Statistiken zu Kaffee und Kaffeekonsum

Kaffee ist ein Genussmittel, das aus den Samen der Kaffeepflanzen gewonnen wird. Die für den Anbau wichtigsten Arten sind Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta-Kaffee), von denen jeweils verschiedene Sorten existieren.


Kaffee wird weltweit in rund 50 Ländern auf etwa zehn Millionen Hektar angebaut, wobei Brasilien das mit Abstand wichtigste Anbaugebiet darstellt. Die Erntemenge beläuft sich auf weltweit mehr als 150 Millionen Säcke zu je 60 kg. Im Erntejahr 2014/15 fiel die Ernte bedingt durch eine Dürre in Brasilien etwas niedriger aus, was die Preise für Kaffeebohnen im Welthandel in die Höhe schießen ließ. Allerdings erreichten die Preise nicht das Niveau von 2011, als schlechte Ernten und ein allgemeiner Run auf Rohstoffe die Preise für Arabica-Bohnen bis auf mehr als 250 US-Cent pro Pfund befeuerten. Kaffee ist der wertmäßig wichtigste Agrarrohstoff, der von Entwicklungsländern exportiert wird, so dass den Kaffeepreisen im Welthandel eine zentrale Rolle in den Beziehungen zwischen Erster und Dritter Welt zukommt. Dieser Bedeutung entspricht auch der hohe Anteil von Kaffee am Fair Trade.

In Deutschland werden jährlich rund 580.000 Tonnen Rohkaffee (bzw. etwa 525.000 Tonnen Röstkaffee) verbraucht, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von mehr als sieben Kilogramm (Rohkaffee) entspricht. Auf Liter umgerechnet (bei zugrundegelegten durchschnittlich rund 35 Gramm Röstkaffee pro Liter Getränk) ergibt das pro Person rund 162 Liter im Jahr. Im europäischen Vergleich ist das ein überdurchschnittlicher Wert, nur die Skandinavier, Österreicher und Schweizer trinken noch mehr. Während klassischer Röstkaffee eher an Absatzmenge einbüßt, wachsen die Segmente Ganze Bohne (Espresso/Caffè Crema) und Einzelportionen (Pads und Kapseln) aktuell stark.

Die wichtigste Betriebsform für den Kaffeevertrieb sind wie im übrigen Lebensmittelhandel auch Discounter, wenn auch die Bedeutung spezialisierter Kaffeegeschäfte zugenommen hat. In den letzten Jahren ist bei Kaffee wie in anderen Genussmittelbereichen (man denke an Craft Beer und Spirituosen) auch ein Up-Trading der Verbraucher zu erkennen, also eine Mehrausgabebereitschaft für besondere Qualität. Dennoch gehört Kaffee neben Schokolade und Joghurt nach wie vor zu den Top-3 der alltäglichen Konsumgüter, bei denen die Preissensibilität der Kunden am stärksten ausgeprägt ist.



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