Statistik-Lexikon: Definition Repräsentativität

Von Repräsentativität wird gesprochen, wenn sich aus einer Stichprobe zutreffende Rückschlüsse auf eine Grundgesamtheit ziehen lassen. Im engeren Sinne ist eine Stichprobe dann repräsentativ, wenn alle Merkmalsträger der Grundgesamtheit die gleiche Chance besessen haben, Teil dieser Stichprobe zu werden (siehe Selektivität). Als alleiniges Qualitätsmerkmal einer Statistik ist die Repräsentativität nicht ausreichend. Bei genauer Analyse sollte beachtet werden, wie groß die Fehlergrenze der Erhebung für eine Merkmalsausprägung ausfällt und wie hoch das Konfidenzniveau der Untersuchung ist. Beide Werte können durch die Vergrößerung des Umfangs einer Stichprobe verbessert werden.

Allgemein wird der Begriff häufig auch verwendet um anzugeben, dass eine Stichprobe ein vollständiges verkleinertes Spiegelbild der Grundgesamtheit darstellt, die damit auch alle (wesentlichen) Eigenschaften der Grundgesamtheit korrekt wiedergibt. Da dieses nie vollständig überprüft werden kann, ist diese Verwendung im engeren Sinne nicht zutreffend.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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