Statistik-Lexikon: Definition Exponentielle Glättung

Die exponentielle Glättung ist ein Prognoseverfahren für kurzfristige Vorhersagen (Zeitpunkt T+1) und wird angewandt, wenn eine Zeitreihe keine systematischen Muster wie linearen Anstieg o.ä. erkennen lässt. 

 

Es wird davon ausgegangen, dass der aktuelle Zeitreihenwert durch vergangene Werte beeinflusst wird, wobei sich der Einflussfaktor abschwächt, je weiter ein Wert in der Vergangenheit liegt. Zur Berechnung wird eine sogenannte glättende Konstante gebildet, die die vorliegenden Werte nach dem Grad ihrer Aktualität gewichtet (aktuellere Werte erhalten eine höhere Gewichtung). Um die Genauigkeit der glättenden Konstante zu überprüfen, wird zunächst eine Prognose über einen Zeitraum erstellt, für den bereits Daten vorliegen. Durch Abgleich mit den aktuellen Daten kann anschließend die ausgleichende Konstante so lange korrigiert werden, bis die Differenz zwischen realen und prognostizierten Daten minimal ist. 

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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