Statistiken zur Ernährung

Veröffentlicht von Philipp Henrich, 12.06.2017

Ernährung nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Sowohl der Anteil der Bevölkerung, der angibt gutes Essen und Trinken würden eine große Rolle in ihrem Leben spielen als auch der Anteil der Genießer ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Zudem ist die Zielgruppe der Personen mit einer hohen Ausgabebereitschaft für eine gute Ernährung spürbar gestiegen. Für Frauen ist das Thema dabei wichtiger als für Männer.


Seinen Ursprung hat die moderne Foodie-Bewegung in den USA, wo man bereits seit einer Weile von einer „American Food Revolution“ spricht. Waren Preis und Convenience bis in die 90er die entscheidenden Kriterien beim Lebensmittelkauf, spielen heute zunehmend ausgesuchte Zutaten und gesundheitliche Aspekte eine Rolle. Als Indikator für diese Entwicklung kann der Erfolg der Biofachhandelskette Whole Foods angesehen werden. In der Gastronomie hat der Trend zum Entstehen des dynamisch wachsenden Fast-Casual-Segments beigetragen, das Fast Food mit dem Qualitätsversprechen höherpreisiger Restaurants verbindet. Während der Platzhirsch McDonald’s seit Jahren mit Problemen zu kämpfen hat, boomen Anbieter wie Chipotle und Starbucks hat es in den 90er-Jahren geschafft, aus dem alltäglichen Konsumgut Kaffee wieder ein echtes Genussmittel zu machen.

Der Wunsch nach einer gesünderen Ernährung ist einerseits sicherlich ein Resultat verschiedener Lebensmittelskandale, verleiht aber auch dem Wunsch nach Autonomie und Kontrolle über das eigene Leben Ausdruck und kann auch als Zeugnis für das Unbehagen vieler Menschen an der modernen Lebensmittelproduktion gelesen werden. Dieses Unbehagen befeuert den Bio-Trend, Fair Trade sowie den teilweisen oder gänzlichen Fleischverzicht.

Tatsächlich klafft allerdings zwischen dem Ideal einer ausgewogenen Ernährungsweise und der messbaren Wirklichkeit eine Lücke. Vergleich man die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit dem tatsächlichen Pro-Kopf-Verbrauch, zeigt sich, dass gerade Männer zu viel Fleisch und Wurst, aber zu wenig Obst und Gemüse essen. Auch nach Selbstauskunft ist der Anteil der Bevölkerung, der seine Ernährungsweise als gesund oder sehr gesund bezeichnet, im europäischen Vergleich noch relativ niedrig, korreliert allerdings positiv mit dem Alter der Befragten. Zeitmangel, fehlendes Durchhaltevermögen und fehlender Wille werden als Faktoren, die Verbraucher an einer gesünderen Ernährung hindern, am öftesten genannt. Höhere Beschäftigungsquoten und die Ausweitung der Arbeitszeiten führen dazu, dass weniger Mahlzeiten zu Hause eingenommen werden. Nur rund zwei Drittel der Deutschen frühstücken unter der Woche regelmäßig zu Hause und nur 56 Prozent essen hier zu Mittag. Diese Faktoren haben den Außer-Haus-Markt beflügelt, Gastronomie und Caterer konnten in den letzten Jahren ordentliche Wachstumsraten vorweisen.



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