Statistiken zum privaten Konsum in der Schweiz

Veröffentlicht von Martin Mohr, 18.04.2019
Der private Konsum ist mit 52,9 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt (2018) eine der wichtigsten Stützen der Schweizer Volkswirtschaft. Im Jahr 2018 betrugen die Konsumausgaben der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck in der Schweiz insgesamt rund 365 Milliarden Schweizer Franken. Dies waren preisbereinigt (real) 1 Prozent mehr als im Vorjahr; 2017 hatte das Wachstum noch 1,2 Prozent betragen. Die größten Ausgabenposten waren 2016 - Konsumdaten nach Bereichen liegen erst mit einiger Verzögerung zu den Gesamtzahlen vor - das Wohnen inkl. Energie (85,2 Milliarden Schweizer Franken), die Gesundheitspflege (56,2 Milliarden Schweizer Franken) sowie Lebensmittel und alkoholfreie Getränke (31,1 Milliarden Schweizer Franken). Diese drei Gruppen machten zusammen circa die Hälfte des privaten Konsums aus.

Mit verschiedenen Indikatoren wird versucht, die Konsumentwicklung im Voraus abzuschätzen. So wird etwa in jedem Quartal eine Erhebung zur Konsumentenstimmung durchgeführt. In diesem Rahmen wird auch nach der Anschaffungsneigung der Haushalte für größere Konsumgüter gefragt. Aufschlussreich ist zudem die monatliche Umsatzveränderung im Detailhandel.

Ein wichtiger Maßstab für die Finanzlage der Privathaushalte ist die Kaufkraft. Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Insgesamt verfügten die Schweizer Haushalte im Jahr 2018 über eine Kaufkraftsumme von 340,6 Milliarden Euro. Jedem Schweizer standen damit durchschnittlich rund 40.460 Euro zur Verfügung; dies ist fast doppelt so viel wie in den Nachbarländern Deutschland und Österreich. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen: Die kaufkraftstärksten Einwohner haben Zug (60.000 Euro), Schwyz (55.410 Euro) und Nidwalden (51.450 Euro).

Einen Einfluss auf das Konsumverhalten haben schließlich auch noch die Konsumentenpreise. Ihre Veränderung wird anhand eines Warenkorbs errechnet, der eine wirklichkeitsnahe Auswahl der von den privaten Haushalten konsumierten Waren und Dienstleistungen enthält. Auch hier haben die Bereiche Wohnen und Energie, Gesundheit sowie Verkehr das größte Gewicht. Daraus leitet sich die Inflationsrate ab. Im Jahr 2018 stiegen die Konsumentenpreise um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit stärker als 2017 mit 0,5 Prozent. Allerdings kann die von den Konsumenten gefühlte Teuerung erheblich von den offiziellen Zahlen abweichen und ebenfalls das Kaufverhalten beeinflussen. Im internationalen Vergleich sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sehr hoch: Das Preisniveau lag 2017 um 65,6 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei in den Bereichen Bildung (126,6 Prozent teurer), Gesundheitspflege (103,7 Prozent) und Wohnung / Energie (81,7 Prozent); noch am geringsten bei Verkehr (19,4 Prozent), Nachrichtenübermittlung (22,9 Prozent) und Alkohol / Tabak (25 Prozent).

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