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Statistiken zu Gründungen und Start-ups in Österreich

Im Jahr 2020 wurden in Österreich rund 38.600 Unternehmen gegründet. Damit sank die Zahl der Gründungen das vierte Jahr in Folge. Gleiches gilt für die Gründungsintensität, d.h. die Relation zum Unternehmensbestand, die nun nur noch bei circa 7,2 Prozent liegt; dem niedrigsten Stand seit Langem. Die Branche mit den meisten Gründungen war die Personenberatung und Personenbetreuung mit etwa 6.490 neuen Firmen, gefolgt von Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie mit ungefähr 2.690 sowie dem Versand- und Internethandel mit knapp 2.490 Neugründungen.

Selbstständigkeit und Unternehmertum

Insgesamt rund 472.000 Personen waren 2020 in Österreich selbstständig; ihre Zahl sank gegenüber dem Vorjahr. Von den Bundesländern hatte Niederösterreich mit 96.200 die meisten Selbstständigen. Der häufigste Grund für den Schritt in die Selbständigkeit ist mit 68,5 Prozent der Wunsch nach mehr Autonomie. Mit Blick auf die Schwierigkeiten des Unternehmerlebens werden vor allem ein geringer Einfluss auf die Preisgestaltung (32,4 Prozent) und die Bürokratie (31,6 Prozent) genannt. Als wichtigste Eigenschaft eines erfolgreichen Unternehmers gilt 61 Prozent ein gutes Durchsetzungsvermögen.

Start-up-Unternehmen

Eine besondere Gruppe unter den neu gegründeten Firmen sind Start-ups. Als solche gelten Unternehmen, die jünger als zehn Jahre sind, innovative Produkte, Dienstleistungen, Technologien oder Geschäftsmodellen vorweisen und sich stark auf Wachstum ausrichten. Die Anzahl der Start-up-Gründungen in Österreich steigt tendenziell an, wobei im Bundesländer-Vergleich etwa die Hälfte von ihnen in Wien angesiedelt ist. Infolge der Definition sind viele österreichische Start-ups in dynamischen Branchen wie Software oder Life Sciences, aber zunehmend auch im Konsumgüterbereich tätig und bieten hoch innovative Produkte bzw. Dienstleistungen an. Die Umsätze sind dabei allerdings zunächst meist recht niedrig - im Herbst 2020 erwirtschafteten 27,7 Prozent der österreichischen Start-ups noch gar keine Erlöse.

Start-up-Gründer

Die Gründer von Start-ups in Österreich sind in der Regel männlich (64 Prozent reine Männer-Gründungen) und Inländer (82 Prozent). Zusammenarbeit ist ein wichtiger Faktor bei der Gründung: 82,5 Prozent der Unternehmen wurden im Team gestartet. Dies könnte auch die häufig mangelnde Erfahrung kompensieren - 56,2 Prozent der Start-up-Gründer hatten zuvor noch nie ein Unternehmen aufgebaut.

Start-up-Mitarbeiter

Viele österreichische Start-ups sind Kleinbetriebe und beschäftigten durchschnittlich 9,6 Mitarbeiter. Ihre Geschlechterstruktur ist mit 68,3 Prozent eher männlich geprägt; 56 Prozent der jungen Unternehmen haben Mitarbeiter aus dem Ausland, meist aus anderen Euro-Ländern. Rekrutierungsprobleme bestehen vor allem bei IT-Fachkräften - im Herbst 2020 hatten es 40,3 Prozent der Start-ups schwer, hier geeignete Mitarbeiter zu finden.

Start-up-Finanzierung und Venture Capital

Die meisten Start-ups in Österreich (70,9 Prozent) finanzieren sich wenigstens zum Teil durch Ersparnisse ihrer Gründer. Mit zunehmender Größe gewinnen dann aber externe Finanzierungsformen an Bedeutung. So erhielten 54,4 Prozent der Jungunternehmen öffentliche Zuschüsse und 29,5 Prozent Gelder von Business Angels. Insgesamt hatten im Herbst 2020 55,8 Prozent der österreichischen Start-ups bereits Fremdkapital aufgenommen; 62,5 Prozent planten die Aufnahme von (weiteren) externen Geldern. Im Rahmen solcher Finanzierungsrunden findet dann auch eine Bewertung des Unternehmens durch die Investoren statt. Die höchste Investitionssumme erhielt im Jahr 2020 das Finanzdienstleistungsunternehmen Bitpanda mit 46 Millionen Euro.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Gründungen und Start-ups in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Gründungen

Selbstständigkeit und Unternehmertum

Start-up-Unternehmen

Start-up-Gründer

Start-up-Mitarbeiter

Start-up-Finanzierung und Venture Capital

Interessante Statistiken

In den folgenden 6 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 57 Statistiken aus dem Thema "Gründungen und Start-ups in Österreich".

Gründungen und Start-ups in Österreich

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Statistiken zu Gründungen und Start-ups in Österreich

Im Jahr 2020 wurden in Österreich rund 38.600 Unternehmen gegründet. Damit sank die Zahl der Gründungen das vierte Jahr in Folge. Gleiches gilt für die Gründungsintensität, d.h. die Relation zum Unternehmensbestand, die nun nur noch bei circa 7,2 Prozent liegt; dem niedrigsten Stand seit Langem. Die Branche mit den meisten Gründungen war die Personenberatung und Personenbetreuung mit etwa 6.490 neuen Firmen, gefolgt von Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie mit ungefähr 2.690 sowie dem Versand- und Internethandel mit knapp 2.490 Neugründungen.

Selbstständigkeit und Unternehmertum

Insgesamt rund 472.000 Personen waren 2020 in Österreich selbstständig; ihre Zahl sank gegenüber dem Vorjahr. Von den Bundesländern hatte Niederösterreich mit 96.200 die meisten Selbstständigen. Der häufigste Grund für den Schritt in die Selbständigkeit ist mit 68,5 Prozent der Wunsch nach mehr Autonomie. Mit Blick auf die Schwierigkeiten des Unternehmerlebens werden vor allem ein geringer Einfluss auf die Preisgestaltung (32,4 Prozent) und die Bürokratie (31,6 Prozent) genannt. Als wichtigste Eigenschaft eines erfolgreichen Unternehmers gilt 61 Prozent ein gutes Durchsetzungsvermögen.

Start-up-Unternehmen

Eine besondere Gruppe unter den neu gegründeten Firmen sind Start-ups. Als solche gelten Unternehmen, die jünger als zehn Jahre sind, innovative Produkte, Dienstleistungen, Technologien oder Geschäftsmodellen vorweisen und sich stark auf Wachstum ausrichten. Die Anzahl der Start-up-Gründungen in Österreich steigt tendenziell an, wobei im Bundesländer-Vergleich etwa die Hälfte von ihnen in Wien angesiedelt ist. Infolge der Definition sind viele österreichische Start-ups in dynamischen Branchen wie Software oder Life Sciences, aber zunehmend auch im Konsumgüterbereich tätig und bieten hoch innovative Produkte bzw. Dienstleistungen an. Die Umsätze sind dabei allerdings zunächst meist recht niedrig - im Herbst 2020 erwirtschafteten 27,7 Prozent der österreichischen Start-ups noch gar keine Erlöse.

Start-up-Gründer

Die Gründer von Start-ups in Österreich sind in der Regel männlich (64 Prozent reine Männer-Gründungen) und Inländer (82 Prozent). Zusammenarbeit ist ein wichtiger Faktor bei der Gründung: 82,5 Prozent der Unternehmen wurden im Team gestartet. Dies könnte auch die häufig mangelnde Erfahrung kompensieren - 56,2 Prozent der Start-up-Gründer hatten zuvor noch nie ein Unternehmen aufgebaut.

Start-up-Mitarbeiter

Viele österreichische Start-ups sind Kleinbetriebe und beschäftigten durchschnittlich 9,6 Mitarbeiter. Ihre Geschlechterstruktur ist mit 68,3 Prozent eher männlich geprägt; 56 Prozent der jungen Unternehmen haben Mitarbeiter aus dem Ausland, meist aus anderen Euro-Ländern. Rekrutierungsprobleme bestehen vor allem bei IT-Fachkräften - im Herbst 2020 hatten es 40,3 Prozent der Start-ups schwer, hier geeignete Mitarbeiter zu finden.

Start-up-Finanzierung und Venture Capital

Die meisten Start-ups in Österreich (70,9 Prozent) finanzieren sich wenigstens zum Teil durch Ersparnisse ihrer Gründer. Mit zunehmender Größe gewinnen dann aber externe Finanzierungsformen an Bedeutung. So erhielten 54,4 Prozent der Jungunternehmen öffentliche Zuschüsse und 29,5 Prozent Gelder von Business Angels. Insgesamt hatten im Herbst 2020 55,8 Prozent der österreichischen Start-ups bereits Fremdkapital aufgenommen; 62,5 Prozent planten die Aufnahme von (weiteren) externen Geldern. Im Rahmen solcher Finanzierungsrunden findet dann auch eine Bewertung des Unternehmens durch die Investoren statt. Die höchste Investitionssumme erhielt im Jahr 2020 das Finanzdienstleistungsunternehmen Bitpanda mit 46 Millionen Euro.

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