Statistik-Lexikon: Definition Clusterstichprobe

Die Clusterauswahl ist eine besondere Form der Zufallsauswahl. Anders als in der einfachen Zufallsauswahl werden hier nicht die einzelnen Merkmalsträger zufällig ausgewählt, sondern ganze Gruppen (Klumpen). Nicht zu verwechseln ist die Clusterstichprobe mit der geschichteten Zufallsauswahl. In der geschichteten Zufallsauswahl werden Schichten definiert und Merkmalsträger zufällig aus einer Schicht gezogen. Bei der Clusteranalyse wird aus allen Clustern einer zufällig gezogen und alle Merkmalsträger in diesem Cluster werden untersucht. Ein Beispiel: An einer Universität sollen alle Studenten befragt werden, die Seminare des Studium Generale besuchen. Hierzu existieren keine vollständigen Listen, da die Studenten sich für viele Seminare nicht vorher anmelden müssen. Es ist daher nicht möglich, eine einfache Zufallsauswahl per Liste zu treffen. Stattdessen werden von 214 Seminaren, die angeboten werden, 24 zufällig ausgewählt. Alle Studenten in diesen 24 Seminaren werden befragt, indem Fragebögen vor Ort verteilt werden.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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