Statistiken zum Geschäftsklima

Statistiken zum Geschäftsklima

Das aktuelle Geschäftsklima in Deutschland

Das ifo-Geschäftsklima wird monatlich auf der Basis von etwa 7.000 Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels sowie des Einzelhandels errechnet. Die Unternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage und geben an, welche Erwartungen sie für die nächsten sechs Monate haben.


Die Jahresdurchschnittswerte des ifo-Geschäftsklimaindex zeigen eine konstante Entwicklung in den vergangenen Jahren auf. Im Jahr 2016 erreichte der Index 107,5 Punkte und sank damit im Vergleich zum Vorjahreswert um 0,6 Punkte. Konstant entwickelten sich ebenso die Jahresdurchschnittswerte des ifo-Geschäftsbeurteilungsindex, der mit 113,8 Punkten im Jahr 2016 gegenüber 2015 (113,3 Punkte) leicht angestiegen ist.

In den folgenden Abschnitten werden relevante Kennzahlen zu den größten Wirtschaftszweigen Deutschlands zusammengefasst:

Autoindustrie

Die Automobilindustrie ist in Deutschland die umsatzstärkste Industrie und treibende Kraft des deutschen Exports. Im Jahr 2015 wurden rund 4,41 Millionen Pkw aus Deutschland exportiert. Der Umsatz belief sich dabei auf 404,8 Milliarden Euro. Unter den umsatzstärksten Automobilherstellern sowie Zulieferern weltweit, belegte Volkswagen mit einem Umsatz von 236,6 Milliarden US-Dollar den ersten Rang vor Toyota Motor und Daimler. Bei der Verteilung der Patentanmeldungen im Automobilsektor nimmt Deutschland ebenfalls eine führende Rolle ein. Im Jahr 2015 beanspruchte Deutschland 34 Prozent der weltweiten Patentanmeldungen in diesem Sektor.

Maschinenbau

Der Maschinenbau gehört ebenfalls zu den umsatzstarken Branchen in Deutschland und trägt neben der Automobilindustrie einen großen Anteil zum wirtschaftlichen Wachstum Deutschlands bei. Im Jahr 2015 betrug der Umsatz im deutschen Maschinenbau rund 218 Milliarden Euro. Im internationalen Vergleich, den Umsatz betreffend, belegte Deutschland im selben Jahr den dritten Rang hinter China und den USA. Auch die Anzahl der deutschen Unternehmen, die in den Maschinenbau eingeordnet werden können, zeigt die hohe Relevanz dieser Branche für die Konjunktur in Deutschland. Im Jahr 2014 wurden in Deutschland im Bereich Maschinenbau insgesamt 6.389 Unternehmen gezählt.

Bauwirtschaft

Das Bauhauptgewerbe, welches dem Baugewerbe untergeordnet wird, stellt eine weitere relevante Branche für die deutsche Wirtschaft dar. Im Jahr 2015 betrug der Umsatz im Bauhauptgewerbe in Deutschland knapp 100 Milliarden Euro. Mehr als ein Drittel des Umsatzes wurde dabei in den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen generiert. Bei der Betrachtung des ifo-Geschäftsklimas im August 2016, betrug der Saldowert für das Bauhauptgewerbe in Deutschland 5,4 Punkte. Das größte deutsche Bauunternehmen ist die Hochtief AG, welche ihren Sitz in Essen hat.

Chemieindustrie

Ebenso wie die Bayer AG gehört die BASF S.E. zu den umsatzstärksten Chemieunternehmen in Deutschland, die damit einen erheblichen Beitrag zur deutschen Konjunktur leisten. Durch die Übernahme des US-Konzerns Monsanto hat die Bayer AG zunehmend an öffentlichem Interesse gewonnen. Für 66 Milliarden US-Dollar hat das deutsche Unternehmen den US-amerikanischen Konzern übernommen und damit die jemals größte Fusion sowie Übernahme eines deutschen Unternehmens im Ausland getätigt. Der Umsatz der Bayer AG betrug im Jahr 2015 rund 46,32 Milliarden Euro – die Mitarbeiterzahl belief sich auf 116.800.

Großhandel

Der Großhandel bezeichnet den Handel zwischen gewerblichen Marktteilnehmern. Insgesamt waren im Jahr 2014 fast zwei Millionen Menschen im Sektor des Großhandels beschäftigt. Da sowohl ein großer Teil des Konsumgüterhandels als auch des Außenhandels über Großhändler abgewickelt wird, werden in dieser Branche enorme Summen umgesetzt. So betrug der Nettoumsatz im Großhandel in Deutschland im Jahr 2014 knapp mehr als eine Billion Euro. Der Bruttobetriebsüberschuss machte dabei 4,8 Prozent des Umsatzes aus. Der Saldo des ifo-Geschäftsklimas in den vergangenen Monaten zeigt, dass eine Mehrzahl der Unternehmen im Großhandel ihre Geschäftslage als positiv bewerteten.

Einzelhandel

Der Einzelhandel, der im Gegensatz zum Großhandel Konsumgüter an den Endverbraucher vertreibt, war in den vergangenen Jahren vor allem vom Aufstieg des E-Commerce geprägt. Der Marktanteil des Online-Handels, gemessen am Anteil des Umsatzes im deutschen Einzelhandel, betrug im Jahr 2015 rund 3,7 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich 0,9 Prozent.
Die Anzahl der Beschäftigten stellt ebenfalls eine wichtige Kennzahl für den Einzelhandel dar. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland insgesamt 3 Millionen Beschäftigte, unter denen knapp 850.000 geringfügig Beschäftigte waren.






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