Statistiken zur Weltwirtschaft

Das weltweit erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt (BIP), d.h. der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in diesem Jahr hergestellt wurden, lag 2016 bei circa 75,3 Billionen US-Dollar. Die Staaten mit dem größten Bruttoinlandsprodukt sind die USA (18,57 Billionen US-Dollar), China (11,22 Billionen US-Dollar) und Japan (4,94 Billionen US-Dollar); Deutschland folgt mit rund 3,47 Billionen US-Dollar auf Rang vier. Diese Rangliste wird sich aber laut einer Prognose für das Jahr 2030 in den nächsten Jahrzehnten deutlich verändern, da Schwellenländer wie China und Indien deutlich stärker wachsen als die Industriestaaten. Insgesamt wird das Weltwirtschaftswachstum 2017 voraussichtlich bei 3,5 Prozent liegen - 2016 waren es noch circa 3,1 Prozent. Rechnet man allerdings das Bruttoinlandsprodukt auf die Einwohnerzahl um, liegen die Industriestaaten beim BIP pro Kopf noch deutlich vor den Schwellenländern. Die Staaten mit dem höchsten BIP pro Kopf sind Luxemburg mit rund 103.000 US-Dollar je Einwohner, die Schweiz mit rund 79.000 US-Dollar je Einwohner, Norwegen und Macao mit jeweils rund 70.000 US-Dollar je Einwohner (Schätzungen für 2016). Die Länder mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt waren 2016 der Südsudan, Malawi, Burundi und die Zentralafrikanische Republik, wo das BIP pro Einwohner voraussichtlich jeweils unter 370 US-Dollar lag. Das durchschnittliche weltweite Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2015 bei gut 10.000 US-Dollar.

Im Jahr 2016 gab es weltweit rund 201 Millionen Arbeitslose ; das entspricht einer globalen Arbeitslosenquote von 5,75 Prozent. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten im Jahr 2016 waren voraussichtlich Nordafrika und der Nahe Osten mit geschätzt rund 11,2 Prozent. 2016 waren weltweit geschätzt rund 73,55 Millionen Jugendliche arbeitslos; die globale Jugendarbeitslosenquote wird mit 13,55 Prozent angegeben. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten bei Jugendlichen waren wiederum Nordafrika und der Nahe Osten mit geschätzt rund 29,75 Prozent.

Die weltweite Inflationsrate betrug 2016 rund 2,8 Prozent, während es 2011 noch rund 5,05 Prozent gewesen waren. Am stärksten stiegen die Verbraucherpreise im Südsudan (379,85 Prozent), Venezuela (rund 250 Prozent) und Surinam (rund 55,5 Prozent). Die Länder mit den niedrigsten Inflationsraten 2016 sind Mali (-1,8 Prozent), St. Lucia (-1,74 Prozent) und Simbabwe (-1,57 Prozent).

Die größte Exportnation und damit "Exportweltmeister" war 2016 China mit Ausfuhren im Wert von rund 2,1 Billionen US-Dollar. Auf Rang zwei folgen die USA (1,45 Billionen US-Dollar) vor Deutschland (1,34 Billionen US-Dollar). Bei den wichtigsten Importländern belegten die USA mit Einfuhren von rund 2,25 Billionen US-Dollar Platz eins vor China (1,58 Billionen US-Dollar) und Deutschland (1,05 Billionen US-Dollar).
Während die USA 2016 mit rund 796,7 Milliarden US-Dollar das größte Handelsbilanzdefizit weltweit verzeichnen mussten, erwirtschaftete China mit gut 510,7 Milliarden US-Dollar den größten Handelsbilanzüberschuss. Deutschland liegt hier mit einem Exportplus von circa 284,8 Milliarden US-Dollar auf Rang zwei.

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