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Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in Österreich

Auf dieser Seite sind Informationen und Statistiken zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die österreichische Wirtschaft zusammengestellt. Mit den gesundheitlichen Aspekten des Coronavirus in Österreich sowie den Folgen für das Sozial- und Informationsverhalten befasst sich eine separate Themenseite.

Statistik: Kumulierter Verlust des Bruttoinlandsprodukts (BIP) durch die Corona-Krise in Österreich vom 16. März bis zum 17. Mai 2020 (in Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr) | Statista Die Ausbreitung der Viruspandemie in Österreich und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung, insbesondere der Lockdown / Shutdown weiter Teile des öffentlichen Lebens im März / April sowie November / Dezember, führten zu einer schweren Wirtschaftskrise. So brach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 1. Quartal um -3 Prozent, im 2. Quartal um -14,5 Prozent und im 3. Quartal trotz Erholungstendenzen immer noch um -5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Aktuelle Konjunkturprognosen sagen für das Gesamtjahr 2020 einen BIP-Rückgang von -6,2 bis -7,5 Prozent voraus, gefolgt von einer Erholung zwischen 3,1 und 4,9 Prozent 2021, die aber noch nicht das Vorkrisenniveau wiederherstellen wird. In absoluten Zahlen wird mit einem Verlust bei der Wirtschaftsleistung von rund -35,7 Milliarden Euro gerechnet. Die höchsten Wertschöpfungsausfälle erleiden dabei das Verarbeitende Gewerbe mit circa -7,8 Milliarden Euro und das Gastgewerbe mit -7,2 Milliarden Euro. In Relation zu ihrem Branchenumsatz sind wiederum das Gastgewerbe, aber auch die Kultur- und Unterhaltungsbranche besonders von der Corona-Krise betroffen, während sie sich in der öffentlichen Verwaltung sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen zumindest ökonomisch kaum bemerkbar macht. Insgesamt gaben bei einer Umfrage im April 67,9 Prozent der befragten Unternehmen an, stark betroffen zu sein.

Statistik: Veränderung der Anzahl der Arbeitslosen in Österreich von April 2019 bis April 2020 (gegenüber dem Vorjahresmonat) | Statista Auf dem Arbeitsmarkt sind die Folgen der Krise ebenfalls angekommen: Die Arbeitslosenquote und die Arbeitslosenzahl wurden im März und April auf ein drastisch höheres Niveau katapultiert. Mittlerweile ist die Arbeitslosigkeit zwar wieder rückläufig, aber noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Neuere Prognosen schätzen die durchschnittliche nationale Arbeitslosenquote für 2020 auf 9,8 bis 10 Prozent, verglichen mit 7,4 Prozent im Jahr 2019. Auch 2021 wird sich mit 8,8 bis 9,6 Prozent voraussichtlich nur eine leichte Erholung einstellen. Hinzu kommt noch die Kurzarbeit, wobei die Beschäftigungssituation in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich ausfällt: Auch hier erleiden Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft die größten Schäden, während die öffentliche Verwaltung unberührt bleibt. Darüber hinaus hat der Shutdown oftmals zu einer Verlagerung des Arbeitsplatzes ins Home Office geführt, was viele Heimarbeiter gerne auch nach der Krise beibehalten möchten.

Die schwierige Arbeitsmarktlage hat unmittelbare Folgen für die privaten Finanzen: Immerhin 32 Prozent der Österreicher sehen sich bzw. ihren Haushalt wirtschaftlich durch die Krise bedroht. Hinzu kommen infektionsschutzbedingte Einschränkungen sowie gesundheitliche Bedenken beim Einkaufen vor Ort. Dementsprechend ist der private Konsum im 1. Quartal um -5,3 Prozent und im 2. Quartal um -16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch in Zukunft ist eher mit einer Konsumzurückhaltung zu rechnen. Besonders gespart wird dabei an Ausgaben für Auslandsurlaub, Kultur und Unterhaltung sowie Restaurantbesuche.

Das Meinungsbild zur Abwägung zwischen Wirtschaftspolitik und Gesundheitspolitik in der Krise fällt zwiespältig aus. So meinten im November 73 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage, die stark steigenden Coronavirus-Infektionen mit drastischen Maßnahmen zu bekämpfen sei richtig, um das Gesundheitssystem zu schützen. Nur 22 Prozent hingegen fanden die Einschränkungen überzogen und würden lieber die wirtschaftlichen Schäden gering halten. Laut einer anderen Erhebung aus dem gleichen Monat befürchten allerdings 63 Prozent der Österreicher, die Folgen der Corona-Maßnahmen würden das Leben von mehr Menschen zerstören als die Pandemie selbst. Die wirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen gegen Corona sahen im August 37 Prozent der Befragten als gerechtfertigt, 49 Prozent als unzureichend und 14 Prozent als übertrieben an. Was die Finanzierung der Staatshilfen betrifft, befürworteten im November 68 Prozent die Einführung einer Digitalsteuer. Ein "grüner Wiederaufbau", bei dem durch die Konjunkturmaßnahmen auch der Klimawandel bekämpft werden soll, findet laut einer Befragung aus dem Mai mit 84 Prozent eine große Zustimmung.

Interessante Statistiken

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Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf die Wirtschaft in Österreich

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