Statistiken zu Fleischersatzprodukten

Die Mehrheit der Deutschen - 66 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen - isst regelmäßig Fleisch. Doch Ernährungsgewohnheiten sind stetigem Wandel unterworfen und ändern sich immer wieder im Laufe der Zeit. So ist seit vielen Jahren ein Rückgang des Fleischkonsums in den Ländern des globalen Nordens zu verzeichnen. Im Zuge dessen steigt die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten, da die meisten Verbraucher aufgrund ökologischer und ethischer Motive den Fleischkonsum reduzieren, jedoch nicht auf den Geschmack verzichten möchten. So sind die CO2-Emissionen der durchschnittlichen veganen Ernährung im Vergleich zur omnivoren Ernährung rund 40 Prozent geringer.

Auch wenn die Anzahl an Vegetariern und Vegetarierinnen in Deutschland im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist, zeigt der Trend eine wachsende Zahl an Menschen, die sich fleischlos ernähren. Dies schlägt sich auch in der Menge des konsumierten Fleisches pro Person nieder, die 2019 erstmals unter 60 kg im Jahr gefallen ist. Dies ist in erster Linie auf die sinkende Nachfrage nach Schweinefleisch zurückzuführen. Bei der eigenen Ernährung ist allen Deutschen - unabhängig der Ernährungsweise - die eigene Gesundheit sehr wichtig. Vegetariern und Vegetarierinnen legen zudem Wert auf eine ökologisch nachhaltige und tiergerechte Ernährung. Verbraucher mit einer omnivoren Ernährung legen dahingegen Augenmerk auf den Genuss und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Umsatz mit vegetarischen und veganen Lebensmitteln in Deutschland summierte sich im Jahr 2019 auf rund 1,2 Milliarden Euro – 2017 lag der Umsatz noch bei 736 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2022 Nichtsdestotrotz wird auch für die Fleischersatzprodukte bis 2022 ein steigender Umsatz prognostiziert. Den größten Anteil am Umsatz machen dabei Fleischersatzprodukte auf Getreide- und Soja-Basis aus. Am häufigsten landet das Fleischersatzprodukt als Burger und Grillgut oder Würstchen auf dem Teller. Vor Fleisch ist jedoch Milch das tierische Produkt, das von den meisten Menschen in Europa durch pflanzliche Produkte ersetzt wird. Neben ethischen und ökologischen Gründen ist beim Ersatz von Milchprodukten auch die Laktose-Intoleranz vieler Menschen von Bedeutung.

Der globale Fleischmarkt steht vor massiven Veränderungen. Eine Prognose vermutet ein starkes Sinken des Umsatzes von konventionellem Fleisch bis 2040. In der gleichen Zeit wird ein starkes Wachstum der Umsätze mit veganen Fleischprodukten und In-vitro-Fleisch - also Fleisch aus dem Labor - prognostiziert, welche im Jahr 2040 den Umsatz von konventionellem Fleisch übersteigen sollen. Zudem soll das Marktvolumen für essbare Insekten – ebenfalls ein ökologisch nachhaltiger Ersatz zu konventionellem Fleisch – laut einer Prognose weltweit anwachsen. Bis dato ist in Deutschland die Offenheit gegenüber Insekten oder auch In-vitro-Fleisch verhältnismäßig gering. In einer Umfrage aus dem Jahr 2019 lehnten rund 70 Prozent der Befragten den Konsum von Insekten ab. Der Kauf von In-vitro-Fleisch wurde 2018 in einer Umfrage sogar von 76 Prozent der Befragten abgelehnt.

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Fleischersatzprodukte

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