Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in Österreich

Auf dieser Seite sind Informationen und Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die österreichische Wirtschaft zusammengestellt. Mit den gesundheitlichen Aspekten des Coronavirus in Österreich sowie den Folgen für das Sozial- und Informationsverhalten befasst sich eine separate Themenseite.

Statistik: Kumulierter Verlust des Bruttoinlandsprodukts (BIP) durch die Corona-Krise in Österreich vom 16. März bis zum 17. Mai 2020 (in Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr) | Statista Die Ausbreitung der Viruspandemie in Österreich und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung, insbesondere der Lockdown / Shutdown weiter Teile des öffentlichen Lebens im März und April, werden unweigerlich zu einer schweren Wirtschaftskrise führen. Aktuelle Konjunkturprognosen gehen von einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -5,5 bis -9 Prozent im Jahr 2020 aus, gefolgt von einer deutlichen Erholung zwischen 4 und 8 Prozent 2021. In absoluten Zahlen wird mit einem Verlust bei der Wirtschaftsleistung von rund -35,7 Milliarden Euro gerechnet. Die höchsten Wertschöpfungsausfälle erleiden dabei das Verarbeitende Gewerbe mit circa -7,8 Milliarden Euro und das Gastgewerbe mit -7,2 Milliarden Euro. In Relation zu ihrem Branchenumsatz sind wiederum das Gastgewerbe, aber auch die Kultur- und Unterhaltungsbranche besonders von der Corona-Krise betroffen, während sie sich in der öffentlichen Verwaltung sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen zumindest ökonomisch kaum bemerkbar macht. Insgesamt gaben bei einer Umfrage im April 67,9 Prozent der befragten Unternehmen an, stark betroffen zu sein.

Statistik: Veränderung der Anzahl der Arbeitslosen in Österreich von April 2019 bis April 2020 (gegenüber dem Vorjahresmonat) | Statista Auf dem Arbeitsmarkt sind die Folgen der Krise ebenfalls angekommen: Die Arbeitslosenquote und die Arbeitslosenzahl wurden im März und April auf ein drastisch höheres Niveau katapultiert. Mittlerweile ist die Arbeitslosigkeit zwar wieder rückläufig, aber noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Neuere Prognosen schätzen die durchschnittliche nationale Arbeitslosenquote für 2020 auf 9,7 bis 11 Prozent, verglichen mit 7,4 Prozent im Jahr 2019. Hinzu kommt noch die Kurzarbeit, wobei die Beschäftigungssituation in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich ausfällt: Auch hier erleiden Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft die größten Schäden, während die öffentliche Verwaltung unberührt bleibt. Darüber hinaus hat der Shutdown oftmals zu einer Verlagerung des Arbeitsplatzes ins Home Office geführt, was viele Heimarbeiter gerne auch nach der Krise beibehalten möchten.

Die schwierige Arbeitsmarktlage hat unmittelbare Folgen für die privaten Finanzen: Immerhin 32 Prozent der Österreicher sehen in der Krise eine persönliche wirtschaftliche Bedrohung, und 41 Prozent verzeichnen relevante Einkommensverluste. Dementsprechend ist der private Konsum bereits im 1. Quartal merklich gesunken, und auch in den nächsten Monaten ist eher mit einer Konsumzurückhaltung zu rechnen. Besonders gespart wird dabei an Ausgaben für Auslandsurlaub, Kultur und Unterhaltung sowie Restaurantbesuche.

Mittlerweile gilt vielen Österreichern die Ankurbelung der Wirtschaft als die größere Herausforderung im Vergleich zur gesundheitlichen Bewältigung der Pandemie; 68 Prozent erwarten eine jahrelange Dauer bis zur Erholung bzw. eine lange Rezession. Mit der bisherigen Wirtschaftspolitik der Regierung in der Corona-Krise, also den Maßnahmen zur Stützung der Unternehmen und zur Sicherung der Arbeitsplätze, sind 51 Prozent einverstanden, 41 Prozent hingegen unzufrieden. Das aktuelle Tempo beim schrittweisen Hochfahren der Wirtschaft begrüßen 45 Prozent. 32 Prozent hingegen wollen eine schnellere Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität; 23 Prozent sprechen sich für ein langsameres Vorgehen bei den Lockerungen aus. Ein "grüner Wiederaufbau", bei dem durch die Konjunkturmaßnahmen auch der Klimawandel bekämpft werden soll, findet mit 84 Prozent eine große Zustimmung.

Interessante Statistiken

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Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in Österreich

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