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Statistiken zum Thema Insolvenzen

Insolvenz bedeutet, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber einem Gläubiger nicht mehr nachkommen kann. Der Zweck eines Insolvenzverfahrens liegt insofern darin, einen gerechten Ausgleich zwischen überschuldeten und zahlungsunfähigen Schuldnern und ihren Gläubigern zu schaffen. Auf Grundlage der sogenannten Insolvenzordnung versuchen Gerichte diese Auseinandersetzung zu regeln.

Insolvenzzahlen in Deutschland

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Insolvenzen in Deutschland stetig zurückgegangen. So registrierte das Statistische Bundesamt im Jahr 2019 rund 104.000 Insolvenzen in Deutschland und damit etwa 64.000 weniger als im Jahr 2010. Entsprechend hat sich auch die Anzahl der tatsächlich eröffneten Insolvenzen verringert: Von rund 154.000 Insolvenzen im Jahr 2010 auf rund 94.000 im Jahr 2019. Insolvenzen können dabei sowohl von Firmen als auch von Privatpersonen beantragt werden (Siehe die Anzahl der Insolvenzen von Unternehmen und Verbrauchern in Deutschland). Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in den letzten Monaten von November 2019 bis November 2020 vergleichsweise konstant geblieben ist, waren bei der Zahl der Verbraucherinsolvenzen deutliche Schwankungen sichtbar.

Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen

Insgesamt belief sich die Anzahl der Firmeninsolvenzen laut CRIF Bürgel auf 19.005 im Jahr 2019. Die meisten davon wurden in Nordrhein-Westfalen, dem unternehmensstärksten Bundesland, gemeldet, gefolgt nach Bayern und Baden-Württemberg (Siehe Firmeninsolvenzen nach Bundesländern). Mit diesen Zahlen belegte Deutschland im Jahr 2019 nach Frankreich den Platz mit den zweitmeisten Unternehmensinsolvenzen im westeuropäischen Ländervergleich. Das größte insolvente Unternehmen war 2020 in Deutschland laut Creditreform Galeria Karstadt Kaufhof GmbH. Die Kaufhauskette beschäftigte rund 28.000 Mitarbeitende. Insgesamt sind 2020 geschätzt rund 332.000 Arbeitsplätze durch insolvente Unternehmen in Deutschland verloren gegangen. So scheinen sich auch bei den Unternehmensinsolvenzen die Folgen der Corona-Krise bemerkbar zu machen, seit 2013 ist dies der höchste Wert. Der finanzielle Schaden, der durch insolvente Firmen verursacht wurde, belief sich 2019 geschätzt auf rund 23,5 Milliarden Euro. Die meisten Insolvenzen im Unternehmensbereich nach Branchen gab es 2019 mit einem Anteil von fast 50 Prozent im Dienstleistungssektor.

Entwicklung der Privatinsolvenzen

Wie bei der Gesamtzahl sowie auch der Anzahl der Firmeninsolvenzen zeichneten sich bei den Privatinsolvenzen in den letzten Jahren sinkende Werte ab. Insgesamt gab es im Jahr 2019 rund 86.800 Insolvenzen bei Privatpersonen, die meisten davon wiederum in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit den meisten EinwohnerInnen in Deutschland. Im Durchschnitt kamen dabei etwa 106 Insolvenzen auf 100.000 EinwohnerInnen. Obwohl die Anzahl der Privatinsolvenzen in Deutschland insgesamt rückläufig ist, gibt es vereinzelt auch Bundesländer, in denen sich steigende Zahlen abzeichnen (Siehe die Veränderung der Privatinsolvenzen nach Bundesländern). So nahm die Zahl der entsprechenden Insolvenzen in Sachsen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 5,8 Prozent zu und in Sachsen-Anhalt sowie Rheinlandpfalz jeweils um etwa 3,4 Prozent.


Eine auf das Thema zugeschnittene Sammlung an Statistiken finden Sie darüber hinaus auch in unserem Dossier Insolvenzen.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Insolvenzen" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Unternehmensinsolvenzen

Privatinsolvenzen

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Insolvenzen

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Insolvenz bedeutet, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber einem Gläubiger nicht mehr nachkommen kann. Der Zweck eines Insolvenzverfahrens liegt insofern darin, einen gerechten Ausgleich zwischen überschuldeten und zahlungsunfähigen Schuldnern und ihren Gläubigern zu schaffen. Auf Grundlage der sogenannten Insolvenzordnung versuchen Gerichte diese Auseinandersetzung zu regeln.

Insolvenzzahlen in Deutschland

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Insolvenzen in Deutschland stetig zurückgegangen. So registrierte das Statistische Bundesamt im Jahr 2019 rund 104.000 Insolvenzen in Deutschland und damit etwa 64.000 weniger als im Jahr 2010. Entsprechend hat sich auch die Anzahl der tatsächlich eröffneten Insolvenzen verringert: Von rund 154.000 Insolvenzen im Jahr 2010 auf rund 94.000 im Jahr 2019. Insolvenzen können dabei sowohl von Firmen als auch von Privatpersonen beantragt werden (Siehe die Anzahl der Insolvenzen von Unternehmen und Verbrauchern in Deutschland). Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in den letzten Monaten von November 2019 bis November 2020 vergleichsweise konstant geblieben ist, waren bei der Zahl der Verbraucherinsolvenzen deutliche Schwankungen sichtbar.

Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen

Insgesamt belief sich die Anzahl der Firmeninsolvenzen laut CRIF Bürgel auf 19.005 im Jahr 2019. Die meisten davon wurden in Nordrhein-Westfalen, dem unternehmensstärksten Bundesland, gemeldet, gefolgt nach Bayern und Baden-Württemberg (Siehe Firmeninsolvenzen nach Bundesländern). Mit diesen Zahlen belegte Deutschland im Jahr 2019 nach Frankreich den Platz mit den zweitmeisten Unternehmensinsolvenzen im westeuropäischen Ländervergleich. Das größte insolvente Unternehmen war 2020 in Deutschland laut Creditreform Galeria Karstadt Kaufhof GmbH. Die Kaufhauskette beschäftigte rund 28.000 Mitarbeitende. Insgesamt sind 2020 geschätzt rund 332.000 Arbeitsplätze durch insolvente Unternehmen in Deutschland verloren gegangen. So scheinen sich auch bei den Unternehmensinsolvenzen die Folgen der Corona-Krise bemerkbar zu machen, seit 2013 ist dies der höchste Wert. Der finanzielle Schaden, der durch insolvente Firmen verursacht wurde, belief sich 2019 geschätzt auf rund 23,5 Milliarden Euro. Die meisten Insolvenzen im Unternehmensbereich nach Branchen gab es 2019 mit einem Anteil von fast 50 Prozent im Dienstleistungssektor.

Entwicklung der Privatinsolvenzen

Wie bei der Gesamtzahl sowie auch der Anzahl der Firmeninsolvenzen zeichneten sich bei den Privatinsolvenzen in den letzten Jahren sinkende Werte ab. Insgesamt gab es im Jahr 2019 rund 86.800 Insolvenzen bei Privatpersonen, die meisten davon wiederum in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit den meisten EinwohnerInnen in Deutschland. Im Durchschnitt kamen dabei etwa 106 Insolvenzen auf 100.000 EinwohnerInnen. Obwohl die Anzahl der Privatinsolvenzen in Deutschland insgesamt rückläufig ist, gibt es vereinzelt auch Bundesländer, in denen sich steigende Zahlen abzeichnen (Siehe die Veränderung der Privatinsolvenzen nach Bundesländern). So nahm die Zahl der entsprechenden Insolvenzen in Sachsen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 5,8 Prozent zu und in Sachsen-Anhalt sowie Rheinlandpfalz jeweils um etwa 3,4 Prozent.


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