Konjunktur & Wirtschaft

Eine schrumpfende Wirtschaftsleistung, erhöhte Arbeitslosigkeit und eine erhöhte Verschuldung von Staaten und Unternehmen - die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession gerissen. Auch in der Bundesrepublik, Europas größter Volkswirtschaft, sind die Folgen weitreichend. Durch die Corona-Krise und den Lockdown des gesellschaftlichen Lebens brach die Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 massiv ein. Mit einer Erholung, d.h. einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau ohne Wachstum, wird im Jahr 2022 gerechnet. Wegen der schwer vorhersehbaren wirtschaftlichen Entwicklung sind die Konjunkturprognosen aber mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.

Mit dem Begriff Konjunktur ist die zyklische Entwicklung der Wirtschaft gemeint, also der Wechsel zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Perioden. Zur Einschätzung und Beurteilung der konjunkturelle Lage in Deutschland können verschiedene Konjunkturindikatoren herangezogen werden.

Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in 2020
-4,8 %
Inflationsrate in Deutschland 2020
0,5 %
Wert der deutschen Exporte 2020
1.205 Mrd. €

Wirtschaftsleistung

Corona-Pandemie stürzt die deutsche Wirtschaft in eine Rezession
Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr von 1992 bis 2020

Im Jahr 2020 belasteten die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown die deutsche Wirtschaft schwer, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 4,8 Prozent zurück. Einen stärkerer Rückgang nach der Wiedervereinigung wurde nur im Jahr 2009 verzeichnet: Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise sank das BIP um 5,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt ist als Maßzahl für die wirtschaftliche Leistung sicherlich der wichtigste und meistbeachteste Konjunkturindikator.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland
Konjunktur in Deutschland
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Außenhandel

Exporte: USA als wichtigster Handelspartner
Rangfolge der wichtigsten Handelspartner Deutschlands nach Wert der Exporte im Jahr 2020 (in Milliarden Euro)

Bezogen auf die Exporte waren die Vereinigten Staaten im Jahr 2020 der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik. Der Wert der deutschen Exporte in die USA im Jahr 2020 betrug rund 103,83 Milliarden Euro. Auf dem zweiten und dritten Rang folgten China (Exportwert von 95,87 Milliarden Euro) und Frankreich (Exportwert 90,96 Milliarden Euro). Deutschland führt seit 60 Jahren weitaus mehr Waren pro Jahr aus als es einführt, d.h. es gibt eine positive Außenhandelsbilanz, einen Exportüberschuss.

Außenhandel
Wichtigste Handelspartner (Importe)
Saldo der Außenhandelsbilanz

Preisentwicklung

Gefahr einer starken Inflation?
Inflationsrate in Deutschland von 1992 bis 2020 (Veränderung des Verbraucherpreisindex gegenüber Vorjahr)

Im Jahr 2020 betrug die Inflationsrate in Deutschland 0,5 Prozent. Die Corona-Krise sorgte für kurzfristige Schwankungen der Inflationsrate. Ob es langfristig zu einer erhöhten Inflationsrate kommen wird hängt von Faktoren wie der Geldpolitik der Notenbanken oder dem Protektionismus in der Weltwirtschaft ab. Derzeit scheint die Gefahr einer Hyperinflation in Deutschland und dem Euroraum allerdings gering.

Inflation
Monatliche Inflationsrate in Deutschland
Monatliche Preissteigerung für ausgewählte Waren und Dienstleistungen

Unternehmenslandschaft

Volkswagen erwirtschaftet den größten Umsatz
Größte deutsche Unternehmen nach ihrem weltweiten Umsatz im Geschäftsjahr 2019/2020* (in Millionen US-Dollar)

Mit einem Umsatz von 282,8 Milliarden US-Dollar war Volkswagen im Geschäftsjahr 2019/2020 das größte deutsche Unternehmen in dieser Kategorie. Darauf folgten der Automobilkonzern Daimler (193,3 Mrd. US-Dollar) und der Versicherungskonzern Allianz (130,4 Mrd. US-Dollar). Die meisten Unternehmen in Deutschland sind im Bundesland Nordrhein-Westfalen angesiedelt. Am höchsten ist die Zahl der Einzelunternehmer mit 0 bis 9 Beschäftigten.

Größte Unternehmen der Welt nach ihrem Marktwert
Unternehmen in Deutschland nach Beschäftigtengrößenklassen
Eigenkapitalquoten von mittelständischen Unternehmen

Branchendefinition

Statista bietet ein umfassendes Spektrum an Statistiken aus dem Bereich Konjunktur & Wirtschaft. Dazu gehören die Statistiken aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Im Mittelpunkt der VGR steht die Berechnung bzw. der Nachweis des Bruttoinlandsprodukts. Darüber hinaus enthält die VGR weitere Kennzahlen und Indikatoren wie z.B. das Bruttonationaleinkommen, das Volkseinkommen oder die Bruttowertschöpfung. Ferner werden verschiedene weitere Konjunkturindikatoren und Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung betrachtet: Die Indikatoren lassen sich unterscheiden in Frühindikatoren (z.B. ifo-Geschäftsklima), die die künftige Lage vorausdeuten, Präsenzindikatoren (z.B. BIP und Außenhandel), die die gegenwärtige Situation abbilden und Spätindikatoren (z.B. Inflationsrate), die die konjunkturelle Entwicklung mit Verzögerung nachvollziehen. Des weiteren bietet der Bereich einen umfassenden Überblick zur Unternehmenslandschaft.

Weitere interessante Themen aus der Branche "Konjunktur & Wirtschaft"

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir helfen gerne.
Statista Locations
Kontakt Jens Weitemeyer
Jens Weitemeyer
Customer Relations

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (CET)

Kontakt Hadley Ward
Hadley Ward
Sales Manager– Kontakt (Vereinigte Staaten)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)

Kontakt Ziyan Zhang
Ziyan Zhang
Customer Relations– Kontakt (Asien)

Mo - Fr, 11:30 - 22:00 Uhr (IST)

Kontakt Kisara Mizuno
Kisara Mizuno
Customer Success Manager– Kontakt (Asien)

Mon - Fri, 9:30am - 5:30pm (JST)

Kontakt Lodovica Biagi
Lodovica Biagi
Director of Operations– Kontakt (Europa)

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (GMT)

Kontakt Catalina Rodriguez
Catalina Rodriguez
Key Account Manager - LAC– Kontakt (Lateinamerika)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)