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Statistiken zum Möbelhandel in Deutschland

Der Möbelmarkt in Deutschland ist eher durch Konstanz als Dynamik gekennzeichnet. Seit Jahren lassen sich hierzulande kontinuierlich wachsende Umsätze mit Möbeln verzeichnen. Grund dafür sind die gleichwohl steigenden Konsumausgaben der Deutschen für Möbel und weitere Einrichtungsgegenstände – bis auf das Rekordniveau von insgesamt rund 46 Milliarden Euro im Jahr 2020. Pro Kopf betragen die Ausgaben mehr als 420 Euro jährlich. Rund ein Drittel der Deutschen legt Wert darauf, dass sich diese Ausgabenbereitschaft auch in der Einrichtung und Möblierung erkennen lässt.

Marktführer im deutschen Möbelhandel

Über drei Viertel des gesamten Marktvolumens landen beim noch stark mittelständisch geprägten stationären Möbeleinzelhandel. Unangefochtener Branchenprimus ist der schwedische IKEA-Konzern. Schärfster Konkurrent in Deutschland ist die österreichische XXXLutz-Gruppe. XXXLutz und Höffner, dessen erklärtes Ziel es ist, IKEA im deutschsprachigen Raum zu entthronen, expandieren vor allem durch Übernahmen kleinerer Konkurrenten. So schluckte Höffner zum Beispiel die Traditionsunternehmen Möbel Kraft und Möbel Walther und XXXL übernahm unter anderem Hiendl und Mann Mobilia.

Der Marktanteil der größten Möbelhändler in Deutschland zeigt die Rollenverteilung klar auf. Auf der einen Seite stehen die dynamisch expandierenden und teilweise multinational agierenden Konzerne. Ihnen gegenüber sitzen die kleinen und mittelständischen Möbelhäuser am kürzeren Hebel. Insgesamt ist die Zahl der Unternehmen seit der Jahrtausendwende rückläufig, während die Zahl der Möbelhäuser bzw. örtlichen Einheiten tendenziell gestiegen ist.

Verändertes Konsumverhalten und Auswirkungen auf den Möbelhandel in Deutschland

Die Verbreitung des E-Commerce, macht auch vor der Möbelbranche nicht halt. Dazu nimmt der Online- und Versandhandel in Verbrauchereinstellungen beim Kauf von Möbeln insbesondere für jüngere Generationen eine wichtige Rolle ein. Neue Internet-Pure-Player wie home24 setzen dabei auf die parallelen Trends zur Reurbanisierung und abnehmender Individualmobilität. Diese könnte die großen stationären Flächenanbieter in Zukunft Kunden kosten, da sie oft noch nur mit dem Auto zu erreichen sind. Doch reagiert auch der stationäre Einzelhandel auf diese Entwicklungen. Der Umsatzanteil des E-Commerce ist zwar noch vergleichsweise gering, steigt jedoch weiter an. IKEA konnte seinen Online-Anteil am Gesamtumsatz in Deutschland im Jahr 2021 nicht nur auf rund ein Drittel erhöhen, das Unternehmen betreibt zudem seit einigen Jahren eine Filiale mitten in der Fußgängerzone in Hamburg-Altona und vollzieht damit den Sprung von der Peripherie ins Zentrum der Hansestadt. Eine engere Verzahnung mit Speditionsdienstleistungen wäre ebenfalls ein gangbarer Weg, dem sich verändernden Verbraucherverhalten Rechnung zu tragen. Noch ist also zu bezweifeln, dass dem klassischen Möbeleinzelhandel eine ähnliche Disruption bevorsteht wie dem Buchhandel durch Amazon oder dem Modegeschäft durch Zalando.

Eine detaillierte Analyse der Einstellungen und Ansichten von Verbrauchern in Deutschland beim Kauf von Möbeln, die die Kaufabsichten und Ausgabebereitschaft näher beleuchtet, findet sich in dem gleichnamigen Dossier.

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