Statistiken zur Weltwirtschaft

Statistiken zur Weltwirtschaft

Das weltweit erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt (BIP), d.h. der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in diesem Jahr hergestellt wurden, lag 2014 bei rund 77,3 Billionen US-Dollar. Die Staaten mit dem größten Bruttoinlandsprodukt sind die USA (17,3 Billionen US-Dollar), China (10,4 Billionen US-Dollar) und Japan (4,6 Billionen US-Dollar); Deutschland folgt mit rund 3,9 Billionen US-Dollar auf Rang vier. Diese Rangliste wird sich aber laut einer Prognose für das Jahr 2030 in den nächsten Jahrzehnten deutlich verändern, da Schwellenländer wie China und Indien deutlich stärker wachsen als die Industriestaaten. Insgesamt wird das Weltwirtschaftswachstum 2015 voraussichtlich bei 3,1 Prozent liegen - 2014 waren es noch 3,4 Prozent. Rechnet man allerdings das Bruttoinlandsprodukt auf die Einwohnerzahl um, liegen die Industriestaaten beim BIP pro Kopf noch deutlich vor den Schwellenländern. Die Staaten mit dem höchsten BIP pro Kopf sind Luxemburg mit rund 100.000 US-Dollar je Einwohner, die Schweiz, Katar und Norwegen mit jeweils rund 80.000 US-Dollar je Einwohner (Schätzungen für 2015). Die Länder mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt werden 2015 Malawi, Burundi, die Zentralafrikanische Republik und Gambia sein, wo das BIP pro Einwohner voraussichtlich jeweils unter 400 US-Dollar liegen wird. Das durchschnittliche weltweite Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2014 bei gut 10.800 US-Dollar.


Im Jahr 2015 wird es weltweit rund 204 Millionen Arbeitslose geben; das entspricht einer globalen Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten im Jahr 2015 waren voraussichtlich Nordafrika und der Nahe Osten mit geschätzt rund 11,7 Prozent. 2015 warenweltweit geschätzt rund 73,8 Millionen Jugendliche arbeitslos; die globale Jugendarbeitslosenquote wird mit 13,1 Prozent angegeben. Die Weltregionen mit den höchsten Arbeitslosenquoten bei Jugendlichen waren wiederum Nordafrika und der Nahe Osten mit geschätzt rund 29,8 Prozent.

Die weltweite Inflationsrate betrug 2015 rund 3,3 Prozent, während es 2011 noch rund 5,15 Prozent gewesen waren. Am stärksten stiegen die Verbraucherpreise in Venezuela (159,1 Prozent), der Ukraine (rund 50 Prozent) und dem Südsudan (rund 41 Prozent). Die Länder mit den niedrigsten Inflationsraten 2015 sind Afghanistan (-1,94 Prozent), Simbabwe (-1,61 Prozent) und El Salvador (-1,16 Prozent).

Die größte Exportnation und damit "Exportweltmeister" war 2014 China mit Ausfuhren im Wert von rund 2,34 Billionen US-Dollar. Auf Rang zwei folgen die USA (1,6 Billionen US-Dollar) knapp vor Deutschland (1,5 Billionen US-Dollar). Bei den wichtigsten Importländern belegten die USA mit Einfuhren von rund 2,41 Billionen US-Dollar Platz eins vor China (1,96 Billionen US-Dollar) und Deutschland (1,22 Billionen US-Dollar). Während die USA 2014 mit rund 792 Milliarden US-Dollar das größte Handelsbilanzdefizit weltweit verzeichnen mussten, erwirtschaftete China mit gut 383 Milliarden US-Dollar den größten Handelsbilanzüberschuss. Deutschland liegt hier mit einem Exportplus von circa 292 Milliarden US-Dollar auf Rang zwei.

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