Statistik-Lexikon: Definition Autokorrelation

Grundsätzlich spricht man von einer Korrelation, wenn zwischen zwei Variablen ein Zusammenhang besteht. Wird bei Ausprägungen nur eines Merkmals im Zeitablauf ein Zusammenhang der Ergebniswerte beobachtet, spricht man von einer Autokorrelation.

Ein Beispiel:

Die Arbeitslosenstatistik weist im März 3,56 Millionen Arbeitslose aus, im April sind es 3,48 Millionen, im Mai 3,42 Millionen. Diese Werte stehen in einem Zusammenhang. Eine große Anzahl der Arbeitslosen aus dem März ist auch noch im April ohne Arbeit und genauso im Mai – es sind nicht plötzlich 3,x Millionen andere Personen arbeitslos. Daher hängt die Anzahl der Arbeitslosen eines Monats immer mit der Anzahl des Vormonats zusammen – es besteht eine Autokorrelation.

Ein Gegenbeispiel ist die Zufallszahl beim Roulette. Ob zuvor die 36, die 17 oder die 4 gefallen ist, hat keine Auswirkung auf den nachfolgenden Lauf der Kugel. Betrachtet man die gefallenen Roulettezahlen über einen Abend hinweg als Diagramm, so lässt sich keine gewellte Kurve zeichnen wie bei der Arbeitslosenstatistik. Stattdessen fällt der Blick auf eine gezackte Kurve, die wild zwischen den Zahlen 0 bis 36 hin und her wechselt.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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