BIP stagniert im zweiten Quartal 2023
Im 2. Quartal 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt stagniert, d.h. die Wirtschaftsleistung ist nahezu unverändert geblieben. In den vorangegangenen zwei Quartalen ging die Wirtschaftsleistung Deutschlands zurück. Im Vergleich mit dem gleichen Quartal des Vorjahres ist das BIP preisbereinigt um 0,6 Prozent gesunken. Allerdings stanen im ersten Quartal 2023 auch mehr Arbeitstage mehr zur Verfügung, wird dieser Kalender-Effekt herausgerechnet, war das BIP preis- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent niedriger als in Q2 2022. In der Jahresbetrachtung war die deutsche Wirtschaft zuletzt wieder auf Wachstumskurs, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland betrug im Jahr 2022 rund 3,87 Billionen Euro. Somit wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent. Im Jahr 2020 ging die Wirtschaftsleistung Deutschlands nach zehn Jahren Wirtschaftswachstum in Folge erstmals wieder deutlich zurück, Grund dafür waren die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft. Vor 2020 war das BIP zuletzt im Jahr 2009 zurückgegangen, als Deutschland wie die meisten anderen Länder weltweit von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war. Damit erlebte die globalisierte Ökonomie bereits zwei große Wirtschaftskrisen, zwischen den einige Parallelen und Unterschiede existieren.Wirtschaftsentwicklung in Krisenzeiten
Durch die Corona-Pandemie und dem verbundenen Shutdown der globalisierten Ökonomie rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 in eine tiefe Rezession - die deutsche Wirtschaft konnte sich in den Folgejahren zwar erholen, die Verluste jedoch nicht innerhalb eines Jahres kompensieren. Nach der Corona-Krise erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine schnelle Erholung, durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine folgte im Jahr 2022 jedoch die nächste ökonomische Krisensituation. Viele europäische Staaten sorgten sich nach dem Angriff um die Versorgung mit russischem Öl und Erdgas, die Energiepreise auf dem Weltmarkt stiegen dadurch rasant und lösten in Deutschland eine Energiekrise aus. In dem Zusammenhang stieg die Inflation in Deutschland im Jahr 2022 auf ein Rekordniveau an, was sich wiederum negativ auf die Kaufkraft und die Binnenkonjunktur auswirkt.
Im zweiten Quartal 2023 belief sich das saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt auf ca. 1.028 Milliarden Euro. Preis-, saison- und kalenderbereinigt blieb das BIP im zweiten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal unverändert, im 2. Quartal 2020 brach dieses aufgrund der Corona-Krise um 9,2 Prozent ein.
Die Bruttowertschöpfung der Wirtschaft in Deutschland betrug im Jahr 2022 rund 3,5 Billionen Euro. Der Wirtschaftsbereich mit dem größten Anteil daran war der Dienstleitungsbereich, in den vergangenen Jahren entsprach dies einem Anteil von rund 70 Prozent. Damit ist der tertiäre Sektor der verschiedenen Dienstleistungen mit Abstand der relevanteste Wirtschaftssektor für die Konjunktur in Deutschland.



































































