Statistik-Lexikon: Definition Likert-Skala

Die Likert-Skala dient im engeren Sinn dazu, die Einstellung einer befragten Person zu einem Thema zu erfassen. Die Likert-Skala ist nach dem amerikanischen Psychologen Rensis Likert benannt. Für einen Likert-Test werden mehrere wertende Aussagen formuliert, denen die Person mittels einer Skala zustimmt oder die sie ablehnt. Die Antwortskala bei einem Item des Likert-Typs besteht üblicherweise aus 5, 7 oder 11 Merkmalsausprägungen. Die mittlere Antwort, bei einer 7er-Likertskala die 4, steht stellvertretend für die Antwort „weiß nicht, unentschieden“. Die einzelnen Fragen, aus denen der Aussagenblock zu einem Thema zusammengesetzt wurde, werden als Items bezeichnet. Ein Beispiel: Das übergeordnete Merkmal Innovationsfreude soll getestet werden. Eines von mehreren Likert-Items hierzu könnte wie folgt aussehen. „Wie sehr stimmen Sie der folgenden Aussage zu: Ich kaufe gerne technische Geräte, die gerade erst auf den Markt gekommen sind.“ Die Antwortoptionen wären „1: stimme voll zu“ bis „5: stimme gar nicht zu“. Im weiteren Sinne wird der Begriff Likert-Skala häufig auch allgemein für Ratingskalen verwendet, mittels derer Befragte auf einer mehrstufigen Intervallskala Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken können.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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