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Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in der Schweiz

Auf dieser Seite sind Informationen und Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Schweizer Wirtschaft zusammengestellt. Mit den gesundheitlichen Aspekten des Coronavirus in der Schweiz sowie den Folgen für das Sozial- und Informationsverhalten befasst sich eine separate Themenseite.

Um die Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz so weit wie möglich zu verhindern, wurden vom Bundesrat Mitte März weitreichende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung beschlossen. Viele Geschäfte und Betriebe mussten daraufhin geschlossen werden und das öffentliche Leben war stark eingeschränkt. Nach einem Rückgang der Zahl der Neuinfizierten kam es im Mai und Juni zu schrittweisen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen und fast alle Einschränkungen wurden zurückgenommen. Seit Oktober steigen die Corona-Fallzahlen wieder massiv an woraufhin in den vergangenen Wochen erweiterte Schutz-Maßnahmen, wie etwa eine umfassende Maskenpflicht sowie strengere Vorgaben für öffentliche und private Veranstaltungen, vom Bundesrat beschlossen wurden.

Die Schweizer Wirtschaft leidet unter den Auswirkungen des Coronavirus. Bei einer Umfrage unter kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz gaben 86 Prozent der befragten Unternehmen an, aufgrund der Corona-Krise für das Jahr 2020 Umsatzeinbußen von mehr als 10 Prozent zu erwarten; 25 Prozent der befragten KMU befürchteten für das laufende Jahr sogar einen Umsatzrückgang von 50 Prozent und mehr. Zudem sehen 36 Prozent der KMU eine große bzw. sehr große Wahrscheinlichkeit in den kommenden zwölf Monaten in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Aktuelle Prognosen gehen für das Jahr 2020 von einem Einbruch des Schweizer Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4 bis 5,4 Prozent aus. Für das Jahr 2021 wird hingegen ein BIP-Wachstum in Höhe von 3,5 bis 4,9 Prozent erwartet.

Statistik: Veränderung der Anzahl der Arbeitslosen in der Schweiz von April 2019 bis April 2020 (gegenüber dem Vorjahresmonat) | Statista Auch auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie. So liegt die Arbeitslosenquote im August bei 3,3 Prozent. Für das Jahr 2020 wird eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,2 bis 5,5 Prozent prognostiziert. Im Jahr 2019 lag die Quote nach nationaler Definition noch bei 2,3 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegelten sich auch deutlich in der Anzahl der gemeldeten offenen Stellen wider. Waren im Februar 2020 noch rund 38.200 Stellen als vakant gemeldet, wurden im Mai nur 16.700 unbesetzte Stellen registriert. Mittlerweile hat sich die Zahl der offenen Stellen wieder auf knapp 35.000 erhöht (Stand: August 2020). Und laut einer Umfrage vom August 2020 stellen 73 Prozent der Unternehmen weiterhin Mitarbeiter ein. Nur 15 Prozent der befragten Unternehmen haben die Mitarbeiterrekrutierung bis auf Weiteres komplett ausgesetzt.

Bei einer Umfrage schätzten 56,2 Prozent der befragten KMU Entlassungen von Mitarbeitern in den kommenden zwölf Monaten in ihrem Unternehmen als unwahrscheinlich ein. Dabei hilft auch die Möglichkeit der Kurzarbeit, Corona-bedingte Kündigungen zu verhindern. 53,2 Prozent der KMU in der Schweiz haben seit Beginn der Corona-Krise Kurzarbeit eingeführt und weitere 17,3 Prozent der KMU werden dies nach eigenen Angaben eventuell noch tun.

Die Corona-Krise beeinflusst auch die Kauflaune der Konsumenten. Die privaten Konsumausgaben sind im 2. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,5 Prozent gesunken. Und sowohl der Konsumentenstimmungsindex als auch die Anschaffungsneigung, beide Indizes werden dreimonatlich vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) erhoben, befanden sich im April auf einem historisch niedrigen Niveau (-39 bzw. -48 Punkte). Im Juli zeigte sich hingegen bereits wieder eine leichte Erholung: Die Anschaffungsneigung lag bei -17 und die Konsumentenstimmungsindex bei -12 Punkten; beide Werte waren jedoch weiterhin unter dem Niveau der Vorjahre. In manchen Bereichen, wie z.B. dem Tourismus und der Freizeit, lagen die Konsumausgaben von Mitte März bis Mitte April um mehr als 80 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Andere Konsumbereiche, wie Medien und Supermärkte verzeichneten während der akuten Phase der Corona-Krise hingegen höhere Konsumausgaben als in der Vorjahresperiode. Von der Corona-Krise in finanzieller Hinsicht besonders stark betroffene Personengruppen sind nach Einschätzung von Experten vor allem Teilzeiterwerbstätige und Selbstständigerwerbende.

Im internationalen Vergleich steht die Schweiz, betrachtet man beispielsweise die Arbeitslosenquote, insgesamt noch relativ gut dar. Auch weil vom Bundesrat Hilfen in zweistelliger Milliardenhöhe für die Wirtschaft beschlossen wurden, um die Folgen der Pandemie abzumildern. Die Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft werden von der Bevölkerung positiv aufgenommen.

Wie sich die Corona-Krise langfristig auf die Schweizer Wirtschaft auswirken wird, hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Weiter Steigende Fallzahlen könnten zu zusätzlichen Einschränkungen und der Einführung von umfassenderen Schutz-Maßnahmen führen, die die Unternehmen hart treffen würden. Zudem ist die konjunkturelle Entwicklung der Schweiz, aufgrund der Exportorientierung ihrer Wirtschaft, stark von der internationalen Entwicklung der Pandemie beeinflusst. Hier führen vor allem die Fallzahlen in den USA, als einer der wichtigsten Handelspartner der Schweiz, zu Besorgnis.

Interessante Statistiken

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Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in der Schweiz

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