfstoffentwicklung

Mit dem Beginn der Coronapandemie setzte schnell ein Wettrennen zahlreicher Pharmaunternehmen weltweit ein, die an Wirkstoffen gegen das Virus forschen. Die Entwicklung von Impfstoffen wurde dabei in Rekordzeit und mit immenser finanzieller Unterstützung, beispielsweise durch die EU, betrieben. Während die WHO weltweit mindestens 1.400 solcher Forschungsprojekte verzeichnet, sind in der Europäischen Union und damit auch in Deutschland bislang die Vakzine von fünf Herstellern zugelassen: Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens BioNTech in Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Pfizer, das Vakzin der US-amerikanischen Firma Moderna, der inzwischen in Deutschland nicht mehr eingesetzte Wirkstoff von AstraZeneca sowie der Impfstoff von Johnson & Johnson. Neu hinzu kam im Jahr 2022 die EU-weite Zulassung eines Impfstoffs des US-amerikanischen Pharmaunternehmens Novavax. Über 366 Millionen Stück verschiedener Impfstoffe sind Deutschland insgesamt zugesagt worden - der größte Anteil davon wird von der Europäischen Union erworben und auf die Mitgliedstaaten verteilt, der Rest von den jeweiligen Herstellern direkt an Deutschland geliefert. Im Jahr 2022 erwartet die Bundesrepublik die Lieferung von insgesamt über 200 Millionen Impfstoffdosen.
Die Impfstoffentwicklung geht weiter: Seit dem Jahreswechsel ist die Omikron-Mutation des Coronavirus die vorherrschende Variante in Deutschland. Um ihr noch besser begegnen zu können, ist eine Anpassung der bereits zugelassenen Impfstoffe notwendig. Derzeit testen sowohl BioNTech und Pfizer, als auch Moderna die Wirksamkeit ihrer modifizierten Vakzine in einer klinischen Studie. Mit einer Zulassung der Impfstoffe wird im Herbst 2022 gerechnet.


Meinungsumfragen zu Impfbereitschaft oder Impfpflicht

Wenngleich sie durch ihren milliardenfachen Einsatz seit nunmehr über einem Jahr auch auf seltenste Nebenwirkungen hin kontrolliert werden können, besteht gegenüber den Impfstoffen gegen das Coronavirus in Teilen der Bevölkerung nach wie vor eine gewisse Skepsis. Dennoch ist die Impfbereitschaft ist in den letzten Monaten deutlich angestiegen. Da die Gruppe der Ungeimpften bei fortlaufender Impfkampagne zunehmend kleiner wird, reduziert sie sich zunehmend auf diejenigen, die eine Impfung kategorisch ablehnen. Sicherheitsbedenken bei den Impfstoffen sind dabei der am häufigsten genannte Grund, weshalb sich Befragte noch nicht haben impfen lassen. Inzwischen stößt auch eine Impfpflicht für Personen ab 18 Jahren auf eine breite gesellschaftliche Zustimmung, mit Ausnahme von Befragten, die als Parteipräferenz die AfD angeben. Dennoch fand selbst der aus einem Kompromiss hervorgegangene Gesetzesvorschlag für eine Impfpflicht ab 60 Jahren am 7. April 2022 nicht die erforderliche Mehrheit im Bundestag. In der Bevölkerung sind die Zustimmungswerte für eine Impfpflicht im Gesundheitsbereich noch höher. Im Dezember 2021 wurde ein entsprechendes Gesetz mit breiter Mehrheit im Bundestag beschlossen. Ab dem 15. März 2022 gilt die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitsbereich.


Immunisierungen als Gesundheitsvorsorge

Grundsätzlich basieren Impfungen auf dem Prinzip, dass sie im menschlichen Körper die Produktion von Antikörpern gegen einen Krankheitserreger auslösen, sodass dessen Immunsystem den Erreger im Falle einer Ansteckung bekämpfen kann und es nicht zum Ausbruch der Krankheit kommt. Zu diesem Zweck werden beispielsweise deaktivierte Viren gespritzt, die keine Krankheit mehr auslösen können, aber den Körper auf eine tatsächliche Infektion vorbereiten. In den mRNA-Impfstoffen gegen das Coronavirus kommt hingegen Boten-RNA zum Einsatz, die als Überbringer des Bauplanes für Corona-ähnliche Proteine eine Immunantwort gegen SARS-CoV-2 auslöst und dabei - entgegen mancher Falschmeldungen - nicht in das menschliche Erbgut eingreifen kann. In der Vergangenheit konnten durch Impfstoffe tödliche Krankheiten wie etwa Diphterie fast vollständig ausradiert werden. Dass Impfungen wirksam gegen Krankheiten schützen halten dabei 87 Prozent der deutschen Bevölkerung für definitiv oder wahrscheinlich richtig. Jährliche Grippeimpfungen sind fester Teil der Gesundheitsvorsorge in Deutschland und werden vor allem immunschwachen und älteren Personen empfohlen. Während in Deutschland mehr als 90 Prozent der Schulanfänger gegen Krankheiten wie Diphterie, Tetanus oder Masern geimpft sind, ist es außerdem nach Finnland das EU-Land mit dem höchsten Anteil an Personen, die in den letzten fünf Jahren eine Immunisierung erhalten haben. Weltweit führend in der Herstellung von Impfstoffen ist dabei das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline mit einem prognostizierten Umsatz von über 10 Milliarden US-Dollar in diesem Segment im Jahr 2024.

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