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Statistiken zum Geschäftsklima

Das Geschäftsklima wird in der Regel mithilfe eines auf Umfragen basierenden Index dargestellt, der auf den Stimmungen und Erwartungen von wirtschaftsrelevanten Personen beruht und Auskunft über künftige ökonomische Entwicklungen geben soll. Einer der bekanntesten Kennwerte ist in dieser Hinsicht der sogenannte ifo-Geschäftsklimaindex des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München. Er wird monatlich auf Basis von etwa 9.000 Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes errechnet. Die Unternehmen beurteilen dabei ihre gegenwärtige Geschäftslage und geben an, welche Erwartungen sie für die nächsten sechs Monate haben. Erheblich beeinträchtigt werden die Werte zum Geschäftsklima aktuell durch die Corona-Krise, die nicht nur die deutsche Wirtschaft seit ihrem Ausbruch im Frühjahr 2020 in Atem hält.

Bereits vor der Corona-Krise war in den Jahresdurchschnittswerten des ifo-Geschäftsklimaindex nach 2018 ein deutlicher Abfall zu verzeichnen. Im Jahr 2020 erreichte der Index dann einen neuen Tiefstand mit durchschnittlich 89,3 Punkten. Aktuell liegt der Jahresdurchschnitt des ifo-Geschäftsklimaindex für das Jahr 2021 wieder bei 94,1. Wie der Geschäftsklimaindex, so verzeichneten auch die Jahresdurchschnittswerte des ifo-Geschäftsbeurteilungsindex und des ifo-Geschäftserwartungsindex nach 2018 bzw. nach 2017 jeweils einen deutlichen Abfall. Der aktuelle Jahresdurchschnittswert für den ifo-Geschäftsbeurteilungsindex liegt bei 91,8 Punkten (2020: 88,7 Punkte) und für den ifo-Geschäftserwartungsindex bei 96,5 Punkten (2020: 90 Punkte). (Stand: April 2021)

In den folgenden Abschnitten werden relevante Kennzahlen zu den größten Wirtschaftszweigen Deutschlands zusammengefasst:

Autoindustrie

Die Automobilindustrie ist in Deutschland die umsatzstärkste Industrie und treibende Kraft des deutschen Exports. Im Jahr 2019 wurden rund 3,49 Millionen Pkw aus Deutschland exportiert. Der Umsatz der Automobilindustrie in Deutschland belief sich im Jahr 2020 auf rund 378 Milliarden Euro. Unter den umsatzstärksten Automobilherstellern und Zulieferern weltweit belegte Volkswagen im Jahr 2020 mit einem Umsatz von rund 283 Milliarden US-Dollar den ersten Rang vor Toyota Motor, Daimler folgt auf dem dritten Rang. Bei der Verteilung der Patentanmeldungen im Automobilsektor nimmt Deutschland eine führende Rolle ein. Im Jahr 2018 kamen rund 27 Prozent der weltweiten Patentanmeldungen in diesem Sektor aus Deutschland.

Maschinenbau

Der Maschinenbau gehört ebenfalls zu den umsatzstarken Branchen in Deutschland und trägt neben der Automobilindustrie einen großen Anteil zum wirtschaftlichen Wachstum Deutschlands bei. Im Jahr 2020 betrug der Umsatz im deutschen Maschinenbau rund 204 Milliarden Euro. Im internationalen Vergleich bezüglich des Umsatzes im Maschinenbau belegte Deutschland im Jahr zuvor den dritten Rang hinter China und den USA. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland insgesamt 6.653 Unternehmen im Bereich Maschinenbau gezählt.

Bauwirtschaft

Das Bauhauptgewerbe, welches dem Baugewerbe untergeordnet wird, stellt eine weitere relevante Branche für die deutsche Wirtschaft dar. Im Jahr 2020 betrug der Umsatz im Bauhauptgewerbe in Deutschland laut Schätzung rund 138 Milliarden Euro. Im März 2021 betrug der Saldowert des ifo-Geschäftsklimas für das Bauhauptgewerbe in Deutschland 2,3 Punkte. Das größte deutsche Bauunternehmen gemessen am Umsatz ist die Hochtief AG, welche ihren Sitz in Essen hat.

Chemieindustrie

Ebenso wie die BASF SE gehört die Bayer AG zu den umsatzstärksten Chemieunternehmen in Deutschland. Durch die Übernahme des US-Konzerns Monsanto hat die Bayer AG zunehmend an öffentlichem Interesse gewonnen. Für 66 Milliarden US-Dollar hat das deutsche Unternehmen den US-amerikanischen Konzern übernommen und damit die jemals größte Übernahme eines deutschen Käuferunternehmen im Ausland getätigt. Der Umsatz der Bayer AG betrug im Jahr 2019 rund 44 Milliarden Euro.

Großhandel

Der Großhandel bezeichnet den Handel zwischen gewerblichen Marktteilnehmenden. Insgesamt waren im Jahr 2018 rund zwei Millionen Menschen im Sektor des Großhandels beschäftigt. Da sowohl ein großer Teil des Konsumgüterhandels als auch des Außenhandels über Großhändler abgewickelt wird, werden in dieser Branche enorme Summen umgesetzt. So betrug der Nettoumsatz im Großhandel in Deutschland im Jahr 2019 ca. 1,27 Billionen Euro.

Einzelhandel

Der Einzelhandel, der im Gegensatz zum Großhandel Konsumgüter an den EndverbraucherInnen vertreibt, war in den vergangenen Jahren vor allem vom Aufstieg des E-Commerce geprägt. Der Marktanteil des Online-Handels am gesamten Umsatz im deutschen Einzelhandel betrug im Jahr 2019 rund 5,1 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich 1,8 Prozent. Die Anzahl der Beschäftigten stellt ebenfalls eine wichtige Kennzahl für den Einzelhandel dar. Im Jahr 2019 gab es in Deutschland insgesamt ca. 3,1 Millionen Beschäftigte, unter denen gut 802.000 geringfügig Beschäftigte waren.

Weitere Informationen und Statistiken spezifisch zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise finden Sie auf der Themenseite Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft.

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Statistiken zum Geschäftsklima

Das Geschäftsklima wird in der Regel mithilfe eines auf Umfragen basierenden Index dargestellt, der auf den Stimmungen und Erwartungen von wirtschaftsrelevanten Personen beruht und Auskunft über künftige ökonomische Entwicklungen geben soll. Einer der bekanntesten Kennwerte ist in dieser Hinsicht der sogenannte ifo-Geschäftsklimaindex des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München. Er wird monatlich auf Basis von etwa 9.000 Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes errechnet. Die Unternehmen beurteilen dabei ihre gegenwärtige Geschäftslage und geben an, welche Erwartungen sie für die nächsten sechs Monate haben. Erheblich beeinträchtigt werden die Werte zum Geschäftsklima aktuell durch die Corona-Krise, die nicht nur die deutsche Wirtschaft seit ihrem Ausbruch im Frühjahr 2020 in Atem hält.

Bereits vor der Corona-Krise war in den Jahresdurchschnittswerten des ifo-Geschäftsklimaindex nach 2018 ein deutlicher Abfall zu verzeichnen. Im Jahr 2020 erreichte der Index dann einen neuen Tiefstand mit durchschnittlich 89,3 Punkten. Aktuell liegt der Jahresdurchschnitt des ifo-Geschäftsklimaindex für das Jahr 2021 wieder bei 94,1. Wie der Geschäftsklimaindex, so verzeichneten auch die Jahresdurchschnittswerte des ifo-Geschäftsbeurteilungsindex und des ifo-Geschäftserwartungsindex nach 2018 bzw. nach 2017 jeweils einen deutlichen Abfall. Der aktuelle Jahresdurchschnittswert für den ifo-Geschäftsbeurteilungsindex liegt bei 91,8 Punkten (2020: 88,7 Punkte) und für den ifo-Geschäftserwartungsindex bei 96,5 Punkten (2020: 90 Punkte). (Stand: April 2021)

In den folgenden Abschnitten werden relevante Kennzahlen zu den größten Wirtschaftszweigen Deutschlands zusammengefasst:

Autoindustrie

Die Automobilindustrie ist in Deutschland die umsatzstärkste Industrie und treibende Kraft des deutschen Exports. Im Jahr 2019 wurden rund 3,49 Millionen Pkw aus Deutschland exportiert. Der Umsatz der Automobilindustrie in Deutschland belief sich im Jahr 2020 auf rund 378 Milliarden Euro. Unter den umsatzstärksten Automobilherstellern und Zulieferern weltweit belegte Volkswagen im Jahr 2020 mit einem Umsatz von rund 283 Milliarden US-Dollar den ersten Rang vor Toyota Motor, Daimler folgt auf dem dritten Rang. Bei der Verteilung der Patentanmeldungen im Automobilsektor nimmt Deutschland eine führende Rolle ein. Im Jahr 2018 kamen rund 27 Prozent der weltweiten Patentanmeldungen in diesem Sektor aus Deutschland.

Maschinenbau

Der Maschinenbau gehört ebenfalls zu den umsatzstarken Branchen in Deutschland und trägt neben der Automobilindustrie einen großen Anteil zum wirtschaftlichen Wachstum Deutschlands bei. Im Jahr 2020 betrug der Umsatz im deutschen Maschinenbau rund 204 Milliarden Euro. Im internationalen Vergleich bezüglich des Umsatzes im Maschinenbau belegte Deutschland im Jahr zuvor den dritten Rang hinter China und den USA. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland insgesamt 6.653 Unternehmen im Bereich Maschinenbau gezählt.

Bauwirtschaft

Das Bauhauptgewerbe, welches dem Baugewerbe untergeordnet wird, stellt eine weitere relevante Branche für die deutsche Wirtschaft dar. Im Jahr 2020 betrug der Umsatz im Bauhauptgewerbe in Deutschland laut Schätzung rund 138 Milliarden Euro. Im März 2021 betrug der Saldowert des ifo-Geschäftsklimas für das Bauhauptgewerbe in Deutschland 2,3 Punkte. Das größte deutsche Bauunternehmen gemessen am Umsatz ist die Hochtief AG, welche ihren Sitz in Essen hat.

Chemieindustrie

Ebenso wie die BASF SE gehört die Bayer AG zu den umsatzstärksten Chemieunternehmen in Deutschland. Durch die Übernahme des US-Konzerns Monsanto hat die Bayer AG zunehmend an öffentlichem Interesse gewonnen. Für 66 Milliarden US-Dollar hat das deutsche Unternehmen den US-amerikanischen Konzern übernommen und damit die jemals größte Übernahme eines deutschen Käuferunternehmen im Ausland getätigt. Der Umsatz der Bayer AG betrug im Jahr 2019 rund 44 Milliarden Euro.

Großhandel

Der Großhandel bezeichnet den Handel zwischen gewerblichen Marktteilnehmenden. Insgesamt waren im Jahr 2018 rund zwei Millionen Menschen im Sektor des Großhandels beschäftigt. Da sowohl ein großer Teil des Konsumgüterhandels als auch des Außenhandels über Großhändler abgewickelt wird, werden in dieser Branche enorme Summen umgesetzt. So betrug der Nettoumsatz im Großhandel in Deutschland im Jahr 2019 ca. 1,27 Billionen Euro.

Einzelhandel

Der Einzelhandel, der im Gegensatz zum Großhandel Konsumgüter an den EndverbraucherInnen vertreibt, war in den vergangenen Jahren vor allem vom Aufstieg des E-Commerce geprägt. Der Marktanteil des Online-Handels am gesamten Umsatz im deutschen Einzelhandel betrug im Jahr 2019 rund 5,1 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich 1,8 Prozent. Die Anzahl der Beschäftigten stellt ebenfalls eine wichtige Kennzahl für den Einzelhandel dar. Im Jahr 2019 gab es in Deutschland insgesamt ca. 3,1 Millionen Beschäftigte, unter denen gut 802.000 geringfügig Beschäftigte waren.

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