Statistiken zum Textil- und Bekleidungseinzelhandel in der Schweiz

Der in der Schweiz erzielte Umsatz mit Bekleidung und Schuhen ist seit Jahren rückläufig: Im Jahr 2020 lag dieser bei rund 6,9 Milliarden Schweizer Franken, was einem Umsatzrückgang von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die sinkenden Umsätze der vergangenen Jahre zeigen sich auch deutlich in der Umsatzentwicklung des Detailhandels im Segment Bekleidung und Schuhe. Den letzten Umsatzanstieg (vor der Corona-Pandemie) in diesem Segment konnte der Detailhandel zuletzt im Jahr 2010 verbuchen. Seitdem kommt es zu jährlichem Umsatzverlusten von 1,1 bis 6,3 Prozent. Für das Jahr 2021 konnte bereits wieder eine Steigerung von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr beobachtet werden. Das Jahr 2020 stellt aufgrund der Pandemie in jeder Hinsicht eine Ausnahmesituation dar, bei der auch der Bekleidungseinzelhandel durch allgemeine Verunsicherungen und damit einhergehenden sinkenden Ausgaben sowie Ladenschließungen stark betroffen war.

Die Entwicklung im Online-Handel

Die sinkenden Umsätze im stationären Detailhandel bei gleichbleibenden Konsumausgaben sind zu großen Teilen auf die zunehmende Konkurrenz des Online-Handels zurückzuführen, der dem stationären Detailhandel für Bekleidung und Schuhe seit Jahren Marktanteile abnimmt. Lag der Online-Anteil am Umsatz mit Bekleidung und Schuhen im Jahr 2014 noch bei 10 Prozent, so waren es im Jahr 2021 bereits 29 Prozent; mit steigender Tendenz. Der große Anstieg von 9 Prozent innerhalb des Jahres 2020 kann allerdings zu Teilen mit der Corona-Pandemie erklärt werden und kann sich im laufenden Jahr wieder rückläufig entwickeln. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2020 kauft eine kleine Mehrheit der Schweizer Konsumenten Bekleidung immer noch mehrheitlich oder sogar ausschließlich stationär, demgegenüber geben weitere 22,7 Prozent der befragten Konsumenten an, diese komplett oder mehrheitlich online einzukaufen.
Die Profiteure dieses Trends sind die Bekleidungsunternehmen, die ihre Ware online anbieten. Der mit großem Abstand umsatzstärkste Online-Shop in der Schweiz ist Zalando. 2018 erwirtschaftete der Online-Händler mit seinem Schweizer Shop 662,5 Millionen Schweizer Franken. Weit abgehängt folgen die Online-Shops eboutic.ch (46,5 Millionen Schweizer Franken) und bonprix.ch (41,1 Millionen Schweizer Franken).

Ein- und Ausfuhren

Die Schweiz steigerte den Import von Textilien, Bekleidung und Schuhen in den vergangenen Jahren deutlich. Der gesamte Import belief sich im Jahr 2020 auf einen Wert von rund 12,35 Milliarden Schweizer Franken und bestand zum großen Teil aus technischen Textilien. Daraus werden beispielsweise Schutzanzüge oder Zelte produziert. Im Jahr 2020 kamen Textilien im Wert von rund 971 Millionen Schweizer Franken aus China, bei den Importen von Bekleidung lag der Importwert aus China sogar bei 2,47 Milliarden Schweizer Franken.
Der wertmäßige Export von Textilien, Bekleidung und Schuhen aus der Schweiz war nach einem steilen Anstieg von 2015 bis 2019 im Jahr 2020 leicht rückläufig. Die beiden wichtigsten Abnehmerländer sind die beiden Nachbarstaaten Italien und Deutschland, China befindet sich aktuell auf dem dritten Platz. Die Warengruppe, die am meisten aus der Eidgenossenschaft exportiert wird, war im Jahr 2020 gewobene Oberkleidung im Gesamtwert von rund 327 Millionen Schweizer Franken.

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