Statistiken zum Thema Öffentliche Aufträge

Öffentliche Aufträge sind von öffentlichen Auftraggebern ausgeschriebene und vergebene Aufträge, die der Beschaffung von Gütern oder Dienstleitungen dienen. Öffentliche Auftraggeber sind z.B. Bund, Länder, Gemeinden/ Gemeindeverbände oder auch Bundesbehörden wie die Bundesministerien. Neben öffentlichen Einrichtungen können auch private Unternehmen als öffentliche Auftraggeber auftreten, sofern diese dem Vergaberecht unterliegen (wie z.B. Energieunternehmen). Im Vergaberecht wird die Vergabe von öffentlichen Aufträgen an Unternehmen geregelt. Durch das Vergaberecht soll gewährleistet werden, dass öffentliche Auftraggeber die benötigten Sach- und Personalmittel zu den günstigsten und besten Konditionen beschaffen können. Zudem soll durch die öffentlichen Ausschreibungen Transparenz und Wettbewerb auf dem Markt sichergestellt und Korruption verhindert werden.

Öffentliche Aufträge sind laut § 99 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) entgeltliche Verträge zwischen öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen, die Liefer-, Bau- oder Dienstleistungen zum Gegenstand haben, sowie Baukonzessionen und Auslobungsverfahren, die zu Dienstleistungsaufträgen führen sollen.
Im Wesentlichen geht es also um Lieferaufträge, Bauaufträge und Dienstleistungsaufträge. Lieferaufträge dienen insbesondere der Beschaffung von Waren, bei Bauaufträgen geht es in erster Linie um die Planung und Ausführung von Bauvorhaben und Dienstleistungsaufträge beziehen sich auf alle anderen Leistungen, die nicht den beiden erstgenannten zuzuordnen sind.

Wenn der Wert der öffentlichen Aufträge einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, müssen diese gemäß des Vergaberechts der Europäischen Union in der gesamten EU ausgeschrieben werden. Zudem ist Deutschland verpflichtet, die innerhalb der Europäischen Union ausgeschriebenen und vergebenen öffentlichen Aufträge der Europäischen Kommission zu melden.
Laut der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jährlich herausgegebenen statistischen Gesamtaufstellung nach § 8 Abs. 1 VergStatVO gab es im Jahr 2019 insgesamt 980 Lieferverträge ab dem Schwellenwert von 144.000 Euro, die von öffentlichen Auftraggebern aus Deutschland innerhalb der Europäischen Union ausgeschrieben und vergeben und die der Europäischen Kommission von Deutschland gemeldet wurden. Der größte Auftraggeber war demnach das Bundesministerium der Verteidigung, das alleine 519 Lieferverträge ab dem Schwellenwert von 144.000 Euro vergeben hat. Diese 519 Lieferverträge hatten einen Wert von insgesamt rund 3 Milliarden Euro.
Bei den Bauaufträgen war im Jahr 2019 der bedeutendste Auftraggeber das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das 337 Bauaufträge ab dem Schwellenwert von 5,548 Millionen Euro (dies waren rund 88 Prozent aller Bauaufträge ab dem Schwellenwert) mit einem Gesamtwert von rund 219 Millionen Euro ausgeschrieben und vergeben hat.
Bei den Dienstleistungsaufträgen ab dem Schwellenwert von 144.000 Euro liegen das Bundesministerium der Verteidigung sowie das Bundesministerium des Innern auf den beiden Spitzenplätzen (nach Anzahl der Aufträge). Die 248 vom Bundesministerium des Innern vergebenen Aufträge hatten ein Volumen von rund 2,2 Milliarden Euro.


Wichtige Kennzahlen

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Öffentliche Aufträge

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Statistiken zum Thema Öffentliche Aufträge

Öffentliche Aufträge sind von öffentlichen Auftraggebern ausgeschriebene und vergebene Aufträge, die der Beschaffung von Gütern oder Dienstleitungen dienen. Öffentliche Auftraggeber sind z.B. Bund, Länder, Gemeinden/ Gemeindeverbände oder auch Bundesbehörden wie die Bundesministerien. Neben öffentlichen Einrichtungen können auch private Unternehmen als öffentliche Auftraggeber auftreten, sofern diese dem Vergaberecht unterliegen (wie z.B. Energieunternehmen). Im Vergaberecht wird die Vergabe von öffentlichen Aufträgen an Unternehmen geregelt. Durch das Vergaberecht soll gewährleistet werden, dass öffentliche Auftraggeber die benötigten Sach- und Personalmittel zu den günstigsten und besten Konditionen beschaffen können. Zudem soll durch die öffentlichen Ausschreibungen Transparenz und Wettbewerb auf dem Markt sichergestellt und Korruption verhindert werden.

Öffentliche Aufträge sind laut § 99 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) entgeltliche Verträge zwischen öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen, die Liefer-, Bau- oder Dienstleistungen zum Gegenstand haben, sowie Baukonzessionen und Auslobungsverfahren, die zu Dienstleistungsaufträgen führen sollen.
Im Wesentlichen geht es also um Lieferaufträge, Bauaufträge und Dienstleistungsaufträge. Lieferaufträge dienen insbesondere der Beschaffung von Waren, bei Bauaufträgen geht es in erster Linie um die Planung und Ausführung von Bauvorhaben und Dienstleistungsaufträge beziehen sich auf alle anderen Leistungen, die nicht den beiden erstgenannten zuzuordnen sind.

Wenn der Wert der öffentlichen Aufträge einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, müssen diese gemäß des Vergaberechts der Europäischen Union in der gesamten EU ausgeschrieben werden. Zudem ist Deutschland verpflichtet, die innerhalb der Europäischen Union ausgeschriebenen und vergebenen öffentlichen Aufträge der Europäischen Kommission zu melden.
Laut der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jährlich herausgegebenen statistischen Gesamtaufstellung nach § 8 Abs. 1 VergStatVO gab es im Jahr 2019 insgesamt 980 Lieferverträge ab dem Schwellenwert von 144.000 Euro, die von öffentlichen Auftraggebern aus Deutschland innerhalb der Europäischen Union ausgeschrieben und vergeben und die der Europäischen Kommission von Deutschland gemeldet wurden. Der größte Auftraggeber war demnach das Bundesministerium der Verteidigung, das alleine 519 Lieferverträge ab dem Schwellenwert von 144.000 Euro vergeben hat. Diese 519 Lieferverträge hatten einen Wert von insgesamt rund 3 Milliarden Euro.
Bei den Bauaufträgen war im Jahr 2019 der bedeutendste Auftraggeber das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das 337 Bauaufträge ab dem Schwellenwert von 5,548 Millionen Euro (dies waren rund 88 Prozent aller Bauaufträge ab dem Schwellenwert) mit einem Gesamtwert von rund 219 Millionen Euro ausgeschrieben und vergeben hat.
Bei den Dienstleistungsaufträgen ab dem Schwellenwert von 144.000 Euro liegen das Bundesministerium der Verteidigung sowie das Bundesministerium des Innern auf den beiden Spitzenplätzen (nach Anzahl der Aufträge). Die 248 vom Bundesministerium des Innern vergebenen Aufträge hatten ein Volumen von rund 2,2 Milliarden Euro.


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