Daten und Fakten zum Thema Börsencrashs

Die Corona-Krise ließ zu Beginn der Jahres 2020 die weltweiten Börsen einbrechen. Der EURO STOXX 50 verzeichnete im März 2020 sogar den bisher schlechtesten Handelstag seiner Geschichte. Zwischen Handelsbeginn und -schluss verlor der Index rund 360 Punkte – ein Kursverfall um 12,4 Prozent. Auch der DAX oder Dow Jones mussten massive Kursverluste hinnehmen. Die Corona-Pandemie wird somit auch als Krise für die weltweiten Börsen in die Geschichte eingehen. Zuvor gab es jedoch zahlreiche weitere Ereignisse, die die weltweiten Börsen erschütterten. Dies waren beispielsweise politische, wie der Gorbartschow-Putsch des Jahres 1991 oder das Brexit-Referendum 2016, aber auch menschengemachte Katastrophen wie der 11. September 2001 oder Naturkatastrophen wie das verheerende Erdbeben in Japan im Jahr 2011.
Weitere bedeutende Börsencrashs der Geschichte werden im Folgenden näher betrachtet.


Schwarzer Donnerstag 1929

Obwohl der größte Tagesverlust des Dow Jones des Börsenkrachs des Jahres 1929 der 28. Oktober und somit ein Montag war, ging der Crash als „Schwarzer Donnerstag“ in die Geschichte ein – in Europa wird er wegen der Zeitverschiebung als „Schwarzer Freitag“ bezeichnet. Schon vor Donnerstag, dem 24. Oktober, begannen die Aktienkurse zur Mitte des Monats zu fallen. Dieser Handelstag begann jedoch bereits mit massiven Kurseinbrüchen. Durch Aktienstützkäufe führender US-Banken unterstützt von der Federal Reserve konnte der Kursverfall jedoch kurzfristig eingedämmt werden – allerdings nur bis zur nächsten Woche, in der sich die Aktienverkaufswelle fortsetzte. In den folgenden Wochen fiel der Dow-Jones-Index weiter – seinen Jahrestiefststand erreichte er am 13. November. Dem Börsencrash vorausgegangen war ein enormer Boom der US-Wirtschaft in den 1920er Jahren. Der Industrie- wie auch der Agrarsektor profitierten immens. Aber auch der Wohlstand der Bevölkerung begann zu wachsen. Dies führte dazu, dass etliche Kleinanleger begannen an der Börse zu spekulieren – oft finanziert durch Kreditaufnahmen. Ein regelrechtes Spekulationsfieber griff um sich – die Nachfrage nach Aktien stieg und somit auch die Aktienkurse. Als es Anfang 1929 zum Einsetzen eines Konjunkturabschwunges kam, blieben die Börsen zunächst unbeeindruckt. Trotz sinkender Unternehmensumsätze und -gewinne stiegen die Aktienkurse zunächst weiter. Es entstand eine Spekulationsblase, die im Oktober schließlich platzte.


Schwarzer Montag 1987

In die Geschichte ging der 19. Oktober 1987 als „Schwarzer Montag“ ein, gleichzeitig war er der erste Computer-Crash überhaupt an den weltweiten Börsen. Seinen Anfang nahm der Börsenkrach an der New Yorker Wall Street. Es kam zu einem Kurssturz des Dow Jones für den es jedoch keinen eindeutig festzumachenden Auslöser gab. In den Jahren zuvor hatte der US-Aktienmarkt einen ungeheuren Boom erlebt, unter anderem bedingt durch Ronald Reagans liberale Wirtschaftspolitik. In den Monaten vor dem Oktober 1987 hatten sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen jedoch verschlechtert. Unter anderem stiegen die weltweiten Zinsen, das US-Außenhandelsdefizit hatte sich markant vergrößert und zunehmende Unsicherheiten auf den Devisenmärkten führten zum Vertrauensverlust in den zuvor abgewerteten US-Dollar. Anleger begannen ihre Aktien abzustoßen – es kam zu einer regelrechten Verkaufspanik. Der Computerhandel beschleunigte den damit einhergehenden rasanten Absturz der Kurse noch.


Oktober 1989: Erster Crash des DAX

Der 16. Oktober 1989 - der Tag des bisher größten Tagesverlustes in der Geschichte des DAX - war ein Montag. Am Freitag zuvor kam es an der New Yorker Wall Street bereits zu Kursverlusten des Dow Jones. Grund hierfür waren, dass Gerüchte über das Scheitern der Verhandlungen zur Finanzierung der geplanten Übernahme von United Airlines die Runde machten. Viele Marktteilnehmer zogen daraus den Schluss, dass auch andere Übernahmen an der mangelnden Finanzierungsbereitschaft der Banken scheitern könnten. Die Angst davor, dass für fremdfinanzierte Firmenkäufe künftig das Geld fehlen könnte, führte dazu, dass viele Börsianer beginnen ihre Aktien abzustoßen um an Liquidität zu kommen. Die Aktienkurse stürzten ab.


Finanzkrise 2008

Als Auslöser der Finanzkrise gilt das Platzen der Immobilienblase in den USA. Viele US-Bürger mit einem geringen Einkommen hatten einen Kredit zum Kauf eines Eigenheims erhalten. Diese Kredite waren oft nicht besichert und konnten, als die Immobilienpreise zu sinken begannen, nicht mehr zurückbezahlt werden. Zuvor wurden diese „faulen Kredite“ jedoch an andere Banken und Investoren auf der ganzen Welt weiterverkauft. All diese Geldgeber blieben nun auf den ausgefallenen Krediten sitzen – ein Vertrauensverlust der Banken untereinander sowie zahlreiche Bankenpleiten waren die Folge. Die weltweiten Finanzströme gerieten ins Stocken. Am 15. September 2008 meldete mit der Lehman Brothers erstmals eine global agierende Investmentbank Insolvenz an – der Höhepunkt der Finanzkrise war erreicht. Immer mehr Banken weltweit gerieten ins Straucheln. Staaten sprangen ein um systemrelevante Institute zu stützen. Auch die weltweiten Börsen werden durch die Krise erschüttert – insbesondere im Oktober 2008. Der EURO STOXX 50 verzeichnete in diesem Monat beispielweise gleich mehrere Verluste innerhalb eines Handelstages von 6 oder 7 Prozent. Auch der DAX musste immense Kursverluste hinnehmen.



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