Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in der Schweiz

Auf dieser Seite sind Informationen und Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Schweizer Wirtschaft zusammengestellt. Mit den gesundheitlichen Aspekten des Coronavirus in der Schweiz sowie den Folgen für das Sozial- und Informationsverhalten befasst sich eine separate Themenseite.

Um die Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz so weit wie möglich zu verhindern, wurden vom Bundesrat Mitte März weitreichende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung beschlossen. Viele Geschäfte und Betriebe mussten daraufhin geschlossen werden und das öffentliche Leben war stark eingeschränkt. Nach einem Rückgang der Zahl der Neuinfizierten wurden in den vergangenen Wochen die Corona-Schutzmaßnahmen schrittweise gelockert. Seit dem 6. Juni gelten nun noch weitergehende Lockerungen, die etwa den Besuch von Gastronomiebetrieben in größeren Gruppen und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen wieder erlauben. Doch auch trotz der bereits umgesetzten bzw. angekündigten Lockerungen ist unklar, wie schnell sich die Wirtschaft in den kommenden Monaten erholen wird, da die konjunkturelle Entwicklung der Schweiz - auch aufgrund der Exportorientierung der Wirtschaft - stark von der internationalen Wirtschaftsentwicklung beeinflusst ist. Bei einer Umfrage unter kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz gaben 86 Prozent der befragten Unternehmen an, für das Jahr 2020 Umsatzeinbußen von mehr als 10 Prozent zu erwarten; 25 Prozent der befragten KMU befürchteten für das laufende Jahr sogar einen Umsatzrückgang von 50 Prozent und mehr. Zudem sehen 36 Prozent der KMU eine große bzw. sehr große Wahrscheinlichkeit in den kommenden zwölf Monaten in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Aktuelle Prognosen gehen für das Jahr 2020 von einem Einbruch des Schweizer Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,5 bis 6,7 Prozent aus. Für das Jahr 2021 wird hingegen ein BIP-Wachstum in Höhe von 3,5 bis 5,6 Prozent erwartet.

Statistik: Veränderung der Anzahl der Arbeitslosen in der Schweiz von April 2019 bis April 2020 (gegenüber dem Vorjahresmonat) | Statista Auch auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie. So ist die Arbeitslosenquote im Mai auf 3,4 Prozent angestiegen. Für das Jahr 2020 wird eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,6 bis 3,9 Prozent prognostiziert. Im Jahr 2019 lag die Quote nach nationaler Definition noch bei 2,3 Prozent. Die derzeitige Situation spiegelt sich auch in der Anzahl der gemeldeten offenen Stellen wider. Waren im Februar 2020 noch rund 38.200 Stellen als vakant gemeldet, wurden drei Monate später nur noch 16.700 unbesetzte Stellen registriert. Dennoch schätzten bei einer Umfrage 56,2 Prozent der befragten KMU Entlassungen von Mitarbeitern in den kommenden zwölf Monaten in ihrem Unternehmen als unwahrscheinlich ein. Dabei hilft auch die Möglichkeit der Kurzarbeit, Corona-bedingte Kündigungen zu verhindern. 53,2 Prozent der KMU in der Schweiz haben seit Beginn der Corona-Krise Kurzarbeit eingeführt und weitere 17,3 Prozent der KMU werden dies nach eigenen Angaben eventuell noch tun.

Die Corona-Krise beeinflusst auch die Kauflaune der Konsumenten. Die privaten Konsumausgaben sind im 1. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,5 Prozent gesunken. Und sowohl der Konsumentenstimmungsindex als auch die Anschaffungsneigung, beide Indizes werden dreimonatlich vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) erhoben, befinden sich auf einem historisch niedrigen Niveau (-40 bzw. -48 Punkte). In manchen Bereichen, wie z.B. dem Tourismus und der Freizeit, lagen die Konsumausgaben von Mitte März bis Mitte April um mehr als 80 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Andere Konsumbereiche, wie Medien und Supermärkte verzeichneten während der akuten Phase der Corona-Krise hingegen höhere Konsumausgaben als in der Vorjahresperiode. Von der Corona-Krise in finanzieller Hinsicht besonders stark betroffene Personengruppen sind nach Einschätzung von Experten vor allem Teilzeiterwerbstätige und Selbstständigerwerbende.

Im internationalen Vergleich steht die Schweiz, betrachtet man beispielsweise die Arbeitslosenquote, insgesamt noch relativ gut dar. Auch weil vom Bundesrat umfassende Hilfen für die Wirtschaft in Höhe von über 60 Milliarden Schweizer Franken beschlossen wurden, um die Folgen der Pandemie abzumildern. Die Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft werden von der Bevölkerung positiv aufgenommen. Bei den Unternehmen spaltet sich die Meinung hinsichtlich der Reaktion der Politik auf das Coronavirus. Bei einer Umfrage Ende April waren 40,5 Prozent der befragten KMU der Meinung, dass die Lockerungsmaßnahmen zu langsam erfolgen.

Interessante Statistiken

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Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in der Schweiz

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