Statistik-Lexikon: Definition Ordinalskala

Ordinalskalen erlauben die Aufstellung einer Rangordnung (besser/schlechter, größer/kleiner, häufiger/seltener usw.) mit Hilfe von Rangwerten und stehen bei den Skaleniveaus eine Stufe über der Nominalskala. Neben dem Modus als Lageparameter kann auch ein Median identifiziert werden. Ein typisches Beispiel für eine Ordinalskala sind die Ränge beim Militär (der General steht über dem Leutnant, der Leutnant über dem Unteroffizier usw.). Für eine Ordinalskala kann kein Durchschnittswert errechnet werden. Ein Beispiel: In einer Befragung wird das Konsumverhalten in Bezug auf verschiedene Eissorten erfasst. Dabei müssen die Befragten für die Sorten Erdbeere, Vanille und Schoko angeben, ob sie diese (1) gar nicht, (2) kaum, (3) ganz gern oder (4) sehr gern essen. Aus dem Ergebnis lässt sich errechnen, ob Erdbeereis mehr Liebhaber findet als Vanilleeis. Nicht berechnen lässt sich aber, wie viel größer die Zuneigung zu Erdbeereis ist.

Hinweis: Auf dieser Plattform werden für die Rangwerte der Ordinalskalen dennoch „Durchschnittswerte“ ausgegeben. Hierbei handelt es sich nicht um einen Durchschnitt im Sinne des arithmetischen Mittels. Dieser kann erst ab dem Skalenniveau der Intervallskala ausgegeben werden. Stattdessen dient die Wiedergabe dieser Werte in der Durchschnittsanzeige dazu, bei gefilterten Gruppenvergleichen auch bei ordinalen Fragen einen Differenzierungstrend sichtbar zu machen (siehe FAQ).

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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