Statistiken zum Thema Ölsaaten

Ölsaaten bezeichnen Pflanzensamen, die zur Herstellung von Pflanzenölen genutzt werden können, die wiederum als Speiseöle in der menschlichen Ernährung, als Futteröl in der Tiermast sowie als nachwachsende Rohstoffe zur Erzeugung von Biokraftstoffen und technischen Ölen Verwendung finden. Einige Ölsamen (z.B. Soja) werden auch in Bohnen- oder Schrotform als Lebens- oder Futtermittel genutzt. Die nach weltweiter Produktionsmenge bedeutendsten Ölsaaten stellen Soja, Raps, Baumwollsaat, Erdnüsse, Sonnenblumensaat und Palmkerne dar.


Sojabohnen werden weltweit auf rund 120 Millionen Hektar angebaut, was mehr als zwei Prozent der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche entspricht. Die USA, Brasilien und Argentinien stellen die wichtigsten Produzenten von Sojabohnen dar. Brasilien und die USA alleine halten einen Marktanteil von rund 80 Prozent an den weltweiten Exporten der Ölsaat. Der Preis von Sojabohnen (c.i.f. Rotterdam) lag zuletzt bei rund 406 US-Dollar je Kilogramm. Aufgrund des hohen Eiweißgehalts sind Sojabohnen als Teil einer fleischlosen Ernährung von wachsender Bedeutung für die Lebensmittelindustrie. Überwiegend werden die Bohnen allerdings zu Sojaöl weiterverarbeitet, wobei nach Pressung ein Kuchen oder Schrot genannter Rest anfällt, der vor allem als Tierfutter Verwendung findet.

Raps, die zweitwichtigste Ölsaat, wird weltweit auf mehr als 33 Millionen Hektar angebaut. Die Europäische Union, Kanada und China stellen die wichtigsten Erzeugerregionen dar. Rapsöl findet als Speiseöl in der menschlichen Ernährung Verwendung, ansonsten ist Rapsöl und –schrot vor allem als Viehfutter, Energieträger und Rohstoff für die chemische Industrie von Bedeutung. Der Welthandelspreis von Rapsöl (f.o.b. Rotterdam) ist seit 2011 tendenziell rückläufig.

Sonnenblumen stellen mit einer weltweiten Anbaufläche von mehr als 23 Millionen Hektar und einer Erntemenge von rund 40 Millionen Tonnen die drittwichtigste Ölsaat dar. Die bedeutendsten Anbauregionen dieser Pflanzenart finden sich in der Ukraine, Russland und der EU.

Palmöl ist als viertes großes Ölsaatensegment zu nennen. Weltweit werden rund 17 Millionen Tonnen Palmkerne erzeugt, die Produktion von Palmöl hat sich zwischen 2003 und 2016 mehr als verdoppelt. Die mit Abstand wichtigsten Herkunftsländer für Palmöl sind Indonesien und Malaysia. Palmöl findet in der Ernährungsindustrie als Bratfett sowie als Ausgangsstoff für Margarine Verwendung und bildet darüber hinaus einen wichtigen Rohstoff in der Herstellung von Tensiden, die die Basis der meisten Wasch- und Reinigungsmittel darstellen.

Speiseöle von regionaler Bedeutung stellen Kokos- und Olivenöl dar. Ersteres ist vor allem in Asien als Bestandteil der menschlichen Ernährung verbreitet, letzteres wird größtenteils in Europa erzeugt und verbraucht. Sowohl die Preise für Kokos- als auch Olivenöl sind in den letzten Jahren gestiegen.

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Ölsaaten im Welthandel - Wichtige Statistiken

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