Statistiken zum Möbelhandel in Deutschland

Der Möbelmarkt in Deutschland ist eher durch Konstanz als Dynamik gekennzeichnet. Das Marktvolumen übertraf in den vergangenen vier Jahren mehr als 40 Milliarden Euro. In den nächsten Jahren bis 2023 wird der Umsatz mit Wohnmöbeln davon rund die Hälfte ausmachen. Pro Kopf betragen die Ausgaben mehr als 400 Euro jährlich. Dazu beansprucht ein Großteil der deutschen Bevölkerung eine hohe Ausgabebereitschaft beim Kauf von Möbeln für sich.

Über drei Viertel des gesamten Marktvolumens landen beim noch stark mittelständisch geprägten stationären Möbeleinzelhandel. Unangefochtener Branchenprimus ist der schwedische Ikea-Konzern. Schärfster Konkurrent in Deutschland ist die österreichische XXXLutz-Gruppe, dessen Geschäfte ebenfalls über verschiedene Stiftungen gelenkt werden.

Der Marktanteil der größten Möbelhändler in Deutschland zeigt die Rollenverteilung klar auf. Auf der einen Seite stehen die dynamisch expandierenden und teilweise multinational agierenden Konzerne. Ihnen gegenüber sitzen die kleinen und mittelständischen Möbelhäuser am kürzeren Hebel. Insgesamt ist die Zahl der Unternehmen seit der Jahrtausendwende rückläufig, während die Zahl der Möbelhäuser bzw. örtlichen Einheiten tendenziell gestiegen ist.

XXXLutz und Höffner, dessen erklärtes Ziel es ist, Ikea im deutschsprachigen Raum zu entthronen, expandieren vor allem durch Übernahmen kleinerer Konkurrenten. So schluckte Höffner zum Beispiel die Traditionsunternehmen Möbel Kraft und Möbel Walther und XXXL übernahm unter anderem Hiendl und Mann Mobilia. Eine Langfrist-Analyse der Sortimentstruktur im Möbelhandel konstatierte vor einiger Zeit eine zunehmende Polarisierung des Möbelmarktes in Premium- und Billig-Segment.

Der Vormarsch des E-Commerce, macht auch vor der Möbelbranche nicht halt. Dazu nimmt der Online- und Versandhandel in Verbrauchereinstellungen beim Kauf von Möbeln insbesondere für jüngere Generationen eine wichtige Rolle ein.

Zwar setzen neu gestartete Internet-Pure-Player wie home24 voll auf die parallelen Trends zur Reurbanisierung und abnehmender Individualmobilität, die die großen stationären Flächenanbieter in Zukunft Kunden kosten könnten, da sie oft noch nur mit dem Auto zu erreichen sind. Doch reagiert auch das stationäre Establishment auf diese Entwicklungen. Der Umsatzanteil des E-Commerce ist zwar noch relativ gering, aber Ikea betreibt zudem eine Filiale in Hamburg-Altona und vollzieht damit den Sprung von der Peripherie ins Zentrum der Hansestadt. Eine engere Verzahnung mit Speditionsdienstleistungen wäre ebenfalls ein gangbarer Weg, dem sich verändernden Verbraucherverhalten Rechnung zu tragen.

Reine Distanzhändler sehen sich zudem mit einem ungelösten Retourenproblem und einem gerüttelt Maß Skepsis seitens der Konsumenten konfrontiert. Einer Umfrage zufolge kaufen Verbraucher Möbel und Dekoartikel lieber stationär als online. Insofern ist zu bezweifeln, dass dem klassischen Möbeleinzelhandel eine ähnliche Disruption bevorsteht wie dem Buchhandel durch Amazon oder dem Modegeschäft durch Zalando.

Eine detaillierte Analyse der Einstellungen und Ansichten von Verbrauchern in Deutschland beim Kauf von Möbeln, die auch die Kaufabsicht und Ausgabebereitschaft untersucht, kann in dem gleichnamigen Dossier abgerufen werden.

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 88 Statistiken aus dem Thema "Möbelhandel in Deutschland".

Möbelhandel in Deutschland

Dossier zum Thema

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Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Möbelhandel in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Branchenstruktur: Marktvolumina

Branchenstruktur: Unternehmen und Beschäftigte

Einstellungen von Verbrauchern

Interessante Statista-Reporte

Statista Digital Market Outlook
Statista Branchenreport - WZ-Code 31
Statista Topliste

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