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Statistiken zum Arbeitsmarkt in der Schweiz

Die Arbeits- bzw. Erwerbslosigkeit in der Schweiz kann auf unterschiedliche Weise gemessen werden. Für die nationale Arbeitslosenzahl werden sämtliche bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Personen gezählt, die keine Stelle haben und sofort vermittelbar sind. Nach dieser Definition gab es in der Schweiz im Jahr 2020 durchschnittlich rund 145.700 Arbeitslose und damit mehr als im Vorjahr mit circa 106.900. Daneben gibt es eine Erhebung nach den einheitlichen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die auf hochgerechneten Umfragen beruht. Demnach waren 2020 etwa 237.600 Personen erwerbslos, was ebenfalls ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr (216.300) bedeutet. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 3,1 Prozent nach nationaler bzw. bei 4,8 Prozent nach internationaler Definition und damit jeweils unter dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr lässt sich auf die Corona-Krise zurückführen. Der sprunghafte Anstieg der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer ab März 2020 zeigt die Auswirkungen der Pandemie sehr deutlich. Der Schweizer Arbeitsmarkt war vom Ausbruch des Coronavirus jedoch weit weniger betroffen als bspw. jene der europäischen Nachbarländer. So liegt die Arbeitslosenquote in der Eidgenossenschaft, wie auch schon vor der Krise, weit unter dem europäischen Durchschnitt. Für 2021 sagen Prognosen aus dem Juni eine Arbeitslosenquote zwischen 2,9 und 3,5 Prozent voraus und damit eine Quote, die zwischen 0,6 und 1,2 Prozentpunkten über dem Niveau des Jahres 2019 liegt.

Stellenmarkt

Höher als die Arbeitslosenzahl (nach nationaler Definition) ist die Zahl der bei den RAV registrierten Stellensuchenden, die zusätzlich auch nichtarbeitslose Personen einschließt. Auch hier lagen die Werte Corona-bedingt deutlich über jenen der Vorjahre: Durchschnittlich rund 230.00 Personen waren in der Schweiz offiziell auf Stellensuche; 2019 waren es nur 181.800. Dem standen 30.420 bei den RAV gemeldete offene Stellen gegenüber. Diese Kennzahl umfasst allerdings nicht den gesamten Stellenmarkt, dessen Entwicklung auch über die Zahl der veröffentlichten Stellenangebote gemessen werden kann. Ein wichtiges Thema ist der Fachkräftemangel: In einer Erhebung gaben Anfang 2019 49 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen an, Schwierigkeiten bei der Personalsuche zu haben.

Erwerbstätigenquote das 2. Jahr in Folge gesunken

Die Erwerbsbevölkerung der Schweiz, d.h. die Anzahl der Personen, die dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung stehen (inkl. sofort verfügbare Arbeitslose), betrug 2020 rund 4,93 Millionen Personen. Tatsächlich erwerbstätig waren 2020 circa 5,09 Millionen Personen; die höhere Zahl erklärt sich durch die in den Nachbarstaaten wohnhaften Grenzgänger. Die Erwerbstätigenquote lag bei 64,6 Prozent der über 15-jährigen ständigen Wohnbevölkerung. Sie war bis 2016 merklich gestiegen, was vor allem auf eine zunehmende Erwerbstätigkeit der Frauen zurückzuführen ist. Diese liegt allerdings mit 59,4 Prozent weiter klar unter jener der Männer mit 70 Prozent. Im Branchenvergleich arbeiteten die meisten Erwerbstätigen 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen (721.000), gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe (655.000) und dem Handel (596.000). Auf diese drei Branchen entfielen zusammen 38,8 Prozent der Erwerbstätigen.

Immer mehr Schweizer arbeiten in Teilzeit

Im Jahr 2020 arbeiteten insgesamt rund 1,76 Millionen Erwerbstätige in der Schweiz in Teilzeit, d.h. mit einem Beschäftigungsgrad von unter 90 Prozent. Die Teilzeitquote, also der Anteil an allen Erwerbstätigen, steigt seit Jahren an und betrug 37,4 Prozent im Jahr 2020. Dabei arbeiten Frauen mit 59,1 Prozent wesentlich häufiger in Teilzeit als Männer mit 18,3 Prozent. Das gesamte Arbeitsvolumen in der Schweiz lag 2020 bei rund 7,6 Milliarden Stunden, davon entfielen circa 4,67 Milliarden auf die Männer und etwa 2,94 Milliarden Stunden auf die Frauen. Die durchschnittliche tatsächliche Wochenarbeitszeit pro Arbeitsstelle betrug 32,7 Stunden, wobei Männer mit 37,4 Stunden wiederum länger arbeiteten als Frauen mit 27,4 Stunden. Insgesamt war die mittlere Arbeitszeit mehrere Jahre in Folge rückläufig, hat sich jedoch im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Gestiegene Löhne in 2020

Die Reallöhne, also die Löhne unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, stiegen in der Schweiz im Jahr 2020 um 1,5 Prozent. Damit sind die Reallöhne das zweite Jahr in Folge gestiegen. Der durchschnittliche Bruttomonatslohn lag 2018 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - bei rund 6.540 Schweizer Franken, wobei es je nach Region, Branche und Ausbildung deutliche Unterschiede gibt. Auch zwischen den Geschlechtern zeigt sich eine Lohnlücke: Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern betrug im Jahr 2018 in der Schweiz 11,5 Prozent; d.h. der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen war 11,5 Prozent niedriger als jener der Männer. Dies zeigt sich auch in der Gehaltszufriedenheit: Während bei einer im Sommer 2018 durchgeführten Befragung 58,5 Prozent der Männer angaben, mit ihrem Lohn zufrieden zu sein, waren es bei den Frauen nur 47,7 Prozent. Die im internationalen Vergleich relativ hohen Löhne in der Schweiz sind auch ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitskosten. Diese lagen im Jahr 2018 - auch hier gibt es noch keine aktuelleren Werte - bei circa 61,3 Schweizer Franken je geleisteter Stunde.

Arbeitszufriedenheit

Laut einer Umfrage aus dem Frühjahr 2020 lag die Arbeitszufriedenheit der Schweizer Beschäftigten bei 71 von 100 Punkten; die Zufriedenheit ist damit seit vier Jahren auf einem nahezu konstanten Niveau. 54 Prozent fühlen sich gegenüber ihrem Arbeitgeber stark verbunden. Gemäß einer weiteren Erhebung aus dem Sommer 2019 gefallen Schweizer Berufstätigen an ihrem Job vor allem die Freiheiten bei der Arbeit (31 Prozent), gefolgt von abwechslungsreicher Tätigkeit (28 Prozent) und dem Kontakt mit Menschen (22 Prozent). Negative Aspekte sind hingegen Stress (13 Prozent), ein schlechtes Gehalt (11 Prozent) und die Arbeitszeiten (11 Prozent). Die besten Arbeitgeber in der Schweiz waren laut einem Anfang 2021 erstellten Ranking der Getränkehersteller Rivella, die Schindler Holding AG und die Schweizer Paraplegiker-Gruppe.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Arbeitsmarkt in der Schweiz" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Arbeitslosigkeit

Stellenmarkt & Fachkräftemangel

Erwerbstätigkeit

Arbeitszeiten

Gehälter & Arbeitskosten

Arbeitszufriedenheit

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Die Arbeits- bzw. Erwerbslosigkeit in der Schweiz kann auf unterschiedliche Weise gemessen werden. Für die nationale Arbeitslosenzahl werden sämtliche bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Personen gezählt, die keine Stelle haben und sofort vermittelbar sind. Nach dieser Definition gab es in der Schweiz im Jahr 2020 durchschnittlich rund 145.700 Arbeitslose und damit mehr als im Vorjahr mit circa 106.900. Daneben gibt es eine Erhebung nach den einheitlichen Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die auf hochgerechneten Umfragen beruht. Demnach waren 2020 etwa 237.600 Personen erwerbslos, was ebenfalls ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr (216.300) bedeutet. Die entsprechende Arbeitslosenquote lag bei 3,1 Prozent nach nationaler bzw. bei 4,8 Prozent nach internationaler Definition und damit jeweils unter dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr lässt sich auf die Corona-Krise zurückführen. Der sprunghafte Anstieg der von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer ab März 2020 zeigt die Auswirkungen der Pandemie sehr deutlich. Der Schweizer Arbeitsmarkt war vom Ausbruch des Coronavirus jedoch weit weniger betroffen als bspw. jene der europäischen Nachbarländer. So liegt die Arbeitslosenquote in der Eidgenossenschaft, wie auch schon vor der Krise, weit unter dem europäischen Durchschnitt. Für 2021 sagen Prognosen aus dem Juni eine Arbeitslosenquote zwischen 2,9 und 3,5 Prozent voraus und damit eine Quote, die zwischen 0,6 und 1,2 Prozentpunkten über dem Niveau des Jahres 2019 liegt.

Stellenmarkt

Höher als die Arbeitslosenzahl (nach nationaler Definition) ist die Zahl der bei den RAV registrierten Stellensuchenden, die zusätzlich auch nichtarbeitslose Personen einschließt. Auch hier lagen die Werte Corona-bedingt deutlich über jenen der Vorjahre: Durchschnittlich rund 230.00 Personen waren in der Schweiz offiziell auf Stellensuche; 2019 waren es nur 181.800. Dem standen 30.420 bei den RAV gemeldete offene Stellen gegenüber. Diese Kennzahl umfasst allerdings nicht den gesamten Stellenmarkt, dessen Entwicklung auch über die Zahl der veröffentlichten Stellenangebote gemessen werden kann. Ein wichtiges Thema ist der Fachkräftemangel: In einer Erhebung gaben Anfang 2019 49 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen an, Schwierigkeiten bei der Personalsuche zu haben.

Erwerbstätigenquote das 2. Jahr in Folge gesunken

Die Erwerbsbevölkerung der Schweiz, d.h. die Anzahl der Personen, die dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung stehen (inkl. sofort verfügbare Arbeitslose), betrug 2020 rund 4,93 Millionen Personen. Tatsächlich erwerbstätig waren 2020 circa 5,09 Millionen Personen; die höhere Zahl erklärt sich durch die in den Nachbarstaaten wohnhaften Grenzgänger. Die Erwerbstätigenquote lag bei 64,6 Prozent der über 15-jährigen ständigen Wohnbevölkerung. Sie war bis 2016 merklich gestiegen, was vor allem auf eine zunehmende Erwerbstätigkeit der Frauen zurückzuführen ist. Diese liegt allerdings mit 59,4 Prozent weiter klar unter jener der Männer mit 70 Prozent. Im Branchenvergleich arbeiteten die meisten Erwerbstätigen 2020 im Gesundheits- und Sozialwesen (721.000), gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe (655.000) und dem Handel (596.000). Auf diese drei Branchen entfielen zusammen 38,8 Prozent der Erwerbstätigen.

Immer mehr Schweizer arbeiten in Teilzeit

Im Jahr 2020 arbeiteten insgesamt rund 1,76 Millionen Erwerbstätige in der Schweiz in Teilzeit, d.h. mit einem Beschäftigungsgrad von unter 90 Prozent. Die Teilzeitquote, also der Anteil an allen Erwerbstätigen, steigt seit Jahren an und betrug 37,4 Prozent im Jahr 2020. Dabei arbeiten Frauen mit 59,1 Prozent wesentlich häufiger in Teilzeit als Männer mit 18,3 Prozent. Das gesamte Arbeitsvolumen in der Schweiz lag 2020 bei rund 7,6 Milliarden Stunden, davon entfielen circa 4,67 Milliarden auf die Männer und etwa 2,94 Milliarden Stunden auf die Frauen. Die durchschnittliche tatsächliche Wochenarbeitszeit pro Arbeitsstelle betrug 32,7 Stunden, wobei Männer mit 37,4 Stunden wiederum länger arbeiteten als Frauen mit 27,4 Stunden. Insgesamt war die mittlere Arbeitszeit mehrere Jahre in Folge rückläufig, hat sich jedoch im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Gestiegene Löhne in 2020

Die Reallöhne, also die Löhne unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, stiegen in der Schweiz im Jahr 2020 um 1,5 Prozent. Damit sind die Reallöhne das zweite Jahr in Folge gestiegen. Der durchschnittliche Bruttomonatslohn lag 2018 - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - bei rund 6.540 Schweizer Franken, wobei es je nach Region, Branche und Ausbildung deutliche Unterschiede gibt. Auch zwischen den Geschlechtern zeigt sich eine Lohnlücke: Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern betrug im Jahr 2018 in der Schweiz 11,5 Prozent; d.h. der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen war 11,5 Prozent niedriger als jener der Männer. Dies zeigt sich auch in der Gehaltszufriedenheit: Während bei einer im Sommer 2018 durchgeführten Befragung 58,5 Prozent der Männer angaben, mit ihrem Lohn zufrieden zu sein, waren es bei den Frauen nur 47,7 Prozent. Die im internationalen Vergleich relativ hohen Löhne in der Schweiz sind auch ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitskosten. Diese lagen im Jahr 2018 - auch hier gibt es noch keine aktuelleren Werte - bei circa 61,3 Schweizer Franken je geleisteter Stunde.

Arbeitszufriedenheit

Laut einer Umfrage aus dem Frühjahr 2020 lag die Arbeitszufriedenheit der Schweizer Beschäftigten bei 71 von 100 Punkten; die Zufriedenheit ist damit seit vier Jahren auf einem nahezu konstanten Niveau. 54 Prozent fühlen sich gegenüber ihrem Arbeitgeber stark verbunden. Gemäß einer weiteren Erhebung aus dem Sommer 2019 gefallen Schweizer Berufstätigen an ihrem Job vor allem die Freiheiten bei der Arbeit (31 Prozent), gefolgt von abwechslungsreicher Tätigkeit (28 Prozent) und dem Kontakt mit Menschen (22 Prozent). Negative Aspekte sind hingegen Stress (13 Prozent), ein schlechtes Gehalt (11 Prozent) und die Arbeitszeiten (11 Prozent). Die besten Arbeitgeber in der Schweiz waren laut einem Anfang 2021 erstellten Ranking der Getränkehersteller Rivella, die Schindler Holding AG und die Schweizer Paraplegiker-Gruppe.

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