Statistiken zu Gründungen und Start-ups in Österreich

Im Jahr 2016 wurden in Österreich rund 39.970 Unternehmen gegründet. Dies waren circa 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr (38.640 Neugründungen). Das Bundesland mit den meisten Unternehmensgründungen war Wien mit rund 8.980 Firmen, Rang zwei belegte Niederösterreich (8.490) vor der Steiermark (6.140). Bei den Branchen lag die Personenberatung und Personenbetreuung mit circa 12.330 Neugründungen vorne, mit einigem Abstand gefolgt von Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (2.080) und persönlichen Dienstleistern (1.910).


Doch nicht jede neu gegründete Firma ist auch ein Start-up. Als solche gelten Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind sowie ein innovatives Geschäftsmodell verfolgen und/oder stark auf Wachstum ausgerichtet sind. Zu dieser speziellen Gruppe gibt es bislang keine vollständig repräsentativen Erhebungen, sondern nur Stichproben. Auch diese zeigen aber eine klare Tendenz auf. So sind infolge der Definition viele Start-ups in Österreich in hoch innovativen Branchen tätig, insbesondere im Bereich IT / Softwareentwicklung und Software as a Service (jeweils 13,3 Prozent) sowie Finanzen / Fintech (10,3 Prozent). Mit 50,7 Prozent ist der Großteil der Start-ups in Wien angesiedelt. Im Durchschnitt beschäftigt ein Start-up in Österreich 6,3 Mitarbeiter, hinzu kommen noch 2,3 Gründer. 73,5 Prozent der Mitarbeiter sind Österreicher, 18 Prozent kommen aus EU-Ländern und 8,4 Prozent aus Nicht-EU-Staaten.

Die Gründer von Start-ups sind in der Regel männlich (92,9 Prozent) und zwischen 25 und 44 Jahre alt (76,1 Prozent). Zudem sind Start-up-Unternehmer in Österreich ähnlich wie ihre Belegschaft zumeist Inländer (69 Prozent), 27 Prozent stammen aus der EU und 4 Prozent aus dem Nicht-EU-Ausland. Zusammenarbeit ist ein wichtiger Faktor bei der Gründung: Mehr als drei Viertel der Gründer (77,3 Prozent) starteten ihr Unternehmen in einem Team.

Sehr viele Start-ups in Österreich (85,5 Prozent) finanzieren sich wenigstens zum Teil durch Ersparnisse ihrer Gründer; auch deren Familien und Freunde steuern häufiger etwas bei (26,5 Prozent). Mit zunehmender Größe gewinnen dann aber externe Finanzierungsformen an Bedeutung. So erhielten 55,4 Prozent der Jungunternehmen staatliche Zuschüsse und 30,1 Prozent Gelder von Inkubatoren / Acceleratoren. Insgesamt haben 74,7 Prozent der österreichischen Start-ups bereits Fremdkapital aufgenommen, 77,8 Prozent planen die Aufnahme von (weiteren) externen Geldern.

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