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Statistiken zum privaten Konsum in Österreich

Der private Konsum war im Jahr 2020 mit 47,7 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt eine der wichtigsten Stützen der österreichischen Volkswirtschaft, wenngleich seine Bedeutung in letzter Zeit abgenommen hat - 2010 waren es noch 51,5 Prozent gewesen. Die absoluten Konsumausgaben der privaten Haushalte betrugen rund 179,2 Milliarden Euro; das waren aufgrund der Einschränkungen durch die die Corona-Pandemie preisbereinigt (real) -9,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die größten Ausgabenposten stellten das Wohnen inkl. Energie mit circa 47,6 Milliarden Euro, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit etwa 21,3 Milliarden Euro sowie der Verkehr mit ungefähr 20,5 Milliarden Euro dar. Diese drei Gruppen machten zusammen 47,5 Prozent des gesamten privaten Konsums aus.

Konsumindikatoren

Aufgrund der hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung des privaten Konsums wird mit verschiedenen Indikatoren versucht, seine Entwicklung im Voraus abzuschätzen. So wird etwa in jedem Monat eine Erhebung zum Verbrauchervertrauen durchgeführt. In diesem Rahmen wird auch nach der Anschaffungsneigung der Haushalte für größere Konsumgüter gefragt. Aufschlussreich ist zudem die monatliche Umsatzveränderung im Einzelhandel.

Kaufkraft

Ein wichtiger Maßstab für die Finanzlage der Privathaushalte ist die Kaufkraft. Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Insgesamt verfügten die österreichischen Haushalte im Jahr 2021 über eine Kaufkraftsumme von 215,7 Milliarden Euro. Jedem Österreicher standen damit durchschnittlich rund 24.200 Euro zur Verfügung; das ist im Vergleich zu den Nachbarländern etwas mehr als in Deutschland, aber nur ungefähr die Hälfte der Schweiz. Dabei bestehen auch merkliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern: Die kaufkraftstärksten Einwohner hat Niederösterreich mit circa 25.600 Euro pro Kopf; am unteren Ende der Skala hingegen steht Wien mit etwa 22.700 Euro.

Verbraucherpreise

Statistik: Inflationsrate in Österreich | Statista Einen Einfluss auf das Konsumverhalten haben schließlich auch noch die Verbraucherpreise. Ihre Veränderung wird anhand eines Warenkorbs errechnet, der eine wirklichkeitsnahe Auswahl der von den privaten Haushalten konsumierten Waren und Dienstleistungen enthält. Hier haben die Bereiche Wohnen und Energie, Verkehr sowie Restaurants und Hotels das größte Gewicht. Daraus leitet sich die Inflationsrate ab: 2020 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich um 1,4 Prozent und damit weniger stark als im Vorjahr. Allerdings kann die von den Verbrauchern gefühlte Teuerung erheblich von den offiziellen Zahlen abweichen und ebenfalls das Kaufverhalten beeinflussen. Zudem sind die Lebenshaltungskosten in Österreich im internationalen Vergleich recht hoch: Das Preisniveau lag 2020 immerhin 20 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten, und es steigt auch kontinuierlich an. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei im Bildungswesen mit 74 Prozent; billiger als im EU-Durchschnitt waren hingegen nur Alkohol, Tabakwaren und Drogen mit -2,5 Prozent.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Privater Konsum in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Private Konsumausgaben

Konsumindikatoren

Kaufkraft

Verbraucherpreise

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 25 Statistiken aus dem Thema "Privater Konsum in Österreich".

Privater Konsum in Österreich

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Statistiken zum privaten Konsum in Österreich

Der private Konsum war im Jahr 2020 mit 47,7 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt eine der wichtigsten Stützen der österreichischen Volkswirtschaft, wenngleich seine Bedeutung in letzter Zeit abgenommen hat - 2010 waren es noch 51,5 Prozent gewesen. Die absoluten Konsumausgaben der privaten Haushalte betrugen rund 179,2 Milliarden Euro; das waren aufgrund der Einschränkungen durch die die Corona-Pandemie preisbereinigt (real) -9,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die größten Ausgabenposten stellten das Wohnen inkl. Energie mit circa 47,6 Milliarden Euro, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit etwa 21,3 Milliarden Euro sowie der Verkehr mit ungefähr 20,5 Milliarden Euro dar. Diese drei Gruppen machten zusammen 47,5 Prozent des gesamten privaten Konsums aus.

Konsumindikatoren

Aufgrund der hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung des privaten Konsums wird mit verschiedenen Indikatoren versucht, seine Entwicklung im Voraus abzuschätzen. So wird etwa in jedem Monat eine Erhebung zum Verbrauchervertrauen durchgeführt. In diesem Rahmen wird auch nach der Anschaffungsneigung der Haushalte für größere Konsumgüter gefragt. Aufschlussreich ist zudem die monatliche Umsatzveränderung im Einzelhandel.

Kaufkraft

Ein wichtiger Maßstab für die Finanzlage der Privathaushalte ist die Kaufkraft. Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Insgesamt verfügten die österreichischen Haushalte im Jahr 2021 über eine Kaufkraftsumme von 215,7 Milliarden Euro. Jedem Österreicher standen damit durchschnittlich rund 24.200 Euro zur Verfügung; das ist im Vergleich zu den Nachbarländern etwas mehr als in Deutschland, aber nur ungefähr die Hälfte der Schweiz. Dabei bestehen auch merkliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern: Die kaufkraftstärksten Einwohner hat Niederösterreich mit circa 25.600 Euro pro Kopf; am unteren Ende der Skala hingegen steht Wien mit etwa 22.700 Euro.

Verbraucherpreise

Statistik: Inflationsrate in Österreich | Statista Einen Einfluss auf das Konsumverhalten haben schließlich auch noch die Verbraucherpreise. Ihre Veränderung wird anhand eines Warenkorbs errechnet, der eine wirklichkeitsnahe Auswahl der von den privaten Haushalten konsumierten Waren und Dienstleistungen enthält. Hier haben die Bereiche Wohnen und Energie, Verkehr sowie Restaurants und Hotels das größte Gewicht. Daraus leitet sich die Inflationsrate ab: 2020 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich um 1,4 Prozent und damit weniger stark als im Vorjahr. Allerdings kann die von den Verbrauchern gefühlte Teuerung erheblich von den offiziellen Zahlen abweichen und ebenfalls das Kaufverhalten beeinflussen. Zudem sind die Lebenshaltungskosten in Österreich im internationalen Vergleich recht hoch: Das Preisniveau lag 2020 immerhin 20 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten, und es steigt auch kontinuierlich an. Am deutlichsten war der Preisunterschied dabei im Bildungswesen mit 74 Prozent; billiger als im EU-Durchschnitt waren hingegen nur Alkohol, Tabakwaren und Drogen mit -2,5 Prozent.

Interessante Statistiken

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