Statistik-Lexikon: Definition Ratingskala

Eine Ratingskala dient dazu, rangbasierte Aussagen eines Befragten zu erfassen. Ratingskalen bestehen häufig aus Schritten von 1 bis 7, es können aber auch mehr oder weniger Schritte sein. Mindestens die Enden der Skala werden jeweils mit einer Textaussage belegt, beispielsweise „1: Interessiert mich sehr“ und „7: Interessiert mich gar nicht“. Die Belegung von Zwischenwerten mit Texten kann vorgenommen werden, ist aber nicht in jedem Fall notwendig. Bei Ratingskalen mit einer ungeraden Anzahl an Merkmalsausprägungen steht der mittlere Wert stellvertretend für die Antwort „weiß nicht, unentschieden“. Streng genommen handelt es sich bei den meisten Ratingskalen um ordinale Skalen. Die Abstände zwischen den einzelnen Bewertungsschritten können nicht immer als exakt gleichgroß erachtet werden. Auf dieser Plattform werden, in der Statistik nicht unüblich, diese Rangskalen jedoch als Intervallskalen definiert. Der gleichgroße Abstand zwischen den Bewertungsschritten wird angenommen. Daher wird auch für Ratingskalen ein Durchschnittswert ausgegeben.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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