Tourismusbranche

Im Bereich Tourismusbranche gibt es eine Vielzahl von Informationen, sowie relevante Daten und Fakten rund um Tourismus und Fremdenverkehr.

  •  Tourismusbranche

    Tourismusbranche in Deutschland

     

    In Deutschland arbeiteten 2008 rund 2,8 Millionen Beschäftigte in der Tourismusbranche. Die größten Reiseveranstalter in Deutschland nach Umsatz waren 2014 TUI Deutschland (4,4 Millarden Euro), Thomas Cook (3,44 Milliarden Euro) und DER Touristik (3,22 Milliarden Euro). Der Gesamtumsatz deutscher Reiseveranstalter lag 2014 bei 26,3 Milliarden Euro. Auf dem Hochseekreuzfahrtenmarkt entwickelten sich die Umsatzzahlen besonders positiv, 2014 wurden hier 2,7 Milliarden Euro umgesetzt. 

     

    Der Ort der Reisebuchung ist für viele Deutsche noch immer das Reisebüro. Laut Verbrauchs- und Medienanalyse buchten 2014 rund 17,6 Millionen in Deutschland lebende ihren Urlaub im Reisebüro, 14,6 Millionen organisieren ihre Reise selbst und etwa 6,5 Millionen nahmen ihre Buchung über das Internet vor.

     

    Beherbergung und Transport

     

    Die beliebtesten Unterkünfte bei Urlaubsreisen sind laut einer Ipsos-Umfrage Hotels und Gasthöfe, gefolgt von Ferienwohnungen und –häusern. Vergleichsweise wenige Reisende campen. Eine von Statista erstellte Prognose zum Umsatz der Hotels, Gasthöfe und Pensionen in Deutschland sagt für 2020 einen Branchenumsatz von über 24 Milliarden Euro voraus. 

     

    Bei der Wahl der Verkehrsmittel bei Urlaubsreisen entscheiden sich die meisten für ihren PKW: 46 Prozent fahren mit dem Auto oder Wohnmobil in den Urlaub, 39 Prozent fliegen mit dem Flugzeug. Bus oder Bahn nutzen deutlich weniger Urlauber. 2014 zählten deutsche Flughäfen 205,5 Millionen Passagiere, der Frankfurter Flughafen liegt im Ranking der weltweit größten Flughäfen nach Passagieren auf Platz 12. 

     

    Zielgebiete und Übernachtungen

     

    Im Jahr 2014 verzeichnete die Tourismusbranche 424 Millionen Übernachtungen in deutschen Beherbergungsbetrieben. Dabei bildeten die Niederlande mit 10 Millionen Übernachtungen das Herkunftsland aus dem die meisten Touristen in Deutschland stammen. Aus den USA übernachteten rund 4,3 Millionen Touristen in deutschen Beherbergungsstätten.

     

    Die Deutschen selbst machen am liebsten im eigenen Land Urlaub, in einer Umfrage gaben 67 Prozent der Befragten Deutschland als beliebtestes Reiseziel an. An zweiter Stelle folgte Österreich, an dritter Spanien inklusive der Balearen und Kanaren. Die Top 10 Reiseziele aller Nationen wiederum führt Frankreich an, gefolgt von den USA und Spanien; Deutschland seht hier an siebter Stelle. 

  •  Tourismuswirtschaft

    Der Gesamtumsatz der Tourismuswirtschaft in Deutschland lag 2012 bei rund 50 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor setzten die Tourismusveranstalter 21,4 Milliarden Euro um. Etwa die Hälfte des Umsatzes wurde online erwirtschaftet. 2005 war es nur rund ein Viertel.

    Größter deutscher Reiseveranstalter ist TUI mit einem Umsatz von fast 4,5 Milliarden Euro in 2012. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Rewe-Gruppe und Thomas Cook. Insgesamt waren 2008 rund 2,8 Millionen Menschen in der Tourismusbranche in Deutschland beschäftigt.

    Das von ausländischen Reisegästen am häufigsten besuchte deutsche Bundesland ist Bayern mit gut 15,3 Millionen Übernachtungen in 2012. Zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen zählt der Mittelmeerraum. Hier verbrachten fast 22,5 Millionen Deutsche in 2010 einen Urlaub mit mindestens fünf Übernachtungen. Häufiger wurde nur im Inland Urlaub gemacht. Frankreich ist das beliebteste Reiseziel der Welt. 2009 besuchten über 73 Millionen Menschen das Land. Deutschland lag mit 24,2 Millionen Besuchern auf dem achten Platz.

  •  Hotelgewerbe

    Umsatz des Hotelgewerbes

     

    Der Umsatz im Gastgewerbe nach Betriebsart betrug nach Angaben der DEHOGA und des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2013 im Bereich Hotelgewerbe insgesamt rund 21,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2008 lag der Umsatz bei etwa 16,65 Milliarden Euro. Weltweit lag der Umsatz der Hotelbranche 2011 bei 457 Milliarden US-Dollar. Eine von Statista erstellte Prognose für die Branche ›Hotels, Gasthöfe und Pensionen in Deutschland‹ rechnet für 2015 mit einem Umsatz von 23,04 Milliarden Euro.

     

    Der Begriff ›RevPAR‹ bezeichnet in der Hotelbranche den Erlös pro verfügbarem Zimmer (engl. revenue per available room). Vergleicht man den RevPAR weltweit, so lag dieser 2014 in der Region Naher Osten/Afrika mit 79,83 Euro Erlös pro verfügbarem Zimmer am höchsten. In Europa lag der RevPAR im gleichen Jahr am zweithöchsten bei 73,03 Euro und in Amerika am niedrigsten mit 57,17 Euro. 

     

    Zimmerauslastung

     

    Das Hotelgewerbe ist auf eine gute Auslastung der Hotels angewiesen. Im Vergleich der Auslastung der Hotelbranche in ausgewählten Städten lag 2013 die britische Hauptstadt London mit einer Auslastung von rund 82 Prozent auf dem ersten Rang. Dahinter folgte Paris mit rund 80 Prozent und Dublin mit annähernd 79 Prozent Auslastung. Deutschlandweit lag die Auslastung der angebotenen Betten 2013 bei 42,9 Prozent. Die Auslastung der Hotelbranche weltweit war 2014 in Europa am höchsten (68,8 Prozent), dicht gefolgt von Asien/Pazifik (68,6 Prozent). In Amerika lag die Auslastung bei 64,4 Prozent und im Nahen Osten/Afrika bei 63,3 Prozent. 

     

    In manchen Städten kommt eine Hotelübernachtung besonders teuer zu stehen. Vergleicht man die durchschnittlichen Hotelzimmerpreise pro Nacht in ausgewählten Städten, so steht New York City 2014 an der Spitze: Hier schlägt eine Übernachtung mit durchschnittlich 206 Euro zu Buche. An zweiter Stelle ordnet sich Washington, D.C. ein (170 Euro pro Nacht), dicht gefolgt von Rio de Janeiro (168 Euro pro Nacht). 

     

    Hotelgruppen

     

    Einen Vergleich der umsatzstärksten Hotelgruppen weltweit führt die britsche InterContinental Hotels Group an, mit einem Jahresumsatz von 21,6 Milliarden US-Dollar. Die Hälfte der umsatzstärksten Hotelgruppen sind US-amerikanische Unternehmen. Im Jahr 2014 erzielte die InterContinental Hotels Group einen Umsatz von rund 1,86 Milliarden US-Dollar. Dabei fielen die größten Umsatzanteile der InterContinental Gruppe auf die Mittelklasse-Hotelmarken ›Holiday Inn‹ und ›Holiday Inn Express‹. 

  •  Tourismusindustrie

    Tourismusindustrie weltweit

     

    Die Tourismusbranche zählt zu den größten Wirtschaftszweigen weltweit. Die weltweiten Tourismuseinnahmen betrugen im Jahr 2013 laut der ›World Tourism Organisation‹ (UNWTO) schätzungsweise 1.159 Milliarden US-Dollar. Die USA führten das Ranking der Länder mit den höchsten Einnahmen durch internationale Touristen an, 2013 wurden in den Vereinigten Staaten 139,6 Milliarden US-Dollar eingenommen. An zweiter Stelle stand Spanien, gefolgt von Frankreich. Deutschland nahm durch internationale Touristen 42,1 Milliarden US-Dollar ein und reihte sich damit weltweit an siebter Stelle ein. Das weltweite Tourismusaufkommen lässt sich nach Anzahl der Reiseankünfte bemessen und lag weltweit im Jahr 2014 laut der UNWTO bei 1.138 Millionen Reiseankünften. 

     

    Die Top 10 der beliebtesten Reiseziele weltweit wird von Frankreich angeführt, 2014 machten hier 85 Millionen Besucher Urlaub. In die USA verschlug es 74,7 Millionen Reisende, nach Spanien rund 65 Millionen. Betrachtet man die durchschnittliche Zimmerauslastung der Hotels in Europa, so sind die Hotels in der britischen Hauptstadt London am besten ausgelastet (82,4 Prozent), Paris steht mit 80,1 Prozent an zweiter Stelle gefolgt von Dublin (78,8 Prozent). Dabei gehören London und Paris zu den teuersten Städten Europas was den durchschnittlichen Hotelzimmerpreis betrifft. in London müssen Gäste im Schnitt 192 Euro für ein Standard Doppelzimmer berappen, in Paris 177 Euro. Am tiefsten müssen allerdings Hotelgäste in Venedig in die Taschen greifen, hier kostet eine Übernachtung im Doppelzimmer durchschnittlich 196 Euro. Weltweit führt New York City in puncto Hotelzimmerpreise - hier kostet eine Übernachtung im Schnitt 206 Euro. 

     

    Reiseveranstalter

     

    Die größten Reiseveranstalter nach Umsatz in Deutschland waren 2014 TUI Deutschland, Thomas Cook und DER Touristik, wobei TUI Deutschland 4,4 Milliarden Euro Umsatz für sich verzeichnete. Für viele Deutsche war das Reisebüro noch immer der beliebteste Ort der Reisebuchung, rund 17,6 Millionen Deutsche buchten hier ihren Urlaub. Auf das Internet vertrauten dagegen bei der Urlaubsplanung nur 6,49 Millionen Personen. 

     

    In den USA entwickelt sich der Umsatz mit Online-Verkäufen von Reisen in den letzten Jahren positiv. Wurden 2009 noch rund 90 Milliarden US-Dollar im Online Reisemarkt umgesetzt, wird diese Zahl für 2015 mit 144,7 Milliarden US-Dollar angesetzt. 

     

    Tourismusindustrie in Deutschland

     

    In Deutschland umfasste 2013 die Berufsgruppe Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe rund 663.000 Personen. Im selben Jahr waren über 76.500 Personen bei Reisebüros und Reiseveranstaltern beschäftigt. Bei Vollzeitbeschäftigten im Wirtschaftszweig Reisebüros und Reiseveranstalter beträgt der durchschnittliche Bruttojahresverdienst rund 41.000 Euro. Statista hat eine Umsatzprognose für die Branche Reiseveranstalter auf Basis von Eurostat-Daten erstellt, demzufolge soll die Branche 2015 rund 22.063 Millionen Euro umsetzen. 

     

    Die beliebtesten Unterkünfte bei Urlaubsreisen sind Hotels und Gasthöfe, gefolgt von Ferienwohnungen und –häusern. Nur wenige Reisende campen. Bei der Wahl der Verkehrsmittel bei Urlaubsreisen wählen über 46 Prozent Auto oder Wohnmobil, 39 Prozent das Flugzeug. Bus oder Bahn nutzen viel weniger Urlauber.

     

    2014 verzeichnete die deutsche Tourismusbranche 292 Millionen Übernachtungen deutscher Besucher und 74,5 Millionen Übernachtungen ausländischer Besucher. Die meisten Urlauber kamen aus den Niederlanden, der Schweiz oder den USA und Großbritannien.

  •  Geschäftsreisemarkt

    Umsatz und Anzahl der Geschäftsreisen

     

    Laut der deutschen Zentrale für Tourismus erzielte der Geschäftsreisemarkt in Deutschland im Jahr 2010 einen Umsatz von 66 Milliarden Euro. Von allen europäischen Reisen nach Deutschland wurden 10,7 Millionen in 2010 aus Anlass einer Geschäftsreise getätigt. 2012 waren es sogar 12,5 Millionen.

     

    Im Jahr 2013 summierte sich die Anzahl der Geschäftsreisen von deutschen Unternehmen auf über 171 Millionen getätigte Reisen. Dabei betrugen die durchschnittlichen Kosten pro Geschäftsreise 310 Euro. Die Gesamtkosten bei Geschäftsreisen betrugen 48,2 Milliarden Euro im Jahr 2013.

     

    Top Reisebüros und Städte

     

    Die größten Reisebüros nach Umsatz im Geschäftsreisemarkt in Deutschland sind BCD Travel mit rund 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2013 und Lufthansa City Center (LCC) mit 1,18 Milliarden Umsatz. Unter den Top-Städten weltweit bei deutschen Geschäftsreisen ist Berlin mit 7,5 Prozent am gesamten deutschen Geschäftsreiseaufkommen an erster Stelle. Auf Platz zwei ist London mit 7,1 Prozent und auf Platz drei kommt München mit 6,5 Prozent (Stand: 2010).

     

    Traditionelle vs. promotable Geschäftsreisen

     

    Der Geschäftsreisemarkt wird in zwei Segmente geteilt: traditionelle Geschäftsreisen und promotable Geschäftsreisen wie Messen, Ausstellungen, Kongresse, Tagungen sowie Events. Die traditionellen Geschäftsreisen machen mit 54 Prozent den größeren Anteil an allen Geschäftsreisen aus (Stand: 2010). Die traditionellen Geschäftsreisen erwiesen sich in Anbetracht der weltweiten Wirtschaftskrise als das stabilere Segment. Während die traditionellen Geschäftsreisen nur ein relativ moderates Minus von drei Prozent im Jahresvergleich 2008/2009 verzeichneten, nahmen die promotablen Geschäftsreisen im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent ab.

     

     

    Weitere Informationen finden Sie im Statista-Dossier zum Geschäftsreisemarkt

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