Statistik-Lexikon: Definition Clusteranalyse

Bei der Clusteranalyse werden die Elemente einer Stichprobe zu Gruppen, so genannten Clustern, zusammengefasst. Diese Aufteilung geschieht, nachdem die Daten erhoben wurden. Zur Einteilung der Cluster können verschiedenste Merkmale verwendet werden (demographische Daten, Einstellungen usw.). Ziel ist es, dass die Elemente jedes Cluster möglichst ähnliche Eigenschaften bei den ausgewählten Merkmalen haben. Gleichzeitig soll zwischen den Clustern der Untersuchung der maximale Unterschied bestehen. Diese Cluster können nun bei weiteren Merkmalen miteinander verglichen werden.

Die Clusteranalyse wird häufig im Bereich der Marktforschung angewandt, um anhand von Konsumgewohnheiten verschiedene Käufertypen zu ermitteln. Ein Beispiel: Anhand von 15 Fragen rund um das Thema Sport werden vier Cluster gebildet (Sportenthusiasten, Sportinteressierte, Gelegenheitssportler und Sportfeinde). Für die vier Gruppen wird nun ermittelt, wo und wie die unterschiedlichen „Sportlertypen“ Sportartikel kaufen. Ein Ergebnis kann zum Beispiel sein, dass Sportenthusiasten unbedingt die Ware ausprobieren und testen wollen – dafür nehmen sie höhere Preise in Kauf. Sportinteressierte hingegen kaufen Sportartikel gerne im Internet und achten eher auf Angebote. Ein Unternehmen, das sich vor allem den Sportenthusiasten verschrieben hat, investiert in der Folge lieber in attraktive Ausstellungsräume und beendet die Pläne für einen Online-Shop.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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