Statistiken zu Forschung und Innovation in der Schweiz

Die Schweiz gilt laut einem Ranking als das innovativste Land der Welt. Im Jahr 2015 erwirtschaftete die Branche Forschung und Entwicklung in der Schweiz gemäß der nationalen Klassifizierung der Wirtschaftszweige eine Bruttowertschöpfung von rund 7 Milliarden Schweizer Franken. Damit lag ihr Wertschöpfungsbeitrag bei 1,1 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Der Branchenumsatz betrug im gleichen Jahr circa 12,6 Milliarden Schweizer Franken.

Die F&E-Aktivitäten reichen jedoch über diesen Wirtschaftsabschnitt hinaus und umfassen auch andere Branchen. So summierten sich die gesamten Bruttoinlandaufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Schweiz im Jahr 2015 auf rund 22,1 Milliarden Schweizer Franken. Die entsprechende Forschungsquote lag bei 3,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die höchsten F&E-Aufwendungen aller Sektoren leistete dabei die Privatwirtschaft mit circa 15,7 Milliarden Schweizer Franken. Die wichtigste Einzelbranche war die Pharmaindustrie mit Forschungsausgaben von etwa 5,5 Milliarden Schweizer Franken. Insgesamt waren 2015 in Unternehmen, Hochschulen und Einrichtungen des Bundes rund 124.250 Personen in der Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Ein weiterer Indikator für die Innovativität einer Volkswirtschaft sind die Bruttoanlageinvestitionen. Sie umfassen den Wert der Anlagen, die von inländischen Wirtschaftseinheiten erworben werden, um sie länger als ein Jahr im Produktionsprozess einzusetzen, und setzen sich zusammen aus Ausrüstungen (Maschinen und Geräte einschl. militärischer Waffensysteme) und Bauten (Wohnbauten, Nichtwohnbauten). Im Jahr 2017 betrugen die Bruttoanlageinvestitionen in der Schweiz rund 163,7 Milliarden Schweizer Franken und stiegen damit preisbereinigt um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die daraus abgeleitete Investitionsquote erreichte mit 24,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts einen Höchststand innerhalb der letzten zehn Jahre.

Auch Patente, also Schutzrechte für Erfindungen, geben Aufschluss über die Forschungslandschaft. Im Jahr 2017 wurden beim Schweizer Patentamt rund 1.630 nationale Patentgesuche aus dem In- und Ausland eingereicht und insgesamt 771 Patente erteilt. Die Zahl der eingereichten Patente ist in den letzten Jahren stetig gesunken; dies gilt auch für die inländischen Patentgesuche. Die technischen Klassen mit den meisten Patentgesuchen sind Instrumente, Transport und Persönlicher Bedarf / Haushaltsgegenstände.

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