Statistiken zu Gründungen und Start-ups in der Schweiz

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz rund 43.390 Unternehmen gegründet. Dies waren circa 5 Prozent mehr als im Vorjahr mit 41.340 Neugründungen. Der Kanton mit den meisten Unternehmensgründungen war Zürich mit rund 7.820 Firmen, Rang zwei belegte Waadt (4.390) vor Genf (3.720). Bei den Branchen lag die Unternehmens- und Steuerberatung mit circa 3.970 Neueintragungen ins Handelsregister vorne, gefolgt vom Handwerk (3.560) und Unternehmensdienstleistungen (3.410).

Doch nicht jede neu gegründete Firma ist auch ein Start-up. Als solche gelten Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind sowie ein innovatives Geschäftsmodell verfolgen und/oder stark auf Wachstum ausgerichtet sind. Zu dieser speziellen Gruppe gibt es bislang keine vollständig repräsentativen Erhebungen, sondern nur Stichproben. Auch diese zeigen aber eine klare Tendenz auf. So sind infolge der Definition viele Start-ups in der Schweiz in hoch innovativen Branchen tätig, insbesondere im Bereich Finanzen / Fintech (18,1 Prozent), Software as a Service (11,4 Prozent) und IT / Softwareentwicklung (10,5 Prozent). Mit 66 Prozent ist der Großteil der Start-ups in Zürich angesiedelt, andere Städte folgen mit deutlichem Abstand. Im Durchschnitt beschäftigt ein Start-up in der Schweiz 13,5 Mitarbeiter, hinzu kommen noch 2,6 Gründer. Die Mitarbeiterstruktur ist dabei sehr international zusammengesetzt: Lediglich 41,9 Prozent sind Schweizer, die Mehrheit stammt mit 53,2 Prozent aus EU-Ländern.

Die Gründer von Start-ups sind in der Regel männlich (89,3 Prozent) und zwischen 25 und 44 Jahre alt (82 Prozent). Zudem sind Start-up-Unternehmer in der Schweiz ähnlich wie ihre Belegschaft international geprägt: 50 Prozent der Gründer sind Schweizer, die andere Hälfte stammt aus dem Ausland, insbesondere aus den EU-Ländern (36,7 Prozent). Zusammenarbeit ist ein wichtiger Faktor bei der Gründung: Mehr als drei Viertel der Gründer (76,9 Prozent) starteten ihr Unternehmen in einem Team.

Fast alle Start-ups (97 Prozent) finanzieren sich wenigstens zum Teil durch Ersparnisse ihrer Gründer; auch deren Familien und Freunde steuern meist etwas bei (57 Prozent). Mit zunehmender Größe gewinnen dann aber externe Finanzierungsformen wie Business Angels und Venture Capital (Risiko-/Wagniskapital) an Bedeutung. So steigt die Summe der vergebenen Venture Capital-Investitionen in der Schweiz seit Jahren an und erreichte 2017 ein Volumen von 937,7 Millionen Schweizer Franken. Das meiste Kapital entfiel dabei mit 400,8 Millionen Schweizer Franken auf den Biotech-Sektor. Davon gingen allein 196,8 Millionen an das bei Lausanne ansässige Unternehmen ADC Therapeutics, das damit den Spitzenplatz unter den größten Investitionen einnahm und auch dazu beitrug, dass im Kanton Waadt mit insgesamt 298,3 Millionen Schweizer Franken am meisten Risikokapital in Start-ups investiert wurde, gefolgt von Zürich (273 Millionen Schweizer Franken) und Basel-Stadt (82,3 Millionen Schweizer Franken).

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