Statistiken zum privaten Konsum in der Schweiz

Der private Konsum ist mit 51 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt (2020) eine der wichtigsten Stützen der Schweizer Volkswirtschaft. Im Jahr 2020 betrugen die Konsumausgaben der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck in der Schweiz insgesamt rund 358,31 Milliarden Schweizer Franken. Dies waren preisbereinigt (real) 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr; 2019 wurde hingegen ein Wachstum noch 1,4 Prozent verzeichnet. Die größten Ausgabenposten waren 2018 - Konsumdaten nach Bereichen liegen erst mit einiger Verzögerung zu den Gesamtzahlen vor - das Wohnen inkl. Energie (90 Milliarden Schweizer Franken), die Gesundheitspflege (58,5 Milliarden Schweizer Franken) sowie Verkehr (34 Milliarden Schweizer Franken). Diese drei Gruppen machten zusammen circa die Hälfte des privaten Konsums aus.

Konsumindikatoren

Mit verschiedenen Indikatoren wird versucht, die Konsumentwicklung im Voraus abzuschätzen. So wird etwa in jedem Quartal eine Erhebung zur Konsumentenstimmung durchgeführt. In diesem Rahmen wird auch nach der Anschaffungsneigung der Haushalte für größere Konsumgüter gefragt. Aufschlussreich ist zudem die monatliche Umsatzveränderung im Detailhandel.

Schweizer haben mehr Kaufkraft als ihre Nachbarn

Ein wichtiger Maßstab für die Finanzlage der Privathaushalte ist die Kaufkraft. Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Insgesamt verfügten die Schweizer Haushalte im Jahr 2020 über eine Kaufkraftsumme von 358,9 Milliarden Euro. Jedem Schweizer standen damit durchschnittlich rund 42.000 Euro zur Verfügung; dies ist fast doppelt so viel wie in den Nachbarländern Deutschland und Österreich. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen: Dieim Durchschnitt kaufkraftstärksten Einwohner haben Zug (60.334 Euro), Schwyz (55.719 Euro) und Nidwalden (47.997 Euro).

Geringeres Preisniveau wegen Corona-Krise

Einen Einfluss auf das Konsumverhalten haben schließlich auch noch die Konsumentenpreise. Ihre Veränderung wird anhand eines Warenkorbs errechnet, der eine wirklichkeitsnahe Auswahl der von den privaten Haushalten konsumierten Waren und Dienstleistungen enthält. Hier haben die Bereiche Wohnen und Energie, Gesundheitspflege sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke das größte Gewicht. Daraus leitet sich die Inflationsrate ab. Im Jahr 2020 verringerten sich die Konsumentenpreise um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was sich auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückführen lässt. Die von den Konsumenten gefühlte Teuerung weicht teilweise erheblich von den offiziellen Zahlen ab und beeinflusst ebenfalls das Kaufverhalten. Im internationalen Vergleich sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sehr hoch: Das Preisniveau lag 2019 um 70,3 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei in den Bereichen Bildung (122 Prozent teurer), Gesundheitspflege (112,5 Prozent) und Wohnung / Energie (77,3 Prozent); am geringsten hingegen bei Verkehr (19,6 Prozent), Alkoholischen Getränken, Tabakwaren und Drogen (22,4 Prozent) sowie Nachrichtenübermittlung (24,2 Prozent).

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Privater Konsum in der Schweiz" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Private Konsumausgaben

Konsumindikatoren

Kaufkraft

Konsumentenpreise

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Privater Konsum in der Schweiz".

Privater Konsum in der Schweiz

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Statistiken zum privaten Konsum in der Schweiz

Der private Konsum ist mit 51 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt (2020) eine der wichtigsten Stützen der Schweizer Volkswirtschaft. Im Jahr 2020 betrugen die Konsumausgaben der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck in der Schweiz insgesamt rund 358,31 Milliarden Schweizer Franken. Dies waren preisbereinigt (real) 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr; 2019 wurde hingegen ein Wachstum noch 1,4 Prozent verzeichnet. Die größten Ausgabenposten waren 2018 - Konsumdaten nach Bereichen liegen erst mit einiger Verzögerung zu den Gesamtzahlen vor - das Wohnen inkl. Energie (90 Milliarden Schweizer Franken), die Gesundheitspflege (58,5 Milliarden Schweizer Franken) sowie Verkehr (34 Milliarden Schweizer Franken). Diese drei Gruppen machten zusammen circa die Hälfte des privaten Konsums aus.

Konsumindikatoren

Mit verschiedenen Indikatoren wird versucht, die Konsumentwicklung im Voraus abzuschätzen. So wird etwa in jedem Quartal eine Erhebung zur Konsumentenstimmung durchgeführt. In diesem Rahmen wird auch nach der Anschaffungsneigung der Haushalte für größere Konsumgüter gefragt. Aufschlussreich ist zudem die monatliche Umsatzveränderung im Detailhandel.

Schweizer haben mehr Kaufkraft als ihre Nachbarn

Ein wichtiger Maßstab für die Finanzlage der Privathaushalte ist die Kaufkraft. Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Insgesamt verfügten die Schweizer Haushalte im Jahr 2020 über eine Kaufkraftsumme von 358,9 Milliarden Euro. Jedem Schweizer standen damit durchschnittlich rund 42.000 Euro zur Verfügung; dies ist fast doppelt so viel wie in den Nachbarländern Deutschland und Österreich. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Kantonen: Dieim Durchschnitt kaufkraftstärksten Einwohner haben Zug (60.334 Euro), Schwyz (55.719 Euro) und Nidwalden (47.997 Euro).

Geringeres Preisniveau wegen Corona-Krise

Einen Einfluss auf das Konsumverhalten haben schließlich auch noch die Konsumentenpreise. Ihre Veränderung wird anhand eines Warenkorbs errechnet, der eine wirklichkeitsnahe Auswahl der von den privaten Haushalten konsumierten Waren und Dienstleistungen enthält. Hier haben die Bereiche Wohnen und Energie, Gesundheitspflege sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke das größte Gewicht. Daraus leitet sich die Inflationsrate ab. Im Jahr 2020 verringerten sich die Konsumentenpreise um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was sich auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückführen lässt. Die von den Konsumenten gefühlte Teuerung weicht teilweise erheblich von den offiziellen Zahlen ab und beeinflusst ebenfalls das Kaufverhalten. Im internationalen Vergleich sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sehr hoch: Das Preisniveau lag 2019 um 70,3 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei in den Bereichen Bildung (122 Prozent teurer), Gesundheitspflege (112,5 Prozent) und Wohnung / Energie (77,3 Prozent); am geringsten hingegen bei Verkehr (19,6 Prozent), Alkoholischen Getränken, Tabakwaren und Drogen (22,4 Prozent) sowie Nachrichtenübermittlung (24,2 Prozent).

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