Statistiken zur Weltwirtschaft

Das weltweit erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt (BIP), d.h. der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in diesem Jahr hergestellt wurden, lag 2017 bei circa 79,9 Billionen US-Dollar. Die Staaten mit dem größten Bruttoinlandsprodukt sind die USA (20,4 Billionen US-Dollar), China (14,1 Billionen US-Dollar) und Japan (5,2 Billionen US-Dollar); Deutschland folgt mit rund 4,2 Billionen US-Dollar auf Rang vier. Diese Rangliste wird sich aber laut einer Prognose für das Jahr 2030 in den nächsten Jahrzehnten deutlich verändern, da Schwellenländer wie China und Indien deutlich stärker wachsen als die Industriestaaten. Insgesamt wird das Weltwirtschaftswachstum 2018 voraussichtlich bei 3,7 Prozent liegen - 2017 waren es ebenfalls circa 3,7 Prozent. Rechnet man allerdings das Bruttoinlandsprodukt auf die Einwohnerzahl um, liegen die Industriestaaten beim BIP pro Kopf noch deutlich vor den Schwellenländern. Die Staaten mit dem höchsten BIP pro Kopf sind Luxemburg mit rund 120.000 US-Dollar je Einwohner, die Schweiz mit rund 87.000 US-Dollar je Einwohner und Island mit rund 85.000 US-Dollar je Einwohner (Schätzungen für 2018). Die Länder mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt waren 2018 der Südsudan, Malawi, Burundi und die Zentralafrikanische Republik, wo das BIP pro Einwohner voraussichtlich jeweils unter 426 US-Dollar lag. Das durchschnittliche weltweite Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2017 bei gut 11.000 US-Dollar.

Im Jahr 2017 gab es weltweit geschätzt rund 192,7 Millionen Arbeitslose ; das entspricht einer globalen Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten im Jahr 2017 waren die Arabische Welt mit circa 10,3 Prozent und der Mittlere Osten und Nordafrika mit circa 10,5 Prozent. 2017 waren weltweit geschätzt rund 73,3 Millionen Jugendliche arbeitslos; die globale Jugendarbeitslosenquote wird mit 13,6 Prozent angegeben. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten bei Jugendlichen waren wiederum die Arabische Welt mit circa 27,3 Prozent und der Mittlere Osten und Nordafrika mit circa 28,1 Prozent.

Die weltweite Inflationsrate betrug 2018 rund 3,8 Prozent, während es 2011 noch rund 5,05 Prozent gewesen waren. Am stärksten stiegen die Verbraucherpreise im Venezuela (circa 1,37 Millionen Prozent), dem Südsudan (rund 106,4 Prozent) und dem Sudan (rund 61,8 Prozent). Die Länder mit den niedrigsten Inflationsraten 2018 sind Ecuador (-0,18 Prozent), der Senegal (0,38 Prozent) und Brunei (0,4 Prozent).

Die größte Exportnation und damit "Exportweltmeister" war 2017 China mit Ausfuhren im Wert von rund 2,26 Billionen US-Dollar. Auf Rang zwei folgen die USA (rund 1,55 Billionen US-Dollar) vor Deutschland (rund 1,45 Billionen US-Dollar). Bei den wichtigsten Importländern belegten die USA mit Einfuhren von rund 2,41 Billionen US-Dollar Platz eins vor China (rund 1,84 Billionen US-Dollar) und Deutschland (rund 1,17 Billionen US-Dollar).
Während die USA 2017 mit rund 862,8 Milliarden US-Dollar das größte Handelsbilanzdefizit weltweit verzeichnen mussten, erwirtschaftete China mit gut 421,4 Milliarden US-Dollar den größten Handelsbilanzüberschuss. Deutschland liegt hier mit einem Exportplus von circa 281,3 Milliarden US-Dollar auf Rang zwei. Dieses Ungleichgewicht spiegelt sich auch in den bilateralen Handelsbeziehungen zwischen den USA und seinen Handelspartnern wider und wird seitens der USA als Begründung für den Handelskrieg herangezogen.

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