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Statistiken zur DDR

Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) resultierte aus der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Als zweiter deutscher Staat bildete die im Jahr 1949 auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone im Osten gegründete DDR bis 1989/90 das sozialistische Gegenstück zur marktwirtschaftlich ausgerichteten Bundesrepublik Deutschland im Westen.

Die Sowjetunion beschlagnahmte einen Großteil der Industrie in ihrer Besatzungszone als Teil der Reparationsleistungen, wodurch die DDR wirtschaftlich stark angeschlagen startete - während die Bundesrepublik durch die Zuteilungen des Marshall-Plans erheblich gefördert wurde. Die Wirtschaft der DDR wuchs in den Jahrzehnten deutlich, durch die planwirtschaftliche Struktur konnte sie aber nicht mit der ihres westlichen Nachbarn konkurrieren. Insbesondere innerhalb des Wirtschaftsraumes des Warschauer Paktes florierte der Außenhandel der DDR jedoch.

Die wirtschaftliche Lage führte zusammen mit einer Erhöhung der Arbeitsnorm und beginnender staatlicher Repression zum Volksaufstand vom 17. Juni 1953, bei dem 35 Demonstranten (weitere starben in der Haft oder wurden hingerichtet) sowie fünf Funktionäre und Polizisten getötet wurden. Die Unzufriedenheit der Bürger wuchs in den nächsten Jahren weiter, was die DDR-Führung dazu veranlasste 1961 die Grenze zur Bundesrepublik, zu schließen. Dazu wurde von der DDR-Führung in der Nacht zum 13. August eine Mauer zwischen Ost- und Westberlin errichtet, die sich in der Folge zu einem hochgesicherten Bollwerk zwischen den beiden Staaten entwickelte. 140 Menschen wurden alleine in Berlin beim Versuch der Flucht getötet oder starben bei der Überquerung.

Rückblickend urteilt heute eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger negativ über das Leben in der DDR. 70 Prozent geben an, die DDR hätte überwiegend oder eher schlechte Seiten gehabt. Etwas anders fällt das Stimmungsbild in den Neuen Bundesländern aus. Hier bewertet noch über die Hälfte der Befragten die DDR eher positiv.

Wie eine Umfrage in Brandenburg ergab, empfinden viele Ostdeutsche die Lebensleistung ehemaliger DDR-Bürger als nicht ausreichend gewürdigt. Knapp 53 Prozent der Bundesbürger denken, dass der Sozialismus prinzipiell eine gute Idee gewesen sei, die nur schlecht umgesetzt worden sei.

Die negativen Facetten der DDR sind allerdings noch deutlich präsent. In Ost wie West hält eine Mehrheit die DDR für einen "Unrechtsstaat", dessen Alltag von Diktatur und Überwachung geprägt worden sei. Jedoch sind die Westdeutschen in dieser Hinsicht noch kritischer eingestellt als die Ostdeutschen.

Gerade bei der jüngeren Generation klaffen offensichtlich Wissenslücken. Über die Hälfte der 14 bis 24-Jährigen gibt an, wenig bis gar nichts über das Leben in der DDR zu wissen. Eine weitere Statistik zeigt dabei, dass Schüler die DDR umso negativer bewerten, je mehr sie über sie wissen.

Wichtige Kennzahlen

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DDR in der Rückschau

Mauerfall und Wiedervereinigung

Ostdeutschland heute

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DDR und Wiedervereinigung

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Statistiken zur DDR

Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) resultierte aus der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Als zweiter deutscher Staat bildete die im Jahr 1949 auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone im Osten gegründete DDR bis 1989/90 das sozialistische Gegenstück zur marktwirtschaftlich ausgerichteten Bundesrepublik Deutschland im Westen.

Die Sowjetunion beschlagnahmte einen Großteil der Industrie in ihrer Besatzungszone als Teil der Reparationsleistungen, wodurch die DDR wirtschaftlich stark angeschlagen startete - während die Bundesrepublik durch die Zuteilungen des Marshall-Plans erheblich gefördert wurde. Die Wirtschaft der DDR wuchs in den Jahrzehnten deutlich, durch die planwirtschaftliche Struktur konnte sie aber nicht mit der ihres westlichen Nachbarn konkurrieren. Insbesondere innerhalb des Wirtschaftsraumes des Warschauer Paktes florierte der Außenhandel der DDR jedoch.

Die wirtschaftliche Lage führte zusammen mit einer Erhöhung der Arbeitsnorm und beginnender staatlicher Repression zum Volksaufstand vom 17. Juni 1953, bei dem 35 Demonstranten (weitere starben in der Haft oder wurden hingerichtet) sowie fünf Funktionäre und Polizisten getötet wurden. Die Unzufriedenheit der Bürger wuchs in den nächsten Jahren weiter, was die DDR-Führung dazu veranlasste 1961 die Grenze zur Bundesrepublik, zu schließen. Dazu wurde von der DDR-Führung in der Nacht zum 13. August eine Mauer zwischen Ost- und Westberlin errichtet, die sich in der Folge zu einem hochgesicherten Bollwerk zwischen den beiden Staaten entwickelte. 140 Menschen wurden alleine in Berlin beim Versuch der Flucht getötet oder starben bei der Überquerung.

Rückblickend urteilt heute eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger negativ über das Leben in der DDR. 70 Prozent geben an, die DDR hätte überwiegend oder eher schlechte Seiten gehabt. Etwas anders fällt das Stimmungsbild in den Neuen Bundesländern aus. Hier bewertet noch über die Hälfte der Befragten die DDR eher positiv.

Wie eine Umfrage in Brandenburg ergab, empfinden viele Ostdeutsche die Lebensleistung ehemaliger DDR-Bürger als nicht ausreichend gewürdigt. Knapp 53 Prozent der Bundesbürger denken, dass der Sozialismus prinzipiell eine gute Idee gewesen sei, die nur schlecht umgesetzt worden sei.

Die negativen Facetten der DDR sind allerdings noch deutlich präsent. In Ost wie West hält eine Mehrheit die DDR für einen "Unrechtsstaat", dessen Alltag von Diktatur und Überwachung geprägt worden sei. Jedoch sind die Westdeutschen in dieser Hinsicht noch kritischer eingestellt als die Ostdeutschen.

Gerade bei der jüngeren Generation klaffen offensichtlich Wissenslücken. Über die Hälfte der 14 bis 24-Jährigen gibt an, wenig bis gar nichts über das Leben in der DDR zu wissen. Eine weitere Statistik zeigt dabei, dass Schüler die DDR umso negativer bewerten, je mehr sie über sie wissen.

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