Statistiken zum Lebensmittelhandel in der Schweiz

Der Lebensmittelhandel versorgt die Bevölkerung mit Dingen des täglichen Bedarfs (FMCG). Unterscheiden lassen sich der Lebensmittelgroßhandel (z.B. auch Cash-and-Carry-Handel wie die zur Schweizer Coop gehörende Transgourmet-Gruppe) und der Lebensmitteleinzelhandel. Während ersterer sich an gewerbliche Kunden wie Großabnehmer in Industrie und Gastronomie richtet, hat der Einzelhandel den privaten Endverbraucher im Blick. Der Einzelhandel wiederum differenziert sich in den (wesentlich wichtigeren) wenig spezifizierten Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (Hauptrichtung Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren), worunter Supermärkte etc. fallen, und den traditionellen Facheinzelhandel mit Lebensmitteln, der z.B. kleine Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien und Metzgereien beinhaltet.

Die Schweizer Bevölkerung gibt jährlich mehr als 30 Milliarden Schweizer Franken für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus. Trotz schwankender Konsumentenpreise und sinkender Preiserhöhungen für Genussmittel stagnieren sowohl die Ausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke als auch die Konsumausgaben für Alkoholika und Tabakwaren. Deutlich angestiegen ist hingegen der Umsatz von Bioprodukten in der Schweiz. In allen Regionen der Schweiz ist ein Zuwachs des Marktanteils von Bioprodukten im Lebensmitteleinzelhandel zu verzeichnen. Im europäischen Vergleich liegt das Preisniveau für Lebensmittel insgesamt über dem europäischen Durchschnitt. Hinter Norwegen ist die Schweiz das zweitteuerste Land in Europa bezüglich Nahrungsmitteln.

Der Lebensmittelhandel in der Schweiz macht jährlich einen Umsatz von knapp 33 Milliarden Schweizer Franken, wobei vor allem die führenden Detailhandelsunternehmen Coop und Migros den höchsten Umsatz einfahren. Zusammen erreichen die beiden Großverteiler einen kumulierten Marktanteil von fast 70 Prozent. Auch die führenden Online Shops für Lebensmittel in der Schweiz gehören der Coop bzw. Migros-Gruppe an. Der Cash-and-Carry-Marktführer in der Schweiz ist das Coop-Tochterunternehmen Transgourmet International mit der Vertriebsmarke Prodega/Growa. Der führende Abhol-und Liefergroßhändler ist vor allem im Cash-and-Carry-Geschäft in Deutschland und Osteuropa führend vertreten.

Systematisch lassen sich im Lebensmitteleinzelhandel die Betriebsformen Lebensmittelvollsortimenter (Super- und Verbrauchermärkte), SB-Warenhäuser und Discounter unterscheiden. Supermärkte bezeichnen nach der Definition von Nielsen Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von 400 bis 800 Quadratmetern, Verbrauchermärkte Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von 800 bis 5.000 Quadratmetern. Abweichend davon unterscheidet das EHI kleine (400 bis 2.500 Quadratmeter) und große Supermärkte (2.500 bis 5.000 Quadratmeter). Super- und Verbrauchermärkten gemeinsam ist ein breit ausdifferenziertes Sortiment an Food und Nearfood sowie eine Auswahl an Nonfood-II-Artikeln (wie z.B. Haushaltsgeräte und Bekleidung). SB-Warenhäuser (ab 5.000 Quadratmeter Verkaufsfläche), auch Hypermärkte genannt, verfügen im Vergleich über ein deutlich größeres Sortiment an Gebrauchsartikeln (Nonfood II). Lebensmittel-Discounter setzen sich von Supermärkten durch tendenziell kleinere Verkaufsstellen, ein deutlich schmaleres Sortiment, einen höheren Eigenmarkenanteil und natürlich niedrigere Preise ab.
Insgesamt ist die Verkaufsfläche im Lebensmittelhandel in den letzten Jahren gestiegen. Die durchschnittlich größten Verkaufsflächen und den größten Umsatz je Filiale besitzen die Großverteiler Migros und Coop. Dennoch holen die Discounter Aldi und Lidl langsam auf und konnten ihren Umsatz in den letzten Jahren steigern, was auch mit der erhöhten Anzahl an Filialen in der Schweiz einhergeht.

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Lebensmittelhandel in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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