Statistik-Lexikon: Definition Korrelation

Eine Korrelation misst die Stärke einer statistischen Beziehung von zwei Variablen zueinander. Bei einer positiven Korrelation gilt „je mehr Variable A… desto mehr Variable B“ bzw. umgekehrt, bei einer negativen Korrelation „je mehr Variable A… desto weniger Variable B“ bzw. umgekehrt. Eine negative Korrelation besteht etwa zwischen der Variable „aktuelles Alter“ und „verbleibende Lebenserwartung“. Je höher das aktuelle Alter einer Person, je niedriger ist die durchschnittliche verbleibende Lebenserwartung. Korrelationen sind immer ungerichtet, das heißt, sie enthalten keine Information darüber, welche Variable eine andere bedingt – beide Variablen sind gleichberechtigt. Die Stärke des statistischen Zusammenhangs wird mit dem Korrelationskoeffizienten ausgedrückt, der zwischen -1 und +1 liegt. Die Art eines gerichteten Zusammenhangs wird durch die Regression beschrieben.

Korrelationen sind ein Hinweis aber kein Beweis für Kausalitäten, also bewiesene Ursachen- und Wirkungszusammenhänge. Ein Beispiel: Dass ältere Menschen häufiger teuren Schmuck als junge Menschen besitzen, wird nicht zwingend durch die Anzahl der Lebensjahre, durch den Geschmack oder die Interessen des Alters bedingt – möglich wäre genauso ein einfacher Zusammenhang mit dem höheren Einkommen, über das Ältere im Schnitt verfügen. Siehe auch Autokorrelation und Scheinkorrelation.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den einzelnen Definitionen in unserem Statistik-Lexikon um vereinfachte Erläuterungen handelt. Hierbei ist es das Ziel, die einzelnen Begriffe einer möglichst breiten Nutzergruppe näher zu bringen. Insofern besteht die Möglichkeit, dass einzelne Definitionen wissenschaftlichen Standards nicht zur Gänze entsprechen.

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