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Statistiken zum Arbeitsmarkt in Deutschland

Der Arbeitsmarkt kann als Bereich der Wirtschaft betrachtet werden, in dem Angebot und Nachfrage von und nach Arbeit wechselseitig Einfluss aufeinander ausüben und so wiederum selbst die allgemeine Landschaft rund um das Thema Beschäftigung bestimmen. Doch auch Faktoren wie Alter, Region, wirtschaftliche Branchen, Geschlechterdifferenzen oder eben Krisen wie jene durch das Corona-Virus bedingte beeinflussen die Thematik rund um den Arbeitsmarkt.

Auf dem Stellenmarkt der Bundesrepublik ist seit 2019, dabei insbesondere im Corona-bedingten Krisenjahr 2020, ein deutlicher Rückgang der offenen Stellen zu verzeichnen. Die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen ist dabei von ca. 796.000 im Jahr 2018 auf ca. 613.000 im Jahr 2020 zurückgegangen. Und auch bei der Anzahl erwerbstätiger Personen in Deutschland (nach dem Inlandskonzept) ließen sich von 2019 auf 2020 rückläufige Zahlen beobachten, von ca. 45,3 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 2019 auf rund 45,8 Millionen im Jahr 2020. Hinsichtlich der Differenzen zwischen den Branchen bei den Erwerbstätigenzahlen waren die meisten Personen im Jahr 2020 in Dienstleistungsbereichen beschäftigt: Etwa 33,5 Millionen Erwerbstätige gingen im genannten Jahr einer Beschäftigung in diesem Sektor nach. Doch auch zwischen Bundesländern oder den Geschlechtern gibt es teils deutliche Unterschiede hinsichtlich der Erwerbstätigkeit.

Steigende Arbeitslosenquote durch die Corona-Pandemie

Im Einklang mit dem Corona-bedingten Rückgang des Stellenangebots und rückläufigen Erwerbstätigenzahlen steht wiederum eine seit 2020 steigende Arbeitslosenquote in Deutschland (von 5 Prozent im Jahr 2019 auf 5,9 Prozent im Jahr 2020). Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass nicht alle Beschäftigungslosen in die Arbeitslosenquote eingerechnet werden: Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik beispielsweise, oder erwerbsfähige Leistungsberechtigte, denen Arbeit nach § 10 SGB II nicht zumutbar ist, werden wegen mangelnder Verfügbarkeit nicht als arbeitslos gezählt.

Zahlreiche Branchen kämpften mit dem wirtschaftlichen Lockdown. Die Bundesregierung versuchte mit zahlreichen Mitteln die Arbeitslosenzahlen und Insolvenzen in der deutschen Wirtschaft auf einem geringen Niveau zu halten. Ein Mittel war die Kurzarbeit: Die Arbeitszeiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden reduziert, das fehlende Gehalt durch den Verdienstausfall wird durch die Bundesagentur für Arbeit und der Auszahlung von Kurzarbeitergeld (teilweise) kompensiert. Im April 2020 summierte sich Anzahl der Kurzarbeiter auf rund sechs Millionen Menschen. Am stärksten war die Branche des Gastgewerbes betroffen, dort befanden sich rund 62,7 Prozent aller Beschäftigten im April 2020 in Kurzarbeit. Ein Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer musste ins Home Office wechseln, doch nicht alle Branchen konnten ihre Produkte und Dienstleistungen aus der Heimarbeit verrichten.

Arbeitszeiten und Gehalt

Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb in den vergangenen Jahren, vor allem bei Frauen, relativ konstant. Bei Männern lässt sich von 2009 bis 2019 eine leichte Verschiebung Richtung verringerter Wochenarbeitszeit erkennen (von 40,1 Stunden pro Woche in 2009 zu 38,6 Stunden im Jahr 2019). Deutlich treten hier die Differenzen zwischen den Geschlechtern hervor: Männer arbeiteten von 2009 bis 2019 stets ca. 8 bis 10 Stunden mehr als Frauen. Mit Blick auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sind weiterhin durchschnittliche Zahlen zu Überstunden und krankheitsbedingten Fehltagen in Deutschland interessant. Letztere erreichten im Jahr 2020 mit durchschnittlich 11,2 Tagen je Arbeitnehmenden den Höchststand der letzten 20 Jahre.

Unverzichtbar bei der Sicht auf den Arbeitsmarkt ist jedoch auch die Betrachtung durchschnittlicher Gehälter. Hier kann nach monatlichen oder jährlichen sowie Brutto - oder Nettogehältern unterschieden werden. So betrug das durchschnittliche monatliche Nettogehalt (das Gehalt, von dem sämtliche Abzüge bereits abgerechnet wurden) 2.084 Euro im Jahr 2020. Vor allem auch beim Gehalt lohnt sich die differenzierte Betrachtung unter Aspekten wie Geschlecht, Bundesland oder Branche.



Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Arbeitsmarkt in Deutschland " und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Stellenmarkt

Gehälter

Überstunden und Fehltage

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 105 Statistiken aus dem Thema "Arbeitsmarkt in Deutschland ".

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Statistiken zum Arbeitsmarkt in Deutschland

Der Arbeitsmarkt kann als Bereich der Wirtschaft betrachtet werden, in dem Angebot und Nachfrage von und nach Arbeit wechselseitig Einfluss aufeinander ausüben und so wiederum selbst die allgemeine Landschaft rund um das Thema Beschäftigung bestimmen. Doch auch Faktoren wie Alter, Region, wirtschaftliche Branchen, Geschlechterdifferenzen oder eben Krisen wie jene durch das Corona-Virus bedingte beeinflussen die Thematik rund um den Arbeitsmarkt.

Auf dem Stellenmarkt der Bundesrepublik ist seit 2019, dabei insbesondere im Corona-bedingten Krisenjahr 2020, ein deutlicher Rückgang der offenen Stellen zu verzeichnen. Die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen ist dabei von ca. 796.000 im Jahr 2018 auf ca. 613.000 im Jahr 2020 zurückgegangen. Und auch bei der Anzahl erwerbstätiger Personen in Deutschland (nach dem Inlandskonzept) ließen sich von 2019 auf 2020 rückläufige Zahlen beobachten, von ca. 45,3 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 2019 auf rund 45,8 Millionen im Jahr 2020. Hinsichtlich der Differenzen zwischen den Branchen bei den Erwerbstätigenzahlen waren die meisten Personen im Jahr 2020 in Dienstleistungsbereichen beschäftigt: Etwa 33,5 Millionen Erwerbstätige gingen im genannten Jahr einer Beschäftigung in diesem Sektor nach. Doch auch zwischen Bundesländern oder den Geschlechtern gibt es teils deutliche Unterschiede hinsichtlich der Erwerbstätigkeit.

Steigende Arbeitslosenquote durch die Corona-Pandemie

Im Einklang mit dem Corona-bedingten Rückgang des Stellenangebots und rückläufigen Erwerbstätigenzahlen steht wiederum eine seit 2020 steigende Arbeitslosenquote in Deutschland (von 5 Prozent im Jahr 2019 auf 5,9 Prozent im Jahr 2020). Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass nicht alle Beschäftigungslosen in die Arbeitslosenquote eingerechnet werden: Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik beispielsweise, oder erwerbsfähige Leistungsberechtigte, denen Arbeit nach § 10 SGB II nicht zumutbar ist, werden wegen mangelnder Verfügbarkeit nicht als arbeitslos gezählt.

Zahlreiche Branchen kämpften mit dem wirtschaftlichen Lockdown. Die Bundesregierung versuchte mit zahlreichen Mitteln die Arbeitslosenzahlen und Insolvenzen in der deutschen Wirtschaft auf einem geringen Niveau zu halten. Ein Mittel war die Kurzarbeit: Die Arbeitszeiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden reduziert, das fehlende Gehalt durch den Verdienstausfall wird durch die Bundesagentur für Arbeit und der Auszahlung von Kurzarbeitergeld (teilweise) kompensiert. Im April 2020 summierte sich Anzahl der Kurzarbeiter auf rund sechs Millionen Menschen. Am stärksten war die Branche des Gastgewerbes betroffen, dort befanden sich rund 62,7 Prozent aller Beschäftigten im April 2020 in Kurzarbeit. Ein Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer musste ins Home Office wechseln, doch nicht alle Branchen konnten ihre Produkte und Dienstleistungen aus der Heimarbeit verrichten.

Arbeitszeiten und Gehalt

Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb in den vergangenen Jahren, vor allem bei Frauen, relativ konstant. Bei Männern lässt sich von 2009 bis 2019 eine leichte Verschiebung Richtung verringerter Wochenarbeitszeit erkennen (von 40,1 Stunden pro Woche in 2009 zu 38,6 Stunden im Jahr 2019). Deutlich treten hier die Differenzen zwischen den Geschlechtern hervor: Männer arbeiteten von 2009 bis 2019 stets ca. 8 bis 10 Stunden mehr als Frauen. Mit Blick auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sind weiterhin durchschnittliche Zahlen zu Überstunden und krankheitsbedingten Fehltagen in Deutschland interessant. Letztere erreichten im Jahr 2020 mit durchschnittlich 11,2 Tagen je Arbeitnehmenden den Höchststand der letzten 20 Jahre.

Unverzichtbar bei der Sicht auf den Arbeitsmarkt ist jedoch auch die Betrachtung durchschnittlicher Gehälter. Hier kann nach monatlichen oder jährlichen sowie Brutto - oder Nettogehältern unterschieden werden. So betrug das durchschnittliche monatliche Nettogehalt (das Gehalt, von dem sämtliche Abzüge bereits abgerechnet wurden) 2.084 Euro im Jahr 2020. Vor allem auch beim Gehalt lohnt sich die differenzierte Betrachtung unter Aspekten wie Geschlecht, Bundesland oder Branche.



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