Statistiken zum globalen Halal-Markt

Wenn sich Menschen muslimischen Glaubens streng an die Vorschriften ihrer Religion halten, dürfen sie lediglich auf Produkte zurückgreifen, die als halal gekennzeichnet sind. Der aus dem Arabischen stammende Begriff bedeutet etwa "erlaubt", steht damit im Gegensatz zu "haram" (verboten) und umfasst verschiedene Vorschriften, die sich aus dem Koran und der Sunna ergeben. Aus dieser Notwendigkeit ergibt sich ein weltweiter Markt für Produkte und Dienstleistungen, die nach halal-Kriterien hergestellt wurden und deren Konsum damit für gläubige Muslime unbedenklich ist. Das globale Volumen des Halal-Marktes betrug im Jahr 2018 etwa 2,2 Billionen US-Dollar. Ein ähnliches Kriterium wie halal ist die Kennzeichnung von Lebensmitteln als koscher, die auf eine Zubereitung entsprechend jüdischer Glaubenssätze hinweist.

Halal-Produkte sind im Trend: Keine Religion wächst derzeit so schnell wie der Islam, dem weltweit rund zwei Milliarden Menschen angehören. Auch in Deutschland werden Halal-Produkte beliebter; auf der Kölner allgemeinen Nahrungs- und Genussmittelausstellung (Anuga) 2019 gehörten Lebensmittel, die nach halal-Kriterien produziert werden, mit einer Vielzahl von entsprechenden Ausstellern zu den wichtigsten Branchentrends. Generell entfällt der größte Anteil des weltweiten Marktes für islamische Produkte auf Lebensmittel, die einen Anteil von mehr als 60 Prozent am gesamten Halal-Markt ausmachen. Konsumiert wird Halal-Food vor allem in Afrika und dem mittleren Osten: Hier ernährt sich laut einer Umfrage fast jeder zweite Mensch nach islamischen Richtlinien. In Europa gilt dies nur für etwa vier Prozent der Bevölkerung.

Neben Halal-Food umfasst der globale Markt für Halal-Produkte noch zahlreiche weitere Sektoren wie etwa Finanzen, Kosmetik oder auch Reisen. Das dabei bekannteste Beispiel für muslimische Reisen ist die Pilgerfahrt Haddsch, die jedes Jahr Millionen Menschen muslimischen Glaubens nach Mekka in Saudi-Arabien führt - das Land, in dem muslimische Reisende insgesamt am meisten Geld ausgeben. Im Jahr 2020 wurde die Besucherzahl des Haddsch aufgrund der Corona-Pandemie erstmals auf 1.000 inländische Pilger beschränkt. In absoluten Zahlen war die Türkei im Jahr 2018 das beliebteste Reiseziel muslimischer Touristen, das beste nicht-muslimische Reiseziel ist hingegen Singapur, wie eine Auswertung aus dem Jahr 2019 ergab. Wichtige Kriterien dafür waren beispielsweise die Verfügbarkeit von Halal-Food oder der einfache Zugang zu Gebetsräumen.

Wichtige Kennzahlen

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