Finanzmarkt

Marktdaten zum Finanzmarkt

Finanzmarkt Statistiken Der Finanzmarkt ist die Gesamtheit der Märkte, auf denen sich Angebot an und Nachfrage nach Finanzmitteln gegenüberstehen. Er gliedert sich in die Bereiche Geldmarkt, Devisenmarkt sowie Kapitalmarkt einschließlich Kreditmarkt. Teilnehmer am Finanzmarkt sind Unternehmen und Banken ebenso wie die öffentliche Hand und private Haushalte.


Auf dem Geldmarkt findet im engeren Sinne der Handel mit Zentralbankgeld statt. Marktteilnehmer sind in erster Linie die Zentralbanken, also beispielsweise die Europäische Zentralbank oder die Deutsche Bundesbank, und die Geschäftsbanken. Es können aber auch Nichtbanken Teilnehmer des Marktes sein, wie z. B. große Industrieunternehmen. Der Geldmarkt dient den Geschäftsbanken zum Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüberschüssen bzw. -defiziten. Die größten Umsätze entfallen dabei auf „Übernachtkredite“, die am nächsten Tag zurückgezahlt werden müssen. Die maximale Laufzeit von über den Geldmarkt vereinbarten Krediten liegt bei zwölf Monaten.

Auf dem Kapitalmarkt werden hauptsächlich mittel- bis langfristige Geld- und Wertpapiergeschäfte getätigt. Diese Geschäfte können jedoch durch den Handel mit kurzfristigen Krediten oder diskontierte Wertpapieren von Banken mit Nichtbanken am Kreditmarkt ergänzt werden. Staaten, Unternehmen und auch private Haushalte nehmen den Kapitalmarkt hauptsächlich zur Finanzierung von Investitionen in Anspruch. Weiterhin wird zwischen dem organisierten und dem nicht organisierten Kapitalmarkt unterschieden. Zu den organisierten Kapitalmärkten zählen der Rentenmarkt sowie der Aktienmarkt mit seinen Wertpapierbörsen. Diese unterliegen der staatlichen Regulierung und Autorisierung. Die nicht organisierten Märkte weisen hingegen nur wenige staatliche Richtlinien auf. Dort finden hauptsächlich Transaktionen wie beispielsweise der Handel von Darlehen, Beteiligungen oder Hypotheken ohne die Mitwirkung von Banken, Börsen und Versicherungen statt. Der in Deutschland am geringsten organisierte Markt wird als „Grauer Kapitalmarkt“ bezeichnet, an dem beispielsweise der Handel von Anteilen an Immobilienfonds im Vordergrund steht.

Der Devisenmarkt stellt einen weiteren Teilbereich des Finanzmarktes dar. Auf dem Devisenmarkt werden Währungen gehandelt. Der Handel spielt sich überwiegend zwischen Banken ab. Aus Angebot und Nachfrage für bestimmte Währungen ergeben sich deren Wechselkurse. Der Devisenmarkt lässt sich nicht lokalisieren, weil der Devisenhandel ganz überwiegend zwischen den Marktteilnehmern direkt stattfindet und Devisenbörsen weitgehend abgeschafft wurden oder bedeutungslos geworden sind.

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