Statistiken zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Österreich

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bezeichnet den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb der Landesgrenzen hergestellt werden und dem Endverbrauch dienen. Es gilt als wichtiger Indikator für die Wirtschaftskraft eines Landes oder einer Region. Im Jahr 2017 betrug das Bruttoinlandsprodukt von Österreich rund 369,2 Milliarden Euro. Das Bundesland mit der stärksten Wirtschaftskraft war 2016 - übergreifende Zahlen zum regionalen BIP erscheinen erst mit fast einem Jahr Verzögerung gegenüber den nationalen Werten - Wien mit einem BIP von circa 90,1 Milliarden Euro; in deutlichem Abstand folgten Oberösterreich (60 Milliarden Euro) und Niederösterreich (55 Milliarden Euro). Am wenigsten trugen das Burgenland (8,2 Milliarden Euro), Vorarlberg (17,3 Milliarden Euro) und Kärnten (19,3 Milliarden Euro) zur Wirtschaftsleistung von Österreich bei.

Einen anderen Blickwinkel als die absoluten Werte bietet die Umrechnung der Wirtschaftskraft auf die Einwohnerzahl, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Dieses lag in Österreich 2017 bei 41.970 Euro. Im Vergleich der Bundesländer erzielte Salzburg im Jahr 2016 mit 48.700 Euro pro Kopf den höchsten Wert, gefolgt von Wien (48.600 Euro) und Vorarlberg (44.700 Euro). Am unteren Ende der Skala standen das Burgenland (28.000 Euro), Niederösterreich (33.100 Euro) und Kärnten (34.300 Euro). Darüber hinaus kann das BIP in Relation zur Anzahl der Erwerbstätigen gesetzt werden, was auch als Maß für die Arbeitsproduktivität gilt. Dieser Indikator lag 2017 bei 97.300 Euro pro Vollzeiterwerbstätigem.

Wenn allgemein von Wirtschaftswachstum die Rede ist, so ist damit in der Regel die Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gemeint, das auch die Preisentwicklung berücksichtigt. Im Jahr 2017 wuchs die Wirtschaft in Österreich um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit so dynamisch wie seit 2011 nicht mehr. Erste Prognosen sagen für 2018 ein ähnliches Wachstum voraus. Unter den Bundesländern waren 2016 Salzburg (2,5 Prozent), Tirol (1,8 Prozent) und Kärnten (1,7 Prozent) am wachstumsstärksten, während Vorarlberg (0,3 Prozent), das Burgenland (0,3 Prozent) und die Steiermark (0,9 Prozent) am schwächsten zulegten.

Eng verwandt mit dem Bruttoinlandsprodukt ist die Bruttowertschöpfung, die als Maß für den Beitrag einzelner Branchen und Sektoren zur Wirtschaftsleistung herangezogen wird. Die Wertschöpfung aller Branchen bzw. aller wirtschaftlichen Sektoren ergibt die Wertschöpfung der gesamten Volkswirtschaft, was nach Berichtigungen dem BIP entspricht. Im langjährigen Vergleich der Wirtschaftsstruktur von Österreich zeigt sich eine zunehmende Bedeutung des Dienstleistungssektors, der 2017 rund 70,4 Prozent der Bruttowertschöpfung ausmachte. Die größte Bruttowertschöpfung aller Branchen erwirtschafteten im Jahr 2017 das Verarbeitende Gewerbe nebst Bergbau (62,2 Milliarden Euro), das Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen (40,6 Milliarden Euro) und der Handel (40,3 Milliarden Euro). Diese drei Branchen zusammen machten 43,4 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Österreich aus. Das Branchenwachstum war 2017 in der Energie- und Wasserversorgung / Abfallentsorgung mit preisbereinigten 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr am höchsten, gefolgt von der Industrie (6,7 Prozent) und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (3,4 Prozent). Einbußen musste hingegen die Agrarwirtschaft (-2,2 Prozent) hinnehmen; die Bereiche sonstige Dienstleistungen und öffentliche Verwaltung wuchsen jeweils nur um relativ schwache 0,7 Prozent.

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