Statistiken zur Weltwirtschaft

Das weltweit erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt (BIP), d.h. der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in diesem Jahr hergestellt wurden, lag 2018 bei circa 84,9 Billionen US-Dollar. Die Staaten mit dem größten Bruttoinlandsprodukt sind die USA (20,6 Billionen US-Dollar), China (13,4 Billionen US-Dollar) und Japan (5 Billionen US-Dollar); Deutschland folgt mit rund 4 Billionen US-Dollar auf Rang vier. Diese Rangliste wird sich aber laut einer Prognose für das Jahr 2030 in den nächsten Jahrzehnten deutlich verändern, da Schwellenländer wie China und Indien deutlich stärker wachsen als die Industriestaaten. Insgesamt wird das Weltwirtschaftswachstum 2019 voraussichtlich bei 3 Prozent liegen - 2018 waren es noch circa 3,6 Prozent. Rechnet man allerdings das Bruttoinlandsprodukt auf die Einwohnerzahl um, liegen die Industriestaaten beim BIP pro Kopf noch deutlich vor den Schwellenländern. Die Staaten mit dem höchsten BIP pro Kopf sind Luxemburg mit rund 116.000 US-Dollar je Einwohner, die Schweiz mit rund 83.000 US-Dollar je Einwohner und Macao mit rund 82.000 US-Dollar je Einwohner (Schätzungen für 2018). Die Länder mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt waren 2018 Burundi, Eritrea, Malawi und der Südsudan, wo das BIP pro Einwohner voraussichtlich jeweils unter 354 US-Dollar lag. Das durchschnittliche weltweite Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2018 bei gut 11.300 US-Dollar.

Im Jahr 2018 gab es weltweit geschätzt rund 172,5 Millionen Arbeitslose ; das entspricht einer globalen Arbeitslosenquote von 5 Prozent. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten im Jahr 2018 waren die Arabische Welt mit circa 10 Prozent und der Mittlere Osten und Nordafrika mit circa 9,8 Prozent. 2018 waren weltweit geschätzt rund 73,2 Millionen Jugendliche arbeitslos; die globale Jugendarbeitslosenquote wird mit 12,8 Prozent angegeben. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten bei Jugendlichen waren wiederum die Arabische Welt mit circa 26 Prozent und der Mittlere Osten und Nordafrika mit circa 26,1 Prozent.

Die weltweite Inflationsrate betrug 2018 rund 3,6 Prozent, während es 2011 noch rund 5,06 Prozent gewesen waren. Am stärksten stiegen die Verbraucherpreise im Venezuela (circa 65.374 Prozent), dem Südsudan (rund 83,5 Prozent) und dem Sudan (rund 63,3 Prozent). Die Länder mit den niedrigsten Inflationsraten 2018 sind Eritrea (-14,4 Prozent), der St. Kitts und Nevis (-0,23 Prozent) und Ecuador (-0,22 Prozent).

Die größte Exportnation und damit "Exportweltmeister" war 2018 China mit Ausfuhren im Wert von rund 2,49 Billionen US-Dollar. Auf Rang zwei folgen die USA (rund 1,66 Billionen US-Dollar) vor Deutschland (rund 1,56 Billionen US-Dollar). Bei den wichtigsten Importländern belegten die USA mit Einfuhren von rund 2,61 Billionen US-Dollar Platz eins vor China (rund 2,14 Billionen US-Dollar) und Deutschland (rund 1,29 Billionen US-Dollar).
Während die USA 2018 mit rund 950,2 Milliarden US-Dollar das größte Handelsbilanzdefizit weltweit verzeichnen mussten, erwirtschaftete China mit gut 351,1 Milliarden US-Dollar den größten Handelsbilanzüberschuss. Deutschland liegt hier mit einem Exportplus von circa 275,2 Milliarden US-Dollar auf Rang zwei. Dieses Ungleichgewicht spiegelt sich auch in den bilateralen Handelsbeziehungen zwischen den USA und seinen Handelspartnern wider und wird seitens der USA als Begründung für den Handelskrieg herangezogen.

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