Statistiken zum Arbeitsmarkt in Deutschland

Der Arbeitsmarkt kann als Bereich der Wirtschaft betrachtet werden, in dem Angebot und Nachfrage von und nach Arbeit wechselseitig Einfluss aufeinander ausüben und so wiederum selbst die allgemeine Landschaft rund um das Thema Beschäftigung bestimmen. Doch auch Faktoren wie Alter, Region, wirtschaftliche Branchen oder Geschlechterdifferenzen beeinflussen die Thematik rund um den Arbeitsmarkt.

Auf dem Stellenmarkt der Bundesrepublik ist von 2013 bis 2018 ein stetiges Wachstums offener Stellen zu verzeichnen. So ist die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen von ca. 457.000 im Jahr 2013 um fast das doppelte, auf ca. 796.000 im Jahr 2018, gestiegen. Auffällig sind dabei einerseits Differenzen zwischen den Branchen – die meisten offenen Stellen verzeichnete mit einem Anteil von fast 21 Prozent die Kategorie „Industrie/ Technik“, an zweitstärkster Stelle lag mit einem Anteil von ca. 17 Prozent die Branche Handel – doch auch zwischen den Bundesländern existieren teilweise weite Sprünge in der Anzahl offener Stellen.

Ein Wachstum lässt sich auch bei der Anzahl erwerbstätiger Personen in Deutschland (nach dem Inlandskonzept) verzeichnen. Seit 2005 stieg die Anzahl der Erwerbstätigen von ca. 39,31 Millionen kontinuierlich auf knapp 45 Millionen im Jahr 2018. Auch hierbei lohnt sich der Blick auf Differenzen zum Beispiel zwischen Bundesländern, Branchen oder Geschlechtern.

Im Einklang mit einem wachsenden Stellenangebot und einer steigenden Anzahl an Erwerbstätigen steht wiederum eine von 2013 bis 2018 konsequent sinkende Arbeitslosenquote in Deutschland (von 6,9 Prozent im Jahr 2013 auf 5,2 Prozent im Jahr 2018). Allerdings sollte hierbei beachtet werden, dass nicht alle Beschäftigungslosen in die Arbeitslosenquote mit einberechnet werden: Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik beispielsweise, oder erwerbsfähige Leistungsberechtigte, denen Arbeit nach § 10 SGB II nicht zumutbar ist, werden wegen mangelnder Verfügbarkeit nicht als arbeitslos gezählt.

Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb in den letzten Jahren, vor allem bei Frauen, relativ konstant. Bei Männern lässt sich von 2009 bis 2017 eine leichte Verschiebung Richtung verringerter Wochenarbeitszeit erkennen (von 40,1 Stunden pro Woche in 2009 zu 38,9 Stunden im Jahr 2017). Deutlich treten hier die Differenzen zwischen den Geschlechtern hervor: Männer arbeiteten von 2008 bis 2018 stets ca. 9 bis 10 Stunden mehr als Frauen. Mit Blick auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sind weiterhin durchschnittliche Zahlen zu Überstunden und krankheitsbedingten Fehltagen in Deutschland interessant.

Unverzichtbar bei der der Sicht auf den Arbeitsmarkt ist auch die Betrachtung durchschnittlicher Gehälter. Hier kann nach monatlichen oder jährlichen sowie Brutto - oder Nettogehältern unterschieden werden. So betrug das durchschnittliche monatliche Nettogehalt (das Gehalt, von dem sämtliche Abzüge bereits abgerechnet wurden) 1.945 Euro im Jahr 2018. Vor allem auch beim Gehalt lohnt sich die differenzierte Betrachtung unter Aspekten wie Geschlecht, Bundesland oder Branche.



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